Die Pflanzen der Pharmacopoea Germanica botanisch erläutert (Google eBook)

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H. Haessel, 1883 - Botany, Medical - 664 pages
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Page 93 - ... entwickeln, daher auch zur Bezeichnung der ganzen Gruppe als Hutpilze Veranlassung gegeben haben. Dieser Hut (pileus) hat in den meisten Fällen nach erreichter vollständiger Entwicklung die Gestalt eines Schirmes; bei anderen Formen ist er noch stärker gewölbt und dann hut- bis glockenförmig ; oder er ist in entgegengesetzten Fällen mehr scheibenartig verflacht, bald ganz eben, bald in der Mitte gebuckelt und nimmt endlich bei den extremsten gestielten Hutpilzen durch weiteres Aufbiegen...
Page 130 - ... ganz glatt, bei den meisten jedoch mit sehr charakteristischen zahn-, wimper- oder fadenförmigen Fortsätzen besetzt, welche in Form , Farbe und Struktur bei denselben Arten die grösste Regelmässigkeit , bei den verschiedenen Gattungen und Familien dagegen grosse Mannigfaltigkeit zeigen (Fig. 37), daher für die Classification von Wichtigkeit sind. Sie werden in ihrer Gesammtheit als Mundbesatz (Peristomium) bezeichnet; kommen sie in zwei concentrischen Kreisen vor, so ist der Mundbesatz doppelt...
Page 130 - Ad), der durch Elasticität und Hygroscopicität seiner dicken Zellwände, hervorgerufen durch theilweise Quellung derselben , hauptsächlich das Abstossen des Deckels veranlasst, wobei er gleichzeitig als Ganzes oder stückweise sich mitablöst. In anderen Fällen wird das Abwerfen des Deckels durch eine ringförmige Zone dünnwandig bleibender Epidermiszellen bewirkt, die beim Austrocknen der reifen Frucht zerreissen. Der Mund, das heisst der nach dem Abfallen des Deckels freie Rand des die Sporen...
Page 130 - Zähne (dentes) des äusseren Peristoms sind nur selten in der Zahl 4, häufiger 8, 16, 32 oder 64 vorhanden. Sie sind meist gelb oder rothbraun gefärbt, selten Kurz oder breit) , naung lanzettförmig (Fig.
Page 130 - Mitte zerschlitzt und durchlöchert (Fig. 37 5), oder durch eine verschieden gestaltete Membran (Fig. 37 A) verbunden und erst oberwärts frei. Die Entwicklungsgeschichte des Sporogoniums zeigt, dass sie in der Regel aus partiell verdickten und kutikularisirten Stellen der Membranen gewisser unter dem Deckel gelegener Zellreihen des Kapselinneren hervorgehen, nach erfolgter Lösung der nicht verdickten Wandstellen also die Ueberreste dieser Zellenreihen bilden. Nur selten spaltet sich das gesammte...
Page 93 - ... hinstellen kann, zeigen andere (angiocarpe) an bestimmten Stellen der Fruchtkörper noch eigenthümliche Hutanhänge, die man mit allgemeinem Namen als Schleier (involucrum, velum) bezeichnet. Bei dem Fliegenpilze (Agaricus muscarius) hüllt eine solche Haut sackartig anfangs den ganzen jungen Fruchtkörper ein und sie wird daher als Velum universale oder Volva unterschieden. Durch die Ausbreitung des Hutes wird diese Hülle zerrissen; ein Theil bleibt in Form weisser, häutig-lederiger Warzen...
Page 218 - Nadeln, dunkel schwarzbraun, bläulich bereift, auf dem Scheitel mit drei strahlig zusammenstoßenden, abwärts aber meist nicht über ein Drittel des Umfanges verlaufenden , die Verwachsung aus den drei Fruchtschuppen andeutenden , meist scharfen, manchmal verwischten Furchen und zwischen diesen etwas unterhalb des Scheitels auf dem Rücken jeder Schuppe mit einem kurzen und stumpfen Spitzchen und einem in die Quere gezogenen stumpfen oder scharfen niedrigen Wulste versehen (LL'EKSSEX).
Page 279 - ... aus Cellulose, auch in den Fällen nicht, wo sie ungewöhnlich lange erhalten bleiben. Bei Orchis, Monotropa, Pyrola folgt sehr bald auf den Augenblick, wo der Pollenschlauch den Embryosackscheitel erreicht, die Verengung der Mikropyle. Diese schreitet, wie bei Marchantia, von ausseu nach innen fort, so dass die restirenden Inhaltsmassen des Pollenschlauches nach dem Embryosacke zu entleert werden. Bei Gymnadenia conopsea geht die Erscheinung weniger rasch von statten, als bei den obengenannten...

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