Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen, Volumes 22-23 (Google eBook)

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1922
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Popular passages

Page 147 - Sätze dieser Art sind durch die reine Tätigkeit des Denkens zu entdecken, ohne von irgend einem Dasein in der Welt abhängig zu sein. Wenn es auch niemals einen Kreis oder ein Dreieck in der Natur gegeben hätte, so würden doch die von Euklid demonstrierten Wahrheiten für immer ihre Gewißheit und Evidenz behalten.
Page 109 - Teil seiner Vorstellungen als „Dinge" gelten lassen: „Ich will", belehrt Philonous seinen Gegner, „nicht Dinge in Vorstellungen verwandeln, sondern vielmehr Vorstellungen in Dinge. Denn jene unmittelbaren Gegenstände der Wahrnehmung, welche nach dir nur Erscheinungen der Dinge sind, nehme ich für die wirklichen Dinge selbst.
Page 180 - Treatise" moralphilosophischen Untersuchungen gewidmet, welche Hume dann später als dritten Band seiner „Essays" unter dem Titel: „Untersuchung über die Prinzipien der Moral" (Enquiry concerning the principles of morals) in knapperer und faßlicherer Gestalt, aber auch mit Weglassung manches Wichtigen 1751 nochmals der Öffentlichkeit vorlegte. Er selbst hielt diese Schrift für seine beste. Zur Grundlegung der Ethik gehört auch die ebenfalls in den „Essays" erschienene „Dissertation on...
Page 162 - Teils kann, wenn ich mir das, was ich als „mich" bezeichne, so unmittelbar als irgend möglich vergegenwärtige, nicht umhin, jedesmal über die eine oder die andere bestimmte Perzeption zu stolpern, die Perzeption der Wärme oder Kälte, des Lichtes oder Schattens, der Liebe oder des Hasses, der Lust oder Unlust. Niemals treffe ich mich ohne eine Perzeption an und niemals kann ich etwas anderes beobachten als eine Perzeption.
Page 172 - Beobachtungen über die Wiederkehr gleicher Impressionsfolgen unter gleichen Umständen, so bildet sich ebenfalls rein gewohnheitsmäßig die Überzeugung, daß dies in allen, auch in den bisher nicht beobachteten und kontrollierten Fällen so sein werde. Daraus bilden dann die Philosophen die Regel, „daß die Verbindung zwischen Ursache und Wirkung in allen Fällen gleich notwendig sei, und ihre scheinbare Unsicherheit in gewissen Fällen in dem der Kenntnis sich entziehenden Gegeneinanderwirken...
Page 163 - Wenn ich aber von einigen Metaphysikern, die sich eines solchen Ich zu erfreuen meinen, absehe, so kann ich wagen, von allen übrigen Menschen zu behaupten, daß sie nichts sind als ein Bündel oder ein Zusammen sia) verschiedener Perzeptionen, die einander mit unbegreiflicher Schnelligkeit folgen und beständig in Fluß und Bewegung sind.
Page 58 - Gewißheit so groß, wie man verlangen kann: „denn sie ist so gewiß wie unser Elend und unser Glück, über das hinaus uns weder Sein noch Wissen etwas angeht".
Page 168 - Gesetzt den Fall, Adam hätte anfänglich durchaus vollkommene Vernunftkräfte besessen, so hätte er doch aus der Flüssigkeit und Durchsichtigkeit des Wassers nicht herleiten können, daß es ihn ersticken, noch aus der Helligkeit und Wärme des Feuers, daß es ihn verzehren würde.
Page 103 - je mehr jemand von dem Zusammenhang der Vorstellungen erkennt, um so mehr Erkenntnis der Natur der Dinge darf man ihm zusprechen". Wir bleiben also auch hier ganz im Umkreise des Sinnlich-vorstellbaren. Gleichwohl drängen sich noch eine Reihe von Fragen auf. Scheint nicht durch den subjektiven Idealismus Berkeleys jeder Unterschied zwischen Wirklichkeit, Traum und Phantasie verwischt zu werden, da wir es doch in allen drei Fällen gleicherweise nur mit „Vorstellungen...
Page 122 - Sie lassen keine Antwort zu und bringen doch keine Überzeugung hervor. Ihr einziger Erfolg ist jene momentane Bestürzung, jene Unentschiedenheit und Verwirrung, welche das Ergebnis des Skeptizismus sind.". !,In Wahrheit ist aber Berkeleys Ergebnis gar kein skeptisches: denn dadurch, daß er die Existenz des Nichtideellen überhaupt verneint, scheidet für unseren Bewußtseinsinhalt jeder Vergleichspunkt aus, durch den die reine Erfahrungswirklichkeit in ihrem unmittelbaren Realitätswert herabgedrückt...

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