Garantien der harmonie und freiheit (Google eBook)

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Buchhandlung vorwärts (H. Weber), 1908 - Communism - 269 pages
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Page iv - Werk, wie Weitlings .Garantien der Harmonie und Freiheit' in bezug auf die Emanzipation der Bourgeoisie - die politische Emanzipation - aufzuweisen? Vergleicht man die nüchterne kleinlaute Mittelmäßigkeit der deutschen politischen Literatur mit diesem maßlosen und brillanten literarischen Debüt der deutschen Arbeiter; vergleicht man diese riesenhaften Kinderschuhe des Proletariats mit der Zwerghaftigkeit der ausgetretenen politischen Schuhe der deutschen Bourgeoisie, so muß man dem deutschen...
Page xii - Vermittlung zwischen euch und ihnen ist zu eurem Nachteil berechnet. Ihr habt schon so oft davon die Erfahrung gemacht, es ist hohe Zeit, Nutzen daraus zu ziehen. Es ist eine traurige Erfahrung, daß sich die Wahrheit einen Weg durch Blut bahnen muß; darum sagt Christus: Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, Frieden auf Erden zu senden, ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Math. 10, 34.
Page 251 - Ein neuer Messias wird kommen, um die Lehre des ersten zu verwirklichen. Er wird den morschen Bau der alten gesellschaftlichen Ordnung zertrümmern, die Tränenquellen in das Meer der Vergessenheit leiten und die Erde in ein Paradies verwandeln.
Page 83 - Ietzt haben wir kein Vaterland; wir werden nur dann eines haben, wenn die Gesellschaft für den Unterhalt aller ihrer Glieder auf gleiche Weise sorgt.
Page 224 - Also kein Wortkram! sondern es aufrichtig ausgesprochen: Eine Revolution tut uns not. Ob diese nun durch die reine geistige Gewalt allein ausgekämpft werden wird, oder ob sich die rohe physische dazu gesellen wird, das müssen wir erwarten und jedenfalls auf beide Fälle uns vorbereiten.
Page xvii - Das wäre eine sehr schwierige, eine sehr weitläusige, vielleicht selbst eine unmögliche, aber jedenfalls gänzlich unfruchtbare Arbeit. Weitling darf nicht an Ansprüchen gemessen werden, die er nie erhoben hat; er gewinnt nichts, wenn er diesen oder jenen neuen Gedanken gehabt haben sollte, aber er verliert auch nichts, wenn er alle seine Gedanken von andern entlehnt hätte. Schon auf den ersten Blick ist klar, wieviel Weitling den großen Utopisten verdankt. Er wiederholte nur Gedanken St. Simons,...
Page 122 - Die Begierden zu erwerben, zu genießen und zu wissen sind allen Menschen gemein und entspringen eine aus der andern; denn der Mensch kann nichts genießen, was er nicht schon hat und nichts haben, ohne zu wissen, wo und wie er es bekommt; sonach ist doch die Begierde des Wissens die Haupttriebfeder des gesellschaftlichenOrganismus, durch welche alle übrigen geleitet werden.
Page 183 - Die Liebe ist ein Nußkern, die Ehe sind die Schalen. Das Geldsystem ist der Wurm, welcher sich in den Kern frißt und ihn verdirbt. Die große Menge nagt an den bittern und an den harten Schalen. Da habt ihr die ganze Definition unserer heutigen Ehen.
Page xxxiv - ... wie denn eine kommunistische Gesellschaft wohl aussehen möge. Er war der wegen seiner Überlegenheit von Neidern verfolgte große Mann, der überall Rivalen, heimliche Feinde, Fallstricke witterte; der von Land zu Land gehetzte Prophet, der ein Rezept zur Verwirklichung des Himmels auf Erden fertig in der Tasche trug und sich einbildete, jeder gehe darauf aus, es ihm zu stehlen.
Page xv - Seit Menschengedenken verfochten immer andere unsere oder vielmehr ihre Interessen, darum ist es doch wahrlich bald Zeit, daß wir einmal mündig und dieser gehässigen langweiligen Vormundschaft los werden. Wie kann jemand, der unser Wohl und Wehe nicht teilt, sich einen Begriff davon machen; und ohne diesen Begriff, diese praktische Erfahrung, wie ist er imstande, Verbesserungen in unserm physischen und moralischen Zustande vorzuschlagen und einzuführen? Selbst wenn er es aufrichtig wollte, könnte...

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