Pech und Schwefel: Ablasshandel und Fegefeuerlehre unter Einfluss der Reformation (Google eBook)

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GRIN Verlag, Apr 21, 2010 - History - 17 pages
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Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Thema der Fegefeuerdoktrin beschäftigen. Es soll untersucht werden, ob und inwiefern sich diese aufgrund des Einflusses der Reformation geändert hat. Dazu werden zunächst die Doktrin und der Umgang mit ihr in der Zeit vor der Reformation behandelt. Es soll auf diesem Wege die Ausgangsposition dargestellt werden, in der sich die katholische Lehre vor dem reformatorischen Prozess befindet. Dabei wird sich die Analyse nicht nur auf Doktrin des Fegefeuers beschränken, sondern auch die mit ihr in unmittelbaren Zusammenhang stehende Lehre von Ablass miteinbeziehen. Danach werden mehrere Schriften Luthers, welche in dem Veränderungsprozess des Fegefeuerglaubens eine Rolle spielen, zu behandeln sein. Es handelt sich hierbei natürlich um seine 95 Thesen (1517), aber auch um den Sermo de Poenitentia (1518) sowie seinem Widerruf vom Fegefeuer (1530). Anhand dieser Beispiele soll die Argumentationslinie erarbeitet werden, der sich Luther widmet. Seine teilweise höhnische Dialektik, welche die katholische Kirche auf dem Höhepunkt ihrer Macht zu bedrohen schien, musste wohl, so schient es, eine Abwehrreaktion der Gegenseite hervorrufen. Diese soll in dem Abschnitt über das Konzilium von Trient (1545-1563) beispielhaft aufgezeigt werden. Im letzten Kapitel wird es schließlich zu einer Abschlussuntersuchung der Fegefeuer- und Ablasspraktiken nach der Reformation kommen. Dabei kann allerdings aus platztechnischen Gründen nicht auf die Entwicklung der nahen Vergangenheit eingegangen werden. Es handelt sich dort um eine Darstellung des post-barrocken Fegefeuergedankens. Diese lohnt es sich im gleichen Schritt dem ersten Abschnitt kontrastiv gegenüberzustellen. Es soll also eine Gegenüberstellung der Verhältnisse von Ablass und Fegefeuer vor und nach der Reformation vorliegen, bei dem ein Aufzeigen der in der Zwischenzeit wirkenden Faktoren natürlich unerlässlich bleibt. Zunächst wird also der Ausgangspunkt des Vergleiches dargelegt werden.
  

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