Die Andere (Google eBook)

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S. Fischer, 1906 - 139 pages
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Page 142 - Buddenbrooks ein erlebtes und tief empfundenes Weltgefühl mit einer bewußten Kunst innig verbunden hat, deshalb bleibt dieser Roman ein unzerstörbares Buch. Er wird wachsen mit der Zeit und noch von vielen Generationen gelesen werden: eines jener Kunstwerke, die wirklich über den Tag und das Zeitalter erhaben sind, die nicht im Sturm mit sich fortreißen, aber mit sanfter Überredung allmälig und unwiderstehlich überwältigen.
Page 144 - Stil. Von einem Knaben wird erzählt, der sterben muß. Der Tag zermalmt ihn. Wir sehen ihn erwachsen wie eine zu schwere Frucht, die nicht reifen kann. Die höchste Gnade wird ihm: reines Künstlertum. Aber er ist ein Schulbub und soll die Mathematik erlernen. Die Eltern sind neben ihm, ohne ihm nahe zu kommen. Und die Lehrer sind über ihm und haben Macht ohne Einsicht. So geht er hin und tötet sich. Die ganze Herbigkeit des Frühlings, des gefährlichen Frühlings, ist in dem Buche.
Page 16 - Armut und Reichtum. Der, was er hat, nicht hat und alles schätzet gleich, Der ist im Reichtum arm, in Armut ist er reich.
Page 141 - Auch läse, vor allem jene, die der Geist der Erde treibt und die nicht wissen, wohin. Es führt mit fröhlicher Ironie, mit heiligen Predigten und männlichen Gedanken unmerklich in die Eintracht mit der Natur, der innern wie der äußern. Und seine menfch...
Page 142 - Tristan": Es liegt eminent viel Kultur in diesen Novellen. Nur ein hervorragender Künstler kann so innerliche, so tiefsinnige Probleme mit solcher Virtuosität behandeln. Hält man den Tristan-Band mit den „Buddenbrooks" zusammen, so hat man eine Verheißung für die Zukunft, deren sich unser Volk wohl freuen kann.
Page 70 - Faden reißt, an dem es hängt, ich kann nicht mehr, ich weiß nicht mehr, nichts, weg, leer, ich sehe mich um und kenn das Zimmer nicht mehr, dich nicht, nichts . . . und in mir nur das: nimm dich um Gottes willen jetzt zusammen, nimm dich zusammen, sonst bleibt es aus und kommt nicht mehr zurück! Heinrich. Du warst wie — Lida. Ich bin wirklich, stark betonend wirklich — abwesend. Man kann es gar nicht anders sagen. Mit einer kurzen Handbewegung in
Page 101 - Ich hab Euch damals gelehrt: Reform! Zur Rettung unserer Kultur! Sonst kommen die Barbaren wieder, wie der alte Rodbertus gesagt hat. Ja. Wie aber, wenn erst die Barbaren wiederkommen müssen? Wenn es eben diese Kultur ist, vielleicht, an der wir krank sind? Kultur, Sitte, Gesetz - alles, worauf man uns so stolz macht! . . . Und wir wären nicht vor den Barbaren zu retten, sondern durch sie!
Page 102 - Und wir wären nicht vor den Barbaren zu retten, sondern durch sie! Denn dies alles, was jetzt ist, hat mit unserem wahren Leben nichts zu tun, wir aber wollen endlich nun dieses aus uns holen, ties heraus. Sieht Heidern lange groß an; dann, indem er den Kops senkt, leise. Ich Weiß nicht. Läßt Heldern
Page 16 - Das ist ja doch alles nicht von ihm. Was wahr ist, ist von Keinem, weil's in Jedem ist. Jeder kann es haben. Es schreibt's nur nicht jeder aus was auch eigent» lich ein Unsinn ist: denn hast du's, brauchst du's nicht, geholsen?
Page 20 - Bedars — und diese neue Person von einem Hund, die glaubt jetzt: sie will etwas, während es doch immer nur der Herr ist, der in ihr will.

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Die Andere. Frankfurt am Main: S. Fischer. Freud, Sigmund. (1905). Three essays on the theory of sexuality. SE, 7: 125-245. ——. (1921). ...
www.answers.com/ topic/ otherness

Publications
Die andere Bibel - Gottes verbotene Worte (Frankfurt 2004). Hermann Bahr - Für eine andere Moderne, ed. gem. mit Jeanne Benay, (Bern 2004) ...
homepage.univie.ac.at/ alfred.pfabigan/ publicat.htm

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