Gesammelte Abhandlungen über physiologische Optik (Google eBook)

Front Cover
Hirschwald, 1868 - Light - 173 pages
0 Reviews
  

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Common terms and phrases

Popular passages

Page 163 - Was war ein Gott, der nur von außen stieße, Im Kreis das All am Finger laufen ließe! Ihm ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und ist, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt.
Page 50 - Der Begriff vom Hunde bedeutet eine Regel, nach welcher meine Einbildungskraft die Gestalt eines vierfüßigen Tieres allgemein verzeichnen kann, ohne auf irgend eine einzige besondere Gestalt, die mir die Erfahrung darbietet, oder auch ein jedes mögliche Bild, was ich in concreto darstellen kann, eingeschränkt zu sein.
Page 49 - Form, ist eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele, deren wahre Handgriffe wir der Natur schwerlich jemals abrathen und sie unverdeckt vor Augen legen werden.
Page 163 - Behüte Gott! wie sonst das Zeugen Mode war, Erklären wir für eitel Possen. Der zarte Punkt, aus dem das Leben sprang, Die holde Kraft, die aus dem Innern drang Und nahm und gab, bestimmt, sich selbst zu zeichnen, Erst Nächstes, dann sich Fremdes anzueignen, Die ist von ihrer Würde nun entsetzt; Wenn sich das Tier noch weiter dran ergetzt, So muß der Mensch mit seinen großen Gaben Doch künftig höhern, höhern Ursprung haben.
Page 35 - Ich hörte mich anklagen, als sei ich ein Widersacher, ein Feind der Mathematik überhaupt, die doch Niemand höher schätzen kann als ich, da sie gerade das leistet, was mir zu bewirken völlig versagt worden.
Page 162 - Der Bildungstrieb ist hier in einem zwar beschränkten, aber doch wohl eingerichteten Reiche zum Beherrscher gesetzt. Die Rubriken seines Etats, in welche sein Aufwand zu verteilen ist, sind ihm vorgeschrieben; was er auf jedes wenden will, steht ihm bis auf einen gewissen Grad frei.
Page 154 - Ihr sucht die Menschen zu benennen, Und glaubt am Namen sie zu kennen. Wer tiefer sieht gesteht sich frei, Es ist was Anonymes dabei.
Page 18 - Steinbuehs, wonach die Bewegungen der Augen erst die räumliche Auffassung vermitteln sollen, dadurch zurück, dass er sagt, er könne sich nicht denken, wie Wahrnehmungen, denen die Form des Raumes zukomme, erst vermittelst solcher Empfindungen, denen die Form der Zeit zukomme, zu erkennen sein sollten. Kant hatte freilich die reine Empfindung als bloss intensive Grösse bezeichnet, aber offenbar dabei gar keine Rücksicht auf die räumliche Forin der Netzhautempfindung genommen.
Page 3 - Schweiß Zu sagen brauche, was ich nicht weiß; Daß ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält, Schau alle Wirkenskraft und Samen Und tu nicht mehr in Worten kramen.
Page 46 - Objecten gegenüber orientiren lernen bei der fortwährend wechselnden Lage unserer Netzhaut', von welcher selbst wir absolut nichts wissen, weiss ich mir nicht zu erklären." Und wenn wir bereits gelernt haben, uns zu orientiren, „sollen wir da fortwährend unbewusste Schlüsse über die Grösse unserer Bewegungen, fortwährende Reductionen der Netzhautbilder auf die Bewegungsgrössen und umgekehrt machen? So complicirt diese Thätigkeit erscheint, so können wir uns doch keine andere Art der...

Bibliographic information