Die aüssere Form neuhochdeutscher Dichtkunst (Google eBook)

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A.G. Liebeskind, 1882 - German poetry - 246 pages
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Page 229 - Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Page 93 - So ist's mit aller Bildung auch beschaffen. Vergebens werden ungebundne Geister Nach der Vollendung reiner Höhe streben. Wer Großes will, muß sich zusammenraffen. In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.
Page 149 - Sondern die Welt soll vor dir stehn, Wie Albrecht Dürer sie hat gesehn: Ihr festes Leben und Männlichkeit, Ihre innre Kraft und Ständigkeit.
Page 12 - Was mit mir das Schicksal gewollt? Es wäre verwegen, Das zu fragen, denn meist will es mit Vielen nicht viel. Einen Dichter zu bilden, die Absicht war' ihm gelungen, Hätte die Sprache sich nicht unüberwindlich gezeigt.
Page 203 - Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all, Mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmet ein mit Schall. Und abends im Städtlein, da kehr' ich durstig ein: „Herr Wirt, Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Page 148 - Daß er sie gerne möcht von sich geben. Er hätt ein Auge treu und klug, Und wär auch liebevoll genug, Zu schauen manches klar und rein, Und wieder alles zu machen sein; Hätt...
Page 213 - Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht, Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht. Wie du auch strahlst in Diamantenpracht, Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.
Page 173 - Aber mit sanft überredender Bitte Führen die Frauen den Zepter der Sitte, Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht, Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen, Sich in der lieblichen Form zu umfassen, Und vereinen, was ewig sich flieht.
Page 198 - Wer fühlet, Wie wühlet Der Schmerz mir im Gebein? Was mein armes Herz hier banget, Was es zittert, was verlanget, Weißt nur du, nur du allein! Wohin ich immer gehe, Wie weh, wie weh, wie wehe Wird mir im Busen hier! Ich bin, ach, kaum alleine, Ich wein, ich wein, ich weine, Das Herz zerbricht in mir. Die Scherben vor meinem Fenster Betaut ich mit Tränen, ach!
Page 222 - Ich trage dich, Mutter, durch die Flut, Noch reicht sie nicht hoch, ich wate gut." „Auch uns bedenke, bedrängt wie wir sind, Die Hausgenossin, drei arme Kind' ! Die schwache Frau! . . . Du gehst davon!

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