Kleine Schriften, Volume 1 (Google eBook)

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S. Hirzel, 1885 - Philosophy, German
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Page 387 - In Lebensfluten, im Tatensturm Wall' ich auf und ab, Webe hin und her! Geburt und Grab, Ein ewiges Meer, Ein wechselnd Weben, Ein glühend Leben, So schaff' ich am sausenden Webstuhl der Zeit Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.
Page 255 - Man kann sich niemals eine Vorstellung davon machen, dass kein Raum sei, ob man sich gleich ganz wohl denken kann, dass keine Gegenstände darin angetroffen werden.
Page 300 - Auge vorschwebend, die Ausdeutung unendlicher räumlicher Gestalten vorausbestimmen, und er wird sich fruchtlos besinnen, wie so einfache Züge der Zeichnung so innerliche Gefühle in ihm anregen konnten.
Page 300 - Die räumlichen Verhältnisse der Baukunst, ihre strebenden Pfeiler und die breitgelagerten Lasten über ihnen würden uns nur halb verständlich sein, wenn wir nicht selbst eine bewegende Kraft...
Page 154 - Inhärirendes sind, sondern dass die Dinge solche Kräfte zuweilen erlangen, in dem Momente nämlich , wo aus dem Zusammenkommen ihrer Eigenschaften mit denen anderer in irgend einer Beziehung eine Folge hervorgeht. Die Dinge wirken nicht, weil sie Kräfte haben, sondern sie haben dann scheinbare Kräfte, wenn sie etwas bewirken.
Page 204 - Der lebende Körper als Mechanismus betrachtet, unterscheidet sich von allen anderen Mechanismen dadurch, daß in ihm ein Prinzip immanenter Störungen aufgenommen ist, die durchaus keinem mathematischen Gesetz ihrer Stärke und Wiederkehr folgen.
Page 300 - Anschaubare redend geworden, und was er selbst äußerlich kundzugeben genöthigt war, wird er unter jeder ähnlichen, fremdher dargebotenen Erscheinung wieder vermuthen. Man darf glauben, dass auf solchen Erfahrungen am meisten unsere Beurtheilung schöner, räumlicher Umrisse beruht Wenn es immer vergeblich gewesen ist, für die Schönheit eines solchen Umrisses eine wissenschaftlich berechenbare Bedingung zu finden, so rührt es daher, weil er nicht durch sich selbst, sondern durch Erinnerungen...
Page 196 - Der Zusammenhang der Bewirkung zwischen Leib und Seele ist daher seiner allgemeinen Möglichkeit nach nicht im allergeringsten dunkler, aber gerade ebenso dunkel wie der Hergang der Causalität in allen andern Beispielen derselben."*) 187.
Page 128 - Einem von beyden. ,,Aber so geschieht ja gar Nichts! Alles bleibt ja wie es ist! Wie kann denn da etwas geschehen, wo das Reale lediglich sich selbst gleich bleibt?
Page 275 - Das spekulative Denken besteht nur darin, daß das Denken den Widerspruch und in ihm sich selbst festhält, nicht aber daß es sich, wie es dem Vorstellen geht, von ihm beherrschen und durch ihn sich seine Bestimmungen nur in andere oder in Nichts auflösen läßt.

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