Medicin und religion in ihren gegenseitigen beziehungen: geschichtliche untersuchungen (Google eBook)

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J.U. Kern (M. Müller), 1902 - Medicine - 68 pages
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Page 33 - Ist Jemand krank, der rufe zu sich die Aeltesten der Gemeinde und lasse sie über sich beten und salben mit Oel in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten; und so er hat Sünden begangen, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne Einer dem Ändern seine Sünden, und betet für einander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Page 47 - Charpie, gieb milde und zuheilende Arzneien und spende Trostworte als mildernde Umschläge. Wenn aber die Wunde tief und hohl ist, so pflege sie mit Pflastern, damit sie sich wieder fülle und dem Gesunden gleich wieder ausheile. Wenn sie aber eitert, dann reinige sie mit Streupulver, dh mit einer Strafrede; wenn sie sich aber durch wildes Fleisch...
Page 34 - Schweißtüchlein und Koller über die Kranken hielten, und die Seuchen von ihnen wichen, und die bösen Geister von ihnen ausfuhren.
Page 47 - Berathung mit anderen erfahrenen Ärzten das faule Glied ab, damit nicht der ganze Leib der Kirche verdorben werde. Nicht voreilig also sei zum Schneiden bereit und nicht so rasch stürze dich auf die vielgezähnte Säge...
Page 32 - ... heissen, ihren Glauben aus Parabeln geschöpft haben. Ihr Verhalten aber entspricht bisweilen dem wahrer Philosophen; denn sie verachten, wie wir sehen, den Tod und sie verwerfen in heiliger Scheu jeglichen Geschlechtsverkehr. Es giebt nämlich unter ihnen sowohl Frauen als Männer, die während ihres ganzen Lebens sich der Ehe enthalten; ja es finden sich unter ihnen auch solche, die es in der Selbstbeherrschung und dem geistigen Streben so weit gebracht haben, dass sie den wahrhaften Philosophen...
Page 22 - Die wahre Frömmigkeit besteht nicht in Opfern von Hekatomben und kostbaren Specereien, sondern in der Erkenntniss und dem Lobe der Weisheit, Allmacht und Güte Gottes"?
Page 23 - Herophilus ille, medicus aut lanius, qui sexcentos exsecuit, ut naturam scrutaretur, qui hominem odiit, ut nosset, nescio an omnia interna eius liquido explorarit, ipsa morte mutante, quae vixerant, et morte non simplici, sed ipsa inter artificia exsectionis errante.
Page 32 - Christen gefallt hat, und es wird in der Kirchengeschichte stets in Ehren gehalten werden, dass es ein Arzt gewesen, der den bösen Verleumdungen der Christen zuerst in der Literatur entgegengetreten ist. Galen schreibt1): „Die meisten Menschen sind ausser Stande, eine geordnete Beweisführung zu erfassen; daher ist es nothwendig, sie mit Hülfe von Parabeln (Erzählungen von Belohnungen und Strafen in einem zukünftigen Leben) zu unterrichten. So sehen wir, wie in unseren Tagen jene Leute, welche...
Page 46 - Heile auch du, o Bischof, wie ein mitleidiger Arzt alle Sünder, indem du heilsame, zur Bettung dienliche Mittel anwendest. Beschränke dich nicht auf Schneiden und Brennen und auf die Anwendung austrocknender Streupulver, sondern gebrauche auch Verbandszeug und Charpie, gieb milde und zuheilende Arzneien und spende Trostesworte als mildernde Umschläge.
Page 44 - Schweiß" gebracht. In französische Kleider steckt dann man den Leib — „Französische Pocken" bei Mann und bei Weib. Die neue Tracht ihre Seuche stets findet, So ist es als zeitliche Strafe verkündet. (1568. 4. S. 23.) Man sollte glauben, daß leicht faßliche und zuverlässige Erklärungen wie diese hätten ausreichend sein müssen, um den Wechsel der Mode und damit auch den Zug der wechselnden Krankheiten...

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