Vorlesungen über die Geschichte der Poesie: gehalten zu Dresden und Berlin im Jahre 1837 (Google eBook)

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Cotta, 1839 - Poetry - 432 pages
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Page 359 - Ach damals, wie oft habe ich mich mit Fittichen eines Kranichs, der über mich hinflog, zu dem Ufer des ungemessenen Meeres gesehnt, aus dem schäumenden Becher des Unendlichen jene schwellende Lebenswonne zu trinken und nur einen Augenblick, in der eingeschränkten Kraft meines Busens, einen Tropfen der Seligkeit des Wesens zu fühlen, das alles in sich und durch sich hervorbringt.
Page 128 - Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?
Page 129 - Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat!
Page 359 - Natur eröffnete: wie faßte ich das alles in mein warmes Herz, fühlte mich in der überfließenden Fülle wie vergöttert, und die herrlichen Gestalten der unendlichen Welt bewegten sich allbelebend in meiner Seele.
Page 359 - Fülle wie vergöttert, und die herrlichen Gestalten der unendlichen Welt bewegten sich allbelebend in meiner Seele. Ungeheure Berge umgaben mich, Abgründe lagen vor mir, und Wetterbäche stürzten herunter, die Flüsse strömten unter mir, und Wald und Gebirg erklang...
Page 359 - Vom unzugänglichen Gebirge über die Einöde, die kein Fuß betrat, bis ans Ende des unbekannten Ozeans weht der Geist des Ewigschaffenden und freut sich jedes Staubes, der ihn vernimmt und lebt.
Page 352 - Waren unsre Wesen schon verflochten? War es darum, daß die Herzen pochten? Waren wir im Strahl erloschner Sonnen, In den Tagen lang verrauschter Wonnen, Schon in Eins zerronnen? Ja, wir waren's! — Innig mir verbunden Warst du in Äonen, die verschwunden; Meine Muse sah es auf der trüben Tafel der Vergangenheit geschrieben: Eins mit deinem Lieben! Und in innig festverbundnem Wesen, Also Hab...
Page 393 - Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen Und das Erhabne in den Staub zu ziehn; Doch fürchte nicht!
Page 374 - Halt dich standhaft, mein Herz! - brich nicht, berührt von dem sengenden Strahl, der die Brust durchdrang. - Frisch auf, mein wackrer Geist! - rege und hebe dich empor in dem Element, das dich gebar, das deine Heimat ist!
Page 77 - In einem Hause, wo Viele waren, bleibt später nur Einer; und wo nur Einer war, und darauf Viele, da ist am Ende auch nicht Einer. So, die Nacht und den Tag wie zwei Würfel werfend, spielt. Käla mit der Kali auf dem Schachbrctte der Erde mit Menschenfiguren.

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