Medicinische Psychologie, order, Physiologie der Seele (Google eBook)

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Popular passages

Page 434 - ... Richtung Widerstand leistet, und da alle diese Richtungen den Radien des Kreisbogens entsprechen , in dem wir unsere Finger bewegen, (vielmehr den Radien einer Kugel, auf deren Oberfläche unsere Finger Kreise beschreiben,) so urtheilen wir, dass da, wo alle diese Richtungen , in welchen das Stäbchen Widerstand leistet, zusammenstossen , ein widerstehender Körper befindlich sein müsse, der, weil er unbeweglich ist, von dem beweglichen Stäbchen unterschieden wird. (Wagners HWBch. III, 2. S....
Page 315 - Aeusserung ihrer Fähigkeiten nöthigt, und schon Locke sah den Begriff der Kraft nur darum für einen anwendbaren und giltigen an, weil wir in unsern Bewegungen ihn unmittelbar empirisch wahrnähmen. Aber bereits Hume deutete auf den Fehlschluss hin, der dieser Annahme zu Grunde liegt, und in der That müssen wir hier allgemein aussprechen, dass wir im Muskelgefühl gar nicht die Kraft empfinden, während sie eine Wirkung zu erzeugen eilt, sondern dass wir hinterher vielmehr nur das Leiden fühlen,...
Page 296 - Misstrauisch gegen den Erfindungsgeist der Seele hat vielmehr die Natur dem Körper diese Bewegungen, als mechanisch vollkommen bedingte Wirkungen der Reize mitgegeben.
Page 335 - Ueber die nähere Natur dieses Localzeichens werden wir uns bald weiter zu äussern haben ; wir können es hier nur als einen physischen Nervenprocess überhaupt bezeichnen , der sich constant für jede Stelle des Nervensystemes mit jenem veränderlichen Nervenprocesse associirt, welcher an derselben Stelle dem qualitativen Inhalte der wechselnden Empfindungen zu Grunde liegt.
Page 118 - Es ist nicht nöthig, dass alle jene zuleitenden Fäden der Nerven in einen einzigen Punkt verschmelzen, an welchem die Seele sich befände; es reicht hin, wenn sie alle in ein nervöses Parenchym einmünden, das der allseitigen Verbreitung der Erregungen keinen Widerstand mehr entgegensetzt und sie daher wenigstens mit einem Theile ihrer Wirkung gewiss auch die Substanz der Seele erreichen lässt. Würde doch ohnehin, falls eine Durchkreuzung aller Fasern stattfinden sollte, dieser Schluss des ganzen...
Page 339 - Für alle unsere physiologischen Betrachtungen reicht die Vorstellung hin, dass die Raumanschauung ein der Natur der Seele ursprünglich und a priori angehöriges Besitzthum sei, das durch äussere Eindrücke nicht erzeugt, sondern nur zu bestimmten Anwendungen provocirt wird.
Page 418 - Gehirnes liegen, zu welchen die Eindrücke fortgepflanzt werden, desto leichter fliessen die Empfindungen in eine zusammen , je entfernter sie aber von einander sind, desto weniger ist es der Fall (WEBER).
Page 268 - Gefühl zu machen vermag, undi dass dieser Eindruck qualitativ mit der Natur der Farbe und der Höhe des Tones wechselt. Dass an rein süsse , saure oder bittre Geschmäcke sich ebenfalls Gefühle, obwohl nach dem Zustande der Nerven sehr veränderlicher Art knüpfen, ist nicht minder bekannt. Aber es ist uns völlig unmöglich, gerade für diese Eindrücke einfacher Empfindungen einen physiologischen Grund anzugeben, da uns die Richtung, in welcher sie die Nerventhätigkeit verändern, zu unbekannt...
Page 522 - Einflussses zu bestimmen; aber er geht ohne Zweifel sehr weit, und man kann fragen, ob nicht das kältere ästhetische und sittliche Urtheil oder die Reflexion , die wir über Gefahr und Glück eines Zustandes uns ausbilden, ihre lebhafte Innigkeit erst durch diese nebenher spielenden sinnlichen Gefühle erhalten, die uns das an sich Werthvolle zugleich in seiner Harmonie mit den innersten Bedingungen unserer eigenen individuellen Existenz zeigen. Der heitere Genuss...
Page 397 - Fläche und eine gleich grosse bezeichnete, carrirte oder gestreifte, nicht allzuweit nebeneinander, so empfinden wir sehr wohl, dass sie gleich gross sind; aber wir haben ein eigenthümliches Gefühl, als sei die bezeichnete für ihren Raum, dh also für den Raum, den sie nach unserer Empfindung wirklich einnimmt, zu gross. Was wir zu bemerken glauben, ist bei solcher Vergleichung nicht eine grössere Extension des erfüllten Raumes, sondern eine Art grösserer Dichtigkeit seiner Erfüllung, ganz...

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