Vor hundert jahren: Mittheilungen über Weimar, Goethe und Corona Schröter aus den tagen der genie-periode. Festgabe zur säkularfeier von Goethe's eintrilt in Weimar (7.nov. 1775)., Volume 2 (Google eBook)

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Robert Keil
1875
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Page 224 - Was ich trage an mir und andern sieht kein Mensch. Das beste ist die tiefe Stille in der ich gegen die Welt lebe und wachse, und gewinne was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können.
Page 228 - Ihr Freunde, Platz! Weicht einen kleinen Schritt! Seht wer da kommt und festlich näher tritt? Sie ist es selbst; die Gute fehlt uns nie; Wir sind erhört, die Musen senden sie. Ihr kennt sie wohl; sie ist's, die stets gefällt; Als eine Blume zeigt sie sich der Welt: Zum Muster wuchs das schöne Bild empor, Vollendet nun, sie ist's und stellt es vor. Es gönnten ihr die Musen jede Gunst, Und die Natur erschuf in ihr die Kunst. So häuft sie willig jeden Reiz auf sich, Und selbst dein Name ziert,...
Page 134 - Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, Hinter ihm schlagen Die Sträuche zusammen, Das Gras steht wieder auf, Die Öde verschlingt ihn. Ach, wer heilet die Schmerzen Des, dem Balsam zu Gift ward? Der sich Menschenhaß Aus der Fülle der Liebe trank? Erst verachtet, nun ein Verächter, Zehrt er heimlich auf Seinen eignen Wert In ung'nügender Selbstsucht.
Page 197 - Stiller Rückblick aufs Leben, auf die Verworrenheit, Betriebsamkeit, Wißbegierde der Jugend, wie sie überall herumschweift, um etwas Befriedigendes zu finden. Wie ich besonders in Geheimnissen, dunklen imaginativen Verhältnissen eine Wollust gefunden habe.
Page 273 - O, gedenke denn auch, wie aus dem Keim der Bekanntschaft Nach und nach in uns holde Gewohnheit entsproß, Freundschaft sich mit Macht in unserm Innern enthüllte, Und wie Amor zuletzt Blüten und Früchte gezeugt.
Page 96 - Es wäre ein herrliches Schauspiel zu sehen, wie die Welt sich in dieser Seele spiegelt. Sie sieht die Welt wie sie ist, und doch durchs Medium der Liebe.
Page 274 - Aber das gestehe ich gern, die Art, wie du mich bisher behandelt hast, kann ich nicht erdulden.
Page 234 - Tritt her in den Reihen und tanz mit mir." — „Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag, Frühmorgen ist mein Hochzeittag.
Page 198 - Leide manches Gute für die Zukunft hofft, und auch für künftiges Leiden die Brust bewährt hat...
Page 65 - Es geht gegen eilf ich hab noch gesessen und einen englischen Garten gezeichnet. Es ist eine herrliche Empfindung dahausen im Feld allein zu sizzen. Morgen frühe wie schön. Alles ist so still. Ich höre nur meine Uhr tackcken, und den Wind und das Wehr von ferne.

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