Die Papstwahlbullen und das staatliche Recht der Exklusive (Google eBook)

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H. Laupp, 1892 - Church and state - 308 pages
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Page 307 - Nulli ergo omnino hominum liceat hanc paginam Nostrae constitutionis,prdinationis, limitationis, suppressions, derogationis, voluntatis infringere, vel ei ausu temerario contraire. Si quis autem hoc attentare praesumpserit, indignationem Omnipotentis Dei et Beatorum Petri et Pauli Apostolorum ejus, se noverit incursurum.
Page 6 - ... ad electionis instantis negotium pertinent, vocarentur. Nulli etiam fas sit, ipsis cardinalibus, vel eorum alicui, nuncium mittere vel scripturam. Qui vero contra fecerit scripturam mittendo vel nuncium, aut cum aliquo ipsorum secreto loquendo : ipso facto sententiam excommunicationis incurrat.
Page 6 - E servato libero ad secretam cameram aditu, itaclaudatur undique, ut nullus illuc intrare valeat vel exire. Nulli ad eosdem cardinales aditus pateat vel facultas secrete loquendi cum eis, nee ipsi aliquos ad se venientes admittant nisi eos, qui de volúntate omnium cardinalium inibi praesentium, pro iis tantum, quae ad electionis instantis negotium pertinent, vocarentur.
Page 263 - ... etiam juramento adjecto nulla et irrita neque ad observantiam eorum quemquam teneri, aut ex transgressione notam incurrere fidei non servatae decernimus et declaramus et contrafacientes ex nunc excommunicationis poena innodamus : tractatus tamen pro electione habendos vetare non intelligimus.
Page 215 - W. meint, hätte sich die Staatssexclusion nur von der Parteiexclusion losgelöst und das frühere accessorische nunmehr als ein selbständiges fortgeführt, während auch letztere in gleicher Weise fortbestand. Aber welches Interesse hätten die Mächte gehabt, jene bequeme Anlehnung an eine Partei der Cardinäle aufzugeben und ihre Wünsche als blosses Machtgebot selbständig und, formell wenigstens, gegen das ganze geistliche Wahlcollegium durchzusetzen V Mussten sie nicht fürchten, selbst die...
Page 98 - Staateexclusion schon im Keime' enthalten ist. Philipp II. als katholischer König richtet an die Cardinäle die strenge Frage, ob sie denn nicht wissen, dass die Kirche eine katholische, ökumenische, nicht blos eine italienische sei. Es ist damals das Verhältniss der Papstwahl zur weltlichen Macht gerade das umgekehrte dessen , was Innocenz III.
Page 254 - Karl V. forderte", heisst es, „die Berücksichtigung seiner Ausschliessung von allen Cardinälen als Kaiser. Philipp II. und Ferdinand L erbten das von ihm (!). Der eine schrieb sich dieses Recht als sein Sohn zu, des Unterschiedes nicht bewusst, der in seiner und seines Vaters Stellung gegenüber dem päpstlichen Stuhle lag. Durch fleissige Uebung desselben ist er der Urheber dieses staatlichen Rechtsanspruches im eigentlichen Sinne geworden. Ferdinand hingegen wusste wohl, was sein kaiserliches...
Page 181 - Cardinales autem per viscera misericordiae DN Jesu Christi enixe rogamus et hortamur ac eis nihilominus sub divini interminatione judicii praecipimus et mandamus, ut attendentes...
Page 258 - ausdrücklich" (expresamente) zu eröffnen, dass er ihr Gewissen bei der Wahl nicht bedrücken wolle. Der König meinte, es genüge, wenn man den Cardinälen bei Ertheilung von Pensionen sage, man verlange von ihnen durchaus nichts, was gegen ihr Gewissen sei, ohne dabei ausdrücklich der Papstwahl zu erwähnen. Welches kindische Spiel mit Worten! Denn, so meinte Philipp, wenn man ausdrücklich der Papstwahl erwähne, so gebe man dadurch den schlechtgesinnten Cardinälen Anlass, unter dem Scheine,...
Page 257 - Fähigkeit zur Regierung der Kirche besässen. 3. Indem der König den Cardinälen seiner Partei Pensionen gebe und Versprechungen aller Art denselben mache, alles zu dem mehr oder weniger deutlich ausgesprochenen Zwecke, die Papstwahl nach seinem Willen zu lenken, mache er sich in einer gewissen Beziehung des Lasters der Simonie schuldig, denn die Stimme bei der Papstwahl zu geben, sei eine geistliche Angelegenheit und er gewinne auf sie thatsächlich durch Geschenke Einfluss« *). Hievon benachrichtigt...

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