Meteorologische Volksbuecher: ein Beitrag zur Geschichte der Meteorologie und zur Kulturgeschichte (Google eBook)

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H. Paetel, 1891 - Weather - 53 pages
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Page 4 - Die teutschen Volksbücher. Nähere Würdigung der schönen Historien-, Wetter- und Arzneybüchlein, welche theils innerer Werth, theils Zufall, Jahrhunderte hindurch bis auf unsere Zeit erhalten hat.
Page 10 - Wer die Wahrheit von dem, was wir sagten, erkennen und sich das Wie von dem, was wir von dem Aufsteigen der zwei Dunstströme angaben, wie nämlich die Wolke sich aus ihnen zusammenfügt und die Tropfen herabfallen, vorstellen will, der beobachte (die Destillation) das Aufsteigen und die Tropfenbildung des Wassers, wie die, welche dies Gewerbe treiben, sie herstellen, so die Destillation des Rosenwassers, die des Essigs und dergleichen. Auch betrachte derselbe die in den Badehäusern aufsteigenden...
Page 38 - Ursprünglich betrachtete man die Fixsternerscheinungen nur als Signale der Witterungswechsel, und konnte es mit Recht, insofern gewisse llauptwechsel zu gewissen Zeiten des Sonnenjahrs einzutreten pflegen. Man kam aber bald dahin, dieselben als Wirkungen der Auf- und Untergänge der Sterne, mit denen sie sich gleichzeitig einstellen, anzusehen, ein Wahn, der sich bis auf die neuern Zeiten erhalten hat, nur mit dem Unterschiede, dafs man allmählich die Planeten in ihren Aspekten oder verschiedenen...
Page 3 - Dresden, in der Bibliotheque Nationale zu Paris und im British Museum zu London — findet man mehr oder weniger vollständige Sammlungen alter Volksschriften.
Page 22 - Wenn das mör gestüm ist an dem gestad / bedeüt wind / im winter regen / vnd ain grofs vngewitter." Andere Abschnitte enthalten manchen astrologischen Aberglauben aus den Schriften des Ptolemaios, Albertus Magnus, Alkindus, Haly ua, welche als Gewährsmänner ausdrücklich genannt werden; im ganzen bekundet aber der Inhalt des Wetterbüchleins einen sehr erheblichen Fortschritt in der Beurtheilung der Wetterzeichen gegenüber den oben erwähnten astrologischen Schriften, namentlich der Araber....
Page 6 - Albertus daz puoch hab gemacht ze latein, wen er in andern püechern verr anders redet von den Sachen dan daz puoch redet . . . ." Erst im Jahre 1719 hat der französische Dominikanermönch Echard nachgewiesen (Scriptores Ordinis Praedicatorum recensiti . . Paris 1719—21.
Page 36 - Sündfluth prognostiziren wollten: man muíste solches aber als Vorboten des Aufruhrs der Bauern ansehen, welcher gleich im folgenden Jahre seinen Anfang genommen hätte. Kurz ein jeder suchte Gründe hervor, die ihn darüber beruhigten, und fast alle waren so beschaffen, dafs sie nicht den Ungrund der Astrologie zeigten, sondern sie vielmehr entschuldigten
Page 38 - Phaeinos einer der ersten, die dergleichen meteorologische Beobachtungen angestellt hatten, welche von nun an in keinem griechischen Kalender fehlen durften. Wie Ideler in seinem „Handuch der mathematischen und technischen Chronologie", I S. 314, bemerkt, bedeutet das Wort ixtvr^aaia.
Page 6 - deutsche Sphaera" Konrad von Megenbergs nahezu ganz unbekannt blieb, obwohl es die erste Uebersetzung des lateinischen Originals in eine moderne Sprache war. Erst im Jahre 1516 wurde Konrads Werk unter Verschweigung seines Namens von dem Nürnberger Konrad Heynfogel (Hainfogel) als „Sphaera materialis, eyn Anfanck oder Fundament der Ghenen da die Lust haben zu der Kunst der Astronomey
Page 49 - Wissenschaf ten hat es für schicklich gehalten, in der bisherigen Einrichtung der Kalender eine merkliche Veränderung machen zu lassen. Sie konnte nicht länger zusehen, dass der gemeine und unwissende Mann durch ungegründete Wetterprophezeiungen , durch unnütze Anzeige der Tage , die man ehedem zum Aderlassen, Schröpfen, Kinderentwöhnen und dergleichen, wiewohl ohne Grund, für vorzüglich gut gehalten hat, und durch mehr albernes Zeug hinters Licht geführt würde. Sie hat also befohlen,...

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