Migration in modernen Gesellschaften: soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht

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Juventa-Verlag, 1999 - Alien labor - 272 pages
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Mit Migration ist diejenige Bewegung von Menschen gemeint, die mit einer Verlagerung des Lebensmittelpunktes einhergeht. Am Ende des 20. Jahrhunderts leben nach Schätzungen weltweit über 100 Millionen Menschen nicht dort, wo sie geboren sind. Das Spektrum der Migrations-Anlässe reicht vom individualistischen Veränderungsdrang ("Abenteuerlust") bis zur kriegsbedingten Vertreibung. Wanderung kann freiwillig oder unter Zwang, vorübergehend oder dauerhaft erfolgen, wobei die Übergänge zwischen diesen Formen fließend sind. Migration ist ein Prozeß mit einer starken Eigendynamik und einer Sogwirkung auf andere potentielle Migrantinnen und Migranten. Anhand exemplarischer Wanderungsereignisse werden im vorliegenden Band die individuellen und gesellschaftlichen Folgen der Migration untersucht. Die Autorin analysiert die Konzepte der Assimilation, des Fremdseins, der Eingliederung bzw. der ethnischen Identifikation für die unterschiedlichen Gruppen der Zugewanderten. Besonderes Gewicht wird auf den gesellschaftlichen Umgang mit den Migrantinnen und Migranten gelegt. Dabei geht es um eine spezifische Form der Gruppenbeziehungen in modernen Gesellschaften zwischen Einheimischen, länger Ansässigen und Neuankömmlingen. Für Konflikte sind nicht so sehr ethnische, "rassische" oder kulturelle Unterschiede ausschlaggebend, sondern wichtiger sind der sozioökonomische Status, der den Zugewanderten zugewiesen wird, und das Machtpotential, über das die Einheimischen als Etablierte verfügen.

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