Vorträge über alte Geschichte: Bd. Griechenland bis zur Niederlage des Agis bei Megalopolis. Sicilien's Primordien. Der Orient bis zum Tode Alexander's des Grossen. Philipp und Alexander von Makedonien (Google eBook)

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G. Riemer, 1848 - History
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Page 508 - ... Zeitgenossen Alexander's unter den Griechen täuschten sich nicht über seine Einwirkung. Er starb mit dem Fluche und der Verabscheunng Griechenlands und Makedoniens. Hätte er länger gelebt, so hätte er vielleicht das Gebäude seines Glücks selbst stürzen gesehen. Er konnte nur thätig und rege seyn, und wirklich wäre er dabei gescheitert. Er wollte nicht Asien griechisch, sondern, Griechenland persisch machen. Wäre er daher länger in Asien geblieben, so hätten wir unter ihm ein griechisch-persisch-...
Page 447 - Man erkennt denselben, wenn man ihn sagen hört: nur dann könne man „von Geschichte reden, wenn man sie so fühlt, als ob man damals gelebt...
Page 64 - Auch bei der Schilderung der Pest zu Athen im Rahmen der Vorträge über alte Geschichte hat Niebuhr den Einfluß der Epidemien auf die Geschichte mit besonderem Nachdruck behandelt: „Die Geschichte der Krankheiten ist ein Zweig der Weltgeschichte, der noch gar nicht bearbeitet und doch so wichtig ist . . . (Die Epidemien) sind von dem allergrößten moralischen Einfluß auf die moralische Welt; fast alle großen Epochen des moralischen Sinkens sind mit großen Seuchen verbunden
Page 497 - Ansiedelungen findet und diese nur wie ganz weit auseinandergelegene Inseln sind. Aber es ist eine ganz andere Art von Wüste. Es gibt in der Sahara und in der arabischen Wüste einzelne Flugsandgegenden, aber nur ausnahmsweise, im Ganzen ist der Boden fest und kiesig. Hingegen diese Länder von den Grenzen von Kerman bis an den Indus, Mekran und das eigentliche Beludschistan sind unendlich viel gefährlicher. Ein Engländer, Lieutenant Pottinger, hat sie vor 12-13 Jahren verkleidet bereist . . ....
Page 109 - Solche wahrhaft dämonische Naturen gebrauchen selten ihre Macht zum Guten. Nichts vermag ihnen zu widerstehen, Alles erkennt sie als etwas Höheres an: sie selbst aber erkennen kein Gesetz, kein göttliches und menschliches, über sich an, sie stimmen mit ihm überein wenn sie wollen, sind edel, großmüthig, liebevoll, aber sie brechen auch durch wenn sie wollen, wo das eigene Interesse es fordert: die Menschen sind ihnen dann nichts als Insecten die lili Krieg zwischen Sparta, Argos und Athen....
Page 64 - Die Geschichte der Krankheiten ist ein Zweig der Weltgeschichte, der noch gar nicht bearbeitet und doch so wichtig ist . . . (Die Epidemien) sind von dem allergrößten moralischen Einfluß auf die moralische Welt; fast alle großen Epochen des moralischen Sinkens sind mit großen Seuchen verbunden" (VAG II, 64). wieder die Ackergesetze. „Vom gemeinen Feld und dessen Nuzung...
Page 404 - So ist auch Isokrates ein durchaus schlechter, kümmerlicher Schriftsteller, einer der gedankenlosesten, armseligsten Geister. Er hat sich eine Kunst gebildet, aber eine Kunst des Scheins, der Worte und der Art des Redens, und noch mehr der Redensarten, nicht eine der Gedanken.
Page 151 - Thukydides nachlesen: wenige Ereignisse in der Geschichte sind auf eine so schmerzlich fesselnde Weise erzählt, wie diese Begebenheiten bei Thukydides.
Page 497 - ... kiesig. Hingegen diese Länder von den Grenzen von Kerman bis an den Indus, Mekran und das eigentliche Beludschistan sind unendlich viel gefährlicher. Ein Engländer, Lieutenant Pottinger, hat sie vor 12-13 Jahren verkleidet bereist . . . und beschrieben und diese Beschreibung hat mir den Zug Alexanders klar gemacht. Diese große Strecke scheint nicht ein eigentlicher Sand zu sein; Pottinger vergleicht es vielmehr mit vulkanischer Asche, die unendlich fein ist; ob es auch chemisch der Asche...
Page 42 - Der peloponnesische Krieg ist der unsterblichste aller Kriege, weil er den größten Geschichtsschreiber gefunden von allen die je gelebt. Thukydides hat das Höchste erreicht was in der Geschichtsschreibung möglich ist, sowohl in Hinsicht der bestimmten historischen Sicherheit als der lebendigen Darstellung.

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