Die republik Costa Rica in Central-Amerika: mit besonderer berücksichtigung der naturverhältnisse und der frage der deutschen auswanderung und colonisation. Reisestudien und skizzen aus den jahren 1853 und 1854 von dr. Moritz Wagner und dr. Carl Scherzer (Google eBook)

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Arnoldische buchhandlung, 1856 - Costa Rica - 578 pages
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Page 531 - Mexico und Lima ergibt sich aus der Geschichte der Eroberung als die einer leitenden Behörde. War auch später diese Stellung nicht mehr zu behaupten , seitdem die höhere Leitung nach der Unterordnung der Eroberer unter die Centralbehörde auf die Vicekönige überging, so blieb dennoch den Audienzen für gewisse Fälle eine Wirksamkeit in der Verwaltung. Starb ein Vicekönig oder Gouverneur, so...
Page 165 - Wir glauben nicht zu viel zu sagen, wenn wir behaupten, daß der Verfasser dieses großen Ritterschauspiels der Erste und Einzige ist, welcher wahren Beruf zeigt, und daß er weiß was er will und soll, und der auch wirklich kann, was er will.
Page 189 - Auch die Mädchen werden mit ungemeiner Nachsicht erzogen, und bleiben in Folge dessen eigensinnig und egoistisch, wie die Buben. Aber man bewacht sie doch sorgfältig, sobald sie reif werden. Selbst in die Kirche gehen sie nicht ohne Begleitung, und die Mutter belauert jeden ihrer Schritte. Verliert hier ein Mädchen die Unschuld, so geschieht es gewöhnlich mit Einverständniß der Mutter, die es aus Habsucht geschehen läßt, und den Verführer möglichst zu brandschatzen sucht.
Page 534 - Institut betrachten; denn dieses durch sein Verfahren furchtbare Tribunal ist in den spanischen Reichen ebenso ein Mittel gewesen zur Begründung der unumschränkten Macht des Königs, wie es zur Befestigung der alleinigen Geltung der katholischen Kirche und des Einflusses derselben auf die Bevölkerungen diente, nachdem jene sich zum Werkzeuge der Krone hergegeben hatte. Auch war die Inquisition nebst ihrem organisirten...
Page 464 - dusen?" (suchen), was mir eine viel richtigere Bezeichnung scheint, als das deutsche „fischen" oder „fangen," indem beide Ausdrücke auf eine ganz andere Verfahrungsweise schließen lassen. Ein tüchtiger „Kusus'- oder Perlensucher kann im Laufe eines Tages 12 bis 15 Dutzend Perlenaustern sammeln, die alle ungeöffnet in das kleine Fahrzeug geworfen werden. Erst in den Abendstunden oder wenn die hochsteigende Fluth das Suchen erschwert, oder wohl gar verhindert, werden die gesammelten Perlenaustern...
Page 529 - Werkzeug in der Hand des Regenten oder meist des Ministers; bei Zeiten und in gewissen Dingen, z. B. in seiner allerdings anerkennenswerthen Gesetzgebung für die Indier, die der Hauptsache nach nur auf dem Papier bestand, war seine Wirksamkeit immer sehr unbedeutend. Die unmittelbare Ausübung der Negierungsgewalt war dem Vicekönigeu, Generalcapitänen und Gouverneuren nebst den Audienzen anheim gegeben.
Page 252 - Rohr dem hiesigen Boden und Witterungsverhältnissen am zuträglichsten bewährt. Obschon das Zuckerrohr in Navarro auf einer Höhe über dem Meeresspiegel, auf welchem dasselbe gemeiniglich die Grenze seines Gedeihens erreicht, 14 Monate zur vollkommenen Reife bedarf, so liefert gleichwohl nach der Mittheilung des Mr.
Page 317 - Ertrag wie im mittleren Europa, in Ungarn, in Sicilien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika*), wo die Vervielfältigung der Aussaat von 5 bis 12 Körnern wechselt. In der Umgebung von Heredia und Alajuela, wo man in neuerer Zeit angefangen hat, zur Bereitung des beliebten Süßbro...
Page 464 - Perlenaustern gesammelt, ohne daß wir in denselben mehr als eine einzige winzige Perle vorfanden. Allein dieses Unsichere des Fundes ist es gerade, was den Perlensuchern ein eigenthümliches Interesse verleiht, und aus dieser Beschäftigung fast eine Art Hazardspiel macht. Wie der Pharaospieler die ihm zugefallenen Karten...
Page 189 - Schwestern bewachen sich gegenseitig, so daß es besonders in Häusern, wo viele Schwestern sind, ungemein schwer fällt, eine heimliche Liebschaft anzuknüpfen. Selbst junge Frauen von den wohlhabenden Ständen gehen selten ohne Begleitung aus. Das erinnert schon sehr an den alten Orient und an südeuropäische Gewohnheiten. Und wie...

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