Meklenburgische Jahrbücher, Volume 5 (Google eBook)

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Popular passages

Page 81 - ... midden in den weg ! midden in den weg' ! ruft eine stimme, allein er achtet ihrer nicht. Plötzlich stürzt aus den wolken nahe vor ihm hin ein langer mann auf einem schimmel. 'hast kräfte'? spricht er, 'wir wollen uns beide versuchen, hier die kette, fafse sie an, wer kann am stärksten ziehen'?
Page 118 - Der Herr segne uns und behüte uns! Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns seinen Frieden! Amen.
Page 96 - Seelen zum Gotteshause zogen, wanderte er hinaus aufs Feld, um die Saat zu besehen und die Ernte zu berechnen. Da fährt auf der Landstraße daher ein Mann mit schwarzen, hochbäumenden Rossen. Neben ihm hält er an und steigt ab. Ein rother Mantel hing ihm weit über die Füße weg, und dreieckig war sein Hut. Habt ihr Korn zum Verkauf? fragte er den Pächter; ich gebe euch doppelte Preise.
Page 81 - Hunde bellten, die Wagen rollten, die Rosse wieherten dort oben, die Eiche krachte an den Wurzeln und schien sich zu drehen. Dem Bauer bangte, aber die Eiche stand. „Hast brav gezogen", sprach der Jäger, „mein wurden schon viele Männer, du bist der erste, der mir widerstand!
Page 81 - Blut sollst du haben und ein Hinterteil dazu!" — „Herr," sagt der Bauer, „dein Knecht hat nicht Eimer noch Topf.
Page 81 - IVod boshaft, selten mildthätig. nur wer mitten im wege bleibt, dem thut der rauhe Jäger nichts, darum ruft er auch den reisenden zu: 'midden in den weg!
Page 81 - Ein bauer kam einst trunken in der nacht von der stadt, sein weg führt ihn durch einen wald, da hört er die wilde jagd und das getümmel der hunde und den zuruf des jägers in hoher luft. 'midden in den weg ! midden in den weg' ! ruft eine stimme, allein er achtet ihrer nicht.
Page 96 - Der Fremde aber setzt sich zum Mahle und neckt ungebührlich die aufwartende schüchterne Magd und reißt ihr die Schürze ab. Da fällt aus seiner Hand ein Messer nieder. Das Mädchen bückt sich, um es aufzunehmen, allein was sieht sie? Die Füße des Fremdlings, einen Pferde- und einen Hühnerfuß! Erschrocken eilt sie hinaus zur Hausfrau; diese erzählt es dem Manne. In der Eile wird der Geistliche des Dorfes geholt. Er kommt im ganzen Summarium, die Bibel unter dem Arme. »Menschenkind," ruft...
Page 97 - Du erbarmst Dich nicht der Menschenkinder!" " spricht der Geistliche. „ «Hier diese Bibel soll Dich züchtigen und dieser Arm!" " «Weh mir, weh mir!" erwiederte jener, «erbarme Dich!" « «Du kommst nicht anders aus dieser Stube," " spricht der Geistliche, « «als durch diese Thür und bei dieser Bibel vorbei." " «Weh, weh!« jammerte der Fremde. Da entsteht draußen ein Tosen, wie wenn der Sturm sich erhebt. Ein blauer Nebel sammelt sich über dem Hause. Den Leuten ward bange, und sie baten...
Page 95 - Das geht dich nichts an, antwortete der Knecht, und klopfte ans Fenster. Die Hausmutter öffnete, und beide traten in die Stube und sehten sich hinter den Tisch. Es ward Licht angezündet. Mutter, sprach der Knecht, diesem Fremden ist nicht wohl; wir wollen den Prediger rufen, daß er ihn tröste aus Gottes Wort.

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