Die zweite Generation: Etablierte oder Außenseiter?: Biographien von Jugendlichen ausländischer Herkunft

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, Dec 12, 2003 - Social Science - 359 pages
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1. 1 Kontext und Fragestellung der Untersuchung Jugendliche und junge Erwachsene auslandischer Herkunft sind von der Offent lichkeit entdeckt worden. Uber sie werden Zeitungsartikel geschrieben, Podiums diskussionen veranstaltet, Filme gedreht und Fernsehsendungen ausgestrahlt. Dabei scheinen in der Offentlichkeit vor allem zwei Bilder vorherrschend zu sein: Auf der einen Seite werden Jugendliche auslandischer Herkunft als Problem definiert. Sie gelten als fundamentalistisch, kriminell und gewalttatig. Vermutet wird, dass sie Integrationsdefizite aufweisen und dass von ihnen eine Gefahr fUr das Zusammen leben in Deutschland bzw. in der Schweiz ausgeht. 1 Auf der anderen Seite werden junge Personen auslandischer Herkunft portraitiert, die "es geschafft haben": Sport lerInnen, KunstlerInnen, PolitikerInnen. Sie werden als Vorzeigeobjekte herumge reicht. an ihnen wird - entgegen der Defizitthese - demonstriert. dass sich Jugend liche und junge Erwachsene auslandischer Herkunft "erfolgreich" integriert haben 2 und eine Bereicherung fur die Aufnahmegesellschaft darstellen. Wiihrend die eine Perspektive Jugendliche und junge Erwachsene auslandischer Herkunft zu Ge fahrenherden fur die Zivilgesellschaft erkliirt. weist die andere Perspektive die Tendenz auf, sie im positiven Sinne zu exotisieren und vorhandene Probleme zu ver harmlosen. Seien es nun eher pessimistische oder optimistische Interpretationen, die wachsende offentliche Beschaftigung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auslandischer Herkunft lasst darauf schliessen, dass die Offentlichkeit eine Bevol kerungsgruppe entdeckt hat, deren Existenz sie lange Zeit - trotz ihres wachsenden Anteils an der Gesamtbevolkerung - kaum zur Kenntnis genommen hat.

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About the author (2003)

Anne Juhasz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Soziologischen Institut der Universität Zürich und am Institut de Sociologie de l'Université de Neuchâtel.
Eva Mey ist wissenschaftliche Projektleiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit Luzern.

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