Psychologie (Google eBook)

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F. Tempsky, 1897 - Psychology - 604 pages
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Page 272 - Und steh beschämt, wenn du bekennen mußt: Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, Ist sich des rechten Weges wohl bewußt.
Page 460 - Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese muß es also wert sein, vor Welt und Nachwelt ausgestellt zu werden. Diese Seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, zur reinsten herrlichsten Menschheit hinaufzuläutern, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft, ehe er es unternehmen darf, die Vortrefflichen zu rühren.
Page 497 - Nacht bedacht ich mir's und mußte sagen: Nein! So kann ich niemands heißen auf der Erde Und niemand wäre mein? — Aus Finsternissen hell in mir aufzückt ein Freudenschein: Sollt ich mit Gott nicht können sein, So wie ich möchte, mein und dein? Was hielte mich, daß ich's nicht heute werde? Ein süßes Schrecken geht durch mein Gebein! Mich wundert, daß es mir ein Wunder wollte sein, Gott selbst zu eigen haben auf der Erde!
Page 600 - Gerettet ist das edle Glied Der Geisterwelt vom Bösen: Wer immer strebend sich bemüht, Den können wir erlösen. Und hat an ihm die Liebe gar Von oben teilgenommen, Begegnet ihm die selige Schar Mit herzlichem Willkommen.
Page 418 - Seele, entreiß dich dem Wahn Und den himmlischen Glauben bewahre! Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn, Es ist dennoch das Schöne, das Wahre ! Es ist nicht draußen, da sucht es der Thor; Es ist in dir, du bringst es ewig hervor.
Page 207 - Wenn ich recht für mich bin und guter Dinge, etwa auf Reisen im Wagen, oder nach guter Mahlzeit beim Spazieren, und in der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, da kommen mir die Gedanken stromweis und am besten. Woher und wie, das weiß ich nicht, kann auch nichts dazu. Die mir nun gefallen, die behalte ich im Kopf und summe sie wohl auch vor mich hin, wie mir andere wenigstens gesagt haben. Halt...
Page 476 - Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft. Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Princip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.
Page 338 - Hund war, und schämte sich darum weiter zu fragen; fing also die Katze, die er durch das Gefühl kannte, betrachtete sie sehr genau, setzte sie nieder und sagte : „So, Miezchen, nun will ich dich ein andermal kennen".
Page 497 - Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde Ganz, wie er möchte, sein? - In langer Nacht bedacht ich mir's und mußte sagen, nein! So kann ich niemands heißen auf der Erde, Und niemand wäre mein? - Aus Finsternissen hell in mir aufzückt ein Freudenschein : Sollt ich mit Gott nicht können sein, So wie ich möchte, Mein und Dein?
Page 567 - Handlungen zeigt, so tiefe Einsicht zu haben, daß jede, auch die mindeste Triebfeder dazu uns bekannt würde, ingleichen alle auf diese wirkenden äußeren Veranlassungen, man eines Menschen Verhalten auf die Zukunft mit Gewißheit, so wie eine Mond- oder Sonnenfinsternis, ausrechnen könnte, und dennoch dabei behaupten, daß der Mensch frei sei.

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