Bindungsverhalten und Handlungsorientierung psychosomatisch erkrankter Kindern (Pilotstudie)

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GRIN Verlag, 2013 - 136 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 2, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Psychologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erkrankungen Neurodermitis, Adipositas und Asthma Bronchiale werden von vielen Menschen als typische Zivilisationskrankheiten bezeichnet. Diese Meinungen sind haufig von Argumenten, wie: "Fruher gab es diese Krankheiten nicht " oder der Behauptung: "Die Kinder wachsen viel zu behutet auf ," begleitet. Aber zeitgleich wird von unserer Gesellschaft und den Eltern sehr viel Aufwand betrieben, Kinder vor Krankheiten aller Art zu schutzen. Extreme Sauberkeit in der Umgebung der Kinder, streng reglementierte Essenszeiten oder das Verbot, mit dem kranken Nachbarskind zu spielen, sind nur einige Beispiele fur solche Schutzmassnahmen. Die derart besorgten Eltern konnen damit aber auch genau das Gegenteil erreichen, denn viele Krankheitsbilder werden nicht nur durch unsere genetische Veranlagung oder eine Ansteckung, sondern auch durch verschiedene soziale Komponenten gefordert. "Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen daraus ist, dass, welchen Einfluss auch immer genetische Unterschiede auf die Personlichkeitsentwicklung und Psychopathologie haben mogen, doch Umweltfaktoren...zweifelsfrei einen bedeutsamen Einfluss ausuben." (Bowlby,1997, S.19) Kinder lernen durch Erfahrungen, verschiedene Situationen und die von ihnen ausgehende Gefahr einzuschatzen. Dadurch wird die Fahigkeit zur Bewaltigung externer und interner Anforderungen mitgepragt. Nach Bowlbys Theorie stellt das Verhalten der Eltern einen solchen Umweltfaktor dar. Die fehlende oder falsche Reaktion der Bezugsperson bewirkt Stress, der manchmal bis zu traumatischen Erfahrungen fuhren kann (Bowlby, 1997). Die mit diesem Stress verbundenen physio- und psychologischen Prozesse konnen dann als Ausloser fur eine uberzogene Immunreaktion dienen, die auch passive Bewaltigung (Birbaumer, Schmidt, 2003) genannt
  

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Contents

Einleitung
5
Methodik
47
Ergebnissteil
67
Diskussion und Zusammenfassung
78
Literaturverzeichnis
84
Anhang
93
Copyright

Common terms and phrases

Abbildung 3.6 adipösen Adipositas Affekt Ainsworth Aktivierung Allergene Antigen Arbeitsmodell Asthma Bronchiale atopischen Ausführungshemmung Avoidant Belastung bereits Bewältigungsstrategien Bezugsperson Bilder Bindung Bindungsstil Bindungstheorie Bindungsverhalten Birbaumer Bowlby Bronchiale in Mischform Bronchiale und Neurodermitis Bullinger Coping Cortisol Differenz Konfidenzintervall Differenz seitig Effektstärke Eltern Emotionen Entwicklung Ergebnisse Erkrankungen Essstörung Extensionsgedächtnis Faktoren fehler der Differenz Fragebogen gebundenen Kinder gefunden Gesamtstichprobe HAKEMP für Grundschüler Handlung Handlungsorientierung Histamin HOM und HOP Hrsg Hypothese Immunglobulin Immunsystem Intention Interview Julius Kuhl Jungen KINDL kommt Komponenten Konfidenzintervall Konfidenzintervall der 99 konnte Kontrollgruppe Körper Korrelation kranken Kinder Krankheiten Kuhl Lageorientierung Lebensqualität Lebensqualität bei Adipositas Lebensqualität bei Neurodermitis Mastzellen Medizin Mittelwerte Mittelwertgleichheit Mittelwertvergleichs der Lebensqualität Mittlere Differenz Standard Modulationsannahme möglich Mutter Neurodermitis Objekterkennung Personen positiven Affekts PSI-Theorie psychische psychologischen Psychosomatik Reaktion Reliant Selbstrepräsentation Situation Skalen Attachment sozialen Spangler stark Stichprobe Störungen Stress Studie subjektive T-Test Tabelle Teilstichproben Teststärke n ß Trennungssituation Untersuchung Untersuchungsgruppe Varianz Varianz gleich Verhalten Verlag Vermutung verschiedenen zeigten Zusammenhang

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Page 42 - ... die Folge einer den individuellen Energiebedarf chronisch überschreitenden Energieaufnahme. Eine über längere Zeit positive Energiebilanz führt zu einer Zunahme der Energiereserven des Körpers in Form von Fett. Geht diese Fettansammlung über das normale Maß erheblich hinaus, wird dieser Zustand als Adipositas oder Fettsucht bezeichnet.
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