Friedrich Heinrich Jacobi's werke, Volume 4, Part 3 (Google eBook)

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G. Fleischer, 1819
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JW 4 Abt 3

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Page 53 - Furie meiner dithyrambischen Einbildungskraft, ist mir noch unbegreiflicher. Außer der hypochondrischen Furcht wegen meines Reisepasses quälte ich mich mit der getäuschten Erwartung bei der wirklichen Erscheinung meiner lächerlichen Gestalt und leeren Figur, daß ich mich selbst nicht auszustehen und zu leiden im Stande bin, und je mehr man mir zuvorkommt, desto verstockter und ärgerlicher über mich selbst werde, und an Allem irre, was mich umgibt.
Page 142 - Von seiner Schreibart ist er ganz eingenommen, bewunderte einst sein Jerusalem wie ein unwiderlegliches Auch, ist noch willens, mit der Zeit über die Morgenstunden etwas herauszugeben, eilt aber jetzt mit der Ausgabe seiner eigenen Werke. Ich mag darüber nicht ein Wort gegen Kant verlieren, weil er von der Ueberlegenheit seines Systems eben so überzeugt ist, als ich Mißtrauen dagegen habe.
Page 29 - Wiedergeburt . Kinder sollen wir werden, um in das Himmelreich zu kommen, und dies fällt in kein sterblich Auge, sondern ist da ohne Schau4.
Page 378 - Der Gang dieser Leute ist ebenso sonderbar als ihr Ton; was ich für eine Figur zwischen ihnen vorstelle, weiß ich selbst nicht. Es scheint, daß wir uns einander lieben und schätzen, ohne uns selbst recht zu trauen. Sie scheinen gefunden zu haben, was ich noch suche. Mit allem Kopfzerbrechen geht es mir wie dem Sancho Pansa, daß ich mich endlich mit dem Epiphonem beruhigen muß: Gott versteht mich.
Page 82 - Kant ist mit Ihrem Vortrag und dem Inhalt 35 der ganzen Aufgabe sehr zufrieden. Aus dem System des Spinoza hat er niemals einen Sinn ziehen können - und mit Kraus ein langes und breites drüber gesprochen, der aber Ihre Schrift noch nicht gelesen.
Page 345 - Schulvernunft teilt sich in Idealismus und Realismus. Die rechte und echte weiß nichts von diesem erdichteten Unterschiede, der nicht in der Natur der Sache gegründet ist und der Einheit widerspricht, die allen unseren Begriffen zum Grunde liegt oder wenigstens liegen sollte.
Page 112 - Mittel als einen Hirtenbrief an den Prediger in der Wüste zu entwerfen, und ihm alles das in die Nase zu reiben, was der allgemeine Bibliothekar gern gethan hätte, wenn er es nur gedurft; und durch diesen Umweg könnte ich den stummen tückischen Hunden auf das Fell kommen.
Page 200 - Umstandes zu Nutz zu machen gewußt, jede Hypothese in ihr günstigstes Licht zu setzen. Der Wortwechsel soll so heftig geworden seyn, daß Kant voller Unmuths weggegangen, und sich beynahe gegen den Bancodirector Ruffmann ungezogen und grob aufgeführt, worüber sich Hippel selbst wunderte und ,» eben damit nicht sonderlich zufrieden war.
Page 186 - Worte, ,» und je mehr man dergl. glaubt nöthig zu haben, desto mehr giebt man ihrer Geschicklichkeit, selbige zu verdrehen, Handhaben. Also um der Wahrheit willen, die doch Ihre einzige Sache ist, leiden Sie, und überlaßen ihr selbst die Rache.
Page 94 - Ich versprach ihm keinen Misbrauch davon zu machen, und muß Ihnen im Vertrauen sagen, daß man dort über Ihr Büchlein sehr erbittert und aufgebracht zu seyn scheint. Dieses melde ich Ihnen mit...

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