Goethe und Dresden (Google eBook)

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G. Hempel, 1875 - Dresden (Germany) - 172 pages
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Popular passages

Page 108 - Sie kennt den größten Teil vom vornehmen, reichen, schönen, verständigen Europa, theils durch sich theils durch andre, das Leben, Treiben, Verhältniß so vieler Menschen ist ihr gegenwärtig im höchsten Sinne des Worts, es kleidet sie alles was sie sich von iedem zueignet und was sie iedem giebt thut ihm wohl.
Page 76 - Konzeption. Einzelnes rührt aus den ersten Zeiten her, in denen ich an den Faust ging, andres entstand zu den verschiedensten Zeiten meines Lebens. Als ich daran ging, alles in einen Guß zu bringen, wußte ich lange nicht, was ich damit machen sollte. Endlich fiel mir's wie Schuppen von den Augen; ich wußte: nur so kann es sein und nicht anders.
Page 107 - Packetgen aus, sie lebt nur unter den Menschen hin, und daraus entsteht eben die schöne Melodie die sie spielt daß sie nicht ieden Ton sondern nur die auserwählten berührt.
Page 18 - Sie haben durch Schillern erfahren, daß wir uns jetzt im Balladenwesen und Unwesen herumtreiben. Die seinigen sind ihm, wie Sie schon wissen, sehr geglückt; ich wünsche, daß die meinigen 2° einigermaßen darneben stehen dürfen: er ist zu dieser Dichtart in jedem Sinne mehr berufen als ich.
Page 49 - Übel zu begegnen haben die vorsehenden Gottheiten solche Wesen geschaffen, welche durch eine glückliche Vermittlung dasjenige was sich ihnen nähert zu vereinigen, Mißverständnisse aufzuheben, und einen friedlichen Zustand in der Gesellschaft herzustellen wissen. Sagte ich nun: Sie verehrte, Freundin, gehören zu diesen; so würde ich viel zu wenig sagen. Denn auf meinem Lebenswege ist mir niemand begegnet, dem jene Gabe mehr wäre verliehen worden als Ihnen, oder der einen so anhaltenden, so...
Page 107 - Dieses kleine Wesen hat mich erleuchtet. Diese hat Welt oder vielmehr, sie hat die Welt, sie weiß die Welt zu behandeln (la manier).
Page 69 - Mit den Dresdnern habe ich gleich gebrochen. Denn ob ich gleich Adam Müller sehr schätze und von Kleist kein gemeines Talent ist, so merkte ich doch nur allzu geschwind, daß ihr Phöbus in eine Art von Phebus übergehen würde; und es ist ein probates Sprichwort, das man nur nicht oft genug vor Augen hat: der erste Undank ist besser als der letzte.
Page 13 - Erster Entwurf einer allgemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie, ausgehend von der Osteologie, Jena im Januar 1795, IV: Anwendung der allgemeinen Darstellung des Typus auf das Besondere, in: JW v.
Page 107 - In ihr ist eine Richtigkeit der Beurtheilung, ein unzerstörliches Leben und eine Güte die mir täglich neue Bewundrung und Freude machen. Sie ist dem Herzog sehr nützlich, und würde es noch mehr seyn wenn die Knoten in dem Strange seines Wesens nicht eine ruhige gleiche Aufwicklung des Fadens so sehr hinderten.
Page 108 - der Herzog ist vergnügt, doch macht ihn die Liebe nicht glücklich; sein armer Schatz ist gar zu übel daran: an den leidigsten Narren geschmiedet, krank und für das Leben verloren.

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