Archiv für Litteraturgeschichte, Volume 2 (Google eBook)

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Richard Gosche, Franz Schnorr von Carolsfeld
B.G. Teubner., 1872 - German literature
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Originally devoted to the history of literature in general. Beginning with v. 3 the history of German literature is the principal subject treated.
  

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Page 251 - Klein, aber nett von Gestalt, ein allerliebstes Köpfchen, dessen zierlicher Form niedliche, etwas abgestumpfte Züge vollkommen entsprachen; blaue Augen, blonde Haare, kurz ein Personellen, wie mir unter nordischen Jünglingen von Zeit zu Zeit eins begegnet ist...
Page 177 - Und woher weißt du, daß ich ihn nicht wirklich Zum besten habe? Daß ich nicht euch alle Zum besten habe? Kennst du mich so gut? Ich wüßte nicht, daß ich mein Innerstes Dir aufgetan — Der Kaiser, es ist wahr, Hat übel mich behandelt! — Wenn ich wollte, Ich könnt ihm recht viel Böses dafür tun. Es macht mir Freude, meine Macht zu kennen; Ob ich sie wirklich brauchen werde, davon, denk ich, Weißt du nicht mehr zu sagen als ein andrer.
Page 93 - Auch nach den Mustern der Alten die Sache zu entscheiden, ist Shakespeare ein weit größerer tragischer Dichter als Corneille ; obgleich dieser die Alten sehr wohl, und jener fast gar nicht gekannt hat.
Page 458 - Ich bin weder Schauspieler noch Dichter. Man erweiset mir zwar manchmal die Ehre, mich für den letzteren zu erkennen. Aber nur, weil man mich verkennt. Aus einigen dramatischen Versuchen, die ich gewagt habe, sollte man nicht so freigebig folgern. Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler.
Page 456 - Wette ?Doch nein; ich wollte nicht gern, daß man diese Äußerung für Prahlerei nehmen könne. Man merke also wohl, was ich hinzusetze: Ich werde es zuverlässig besser machen, - und doch lange kein Corneille sein, - und doch lange noch kein Meisterstück gemacht haben. Ich werde es zuverlässig besser machen; - und mir doch wenig darauf einbilden dürfen. Ich werde nichts getan haben, als was jeder tun kann - der so fest an den Aristoteles glaubet wie ich.
Page 412 - Die Erfüllung Der Zeiten ist gekommen, Bürgermeister. Die Hohen werden fallen, und die Niedrigen Erheben sich - Behaltets aber bei Euch! Die spanische Doppelherrschaft neiget sich Zu ihrem Ende, eine neue Ordnung Der Dinge führt sich ein - Ihr saht doch jüngst Am Himmel die drei Monde?
Page 458 - Ich würde so arm, so kalt, so kurzsichtig sein, wenn ich nicht einigermaßen gelernt hätte, fremde Schätze bescheiden zu borgen, an fremdem Feuer mich zu wärmen und durch die Gläser der Kunst mein Auge zu stärken.
Page 92 - Denn ein Genie kann nur von einem Genie entzündet werden, und am leichtesten von so einem, das alles bloß der Natur zu danken zu haben scheinet und durch die mühsamen Vollkommenheiten der Kunst nicht abschrecket.
Page 92 - Er hätte aus unsern alten dramatischen Stücken, welche er vertrieb, hinlänglich abmerken können, daß wir mehr in den Geschmack der Engländer als der Franzosen einschlagen; daß wir in unsern Trauerspielen mehr sehen und denken wollen, als uns das furchtsame französische Trauerspiel zu sehen und zu denken gibt; daß das Große, das Schreckliche, das Melancholische besser auf uns wirkt als das Artige, das Zärtliche, das Verliebte; daß uns die zu große Einfalt mehr ermüde als die zu große...
Page 89 - Vorausgesetzt, daß man eines an ihm begehen kann. Aber was man von dem Homer gesagt hat, es lasse sich dem Herkules eher seine Keule, als ihm ein Vers abringen, das läßt sich vollkommen auch vom Shakespeare sagen.

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14-c ANONYM: Ueber deuts ändische Poesien dieser Zeit-- In ...
Friedrich-Rückert-Literaturen. Friedrich-Rückert-Literaturen. 1813 bis 2007. Unter besonderer Berücksichtigung der Bestände des. Stadtarchivs zu Schweinfurt ...
www.rueckert-gesellschaft.de/ down/ biblio.doc

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