Betrachtungen über Homers Ilias (Google eBook)

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G. Reimer, 1847 - 109 pages
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Page 56 - nicht begreift wie die sage sich vor mit und durch lieder bildet, der thut am besten sich um meine untersuchungen eben so wenig zu bekümmern als um epische poesie, weil er zu schwach ist etwas davon zu verstehen.
Page 28 - wenn irgend überlegung und Sparsamkeit bei dem aufbauen eines epischen gedichts waltet, wie kann ein dichter dazu kommen, in einer nacht wo die Wachtfeuer der Troer ganz nah bei den schiffen brennen, beides und zwar nach einander unternehmen zu lassen, die aussendung der boten an Achill, und die der beiden helden die spähen oder den feinden schaden sollen? dafs aber Odysseus
Page 33 - sie nicht alle von einem und demselben dichter sein können, sollen wir da, aus blinder ehrfurcht vor dem alterthum, unser gefühl und unsere gründe lügen strafen, und einer nur auf alter, aber auf keinen beweis, gestützten annahme zu liebe eine erforschte und begründete thatsache verwerfen? es ist hier nichts heiliges, keine rechtgläubigkeit, die von der stolzen höhe des
Page 40 - hat nach Agamemnons abgang 284-309. 343-360 zu wenig gethan um das versprechen des Zeus 192 zu rechtfertigen. Aias auf der flucht, oder thatenlos stehend, erregt erwartungen eines schlusses, der aber fehlt. endlich war Menelaus als thätig angekündigt, er hat aber noch nichts gethan. sollen wir
Page 80 - der götter, in den vielen mythen, in der dürftigkeit der bilder und gleichnisse, dafs sie eben so sehr einen einzigen dichter verrathen, als sie für fast alle der früheren, die deswegen nicht um Jahrhunderte älter zu sein brauchen,
Page 93 - oder es beziehe sich, da von den dazwischen liegenden tagen überhaupt nichts erzählt werde, auf kleine heerfahrten in die umgegend, die sonst Achill zu führen pflegte. dies scheint er so ausgeführt zu haben, dafs er zeigte
Page 57 - die gewöhnlich den triegerischen schein eines Zusammenhanges bringen, mögen sie nun, was wohl nicht immer zu entscheiden ist, der Verknüpfung wegen hinzu gedichtet oder vereinzelte bruchstücke anderer darstellungen sein.
Page 26 - der gesandtschaft an Achilles, ins einzelne gehe: es scheidet sich bestimmt genug aus und trägt überall den Stempel der nachahmung. nur das will ich bemerken, wie Homer, der doch ein halbweg verständiger dichter gewesen sein wird, sich hier so schmählich selbst parodiert, indem er den Agamemnon
Page 80 - in den begebenheiten nicht nur sondern auch in allen manieren, in dem gänzlichen verschwinden aller griechischen heroen aufser Achilles, in der masse von erscheinungen und
Page 56 - man die lieder nur eben glatt von einander schneiden und so das ganze verfahren anschaulich machen könnte. denn man sieht ja wohl

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