Charlotte von Stein: Goethe's freundin. Ein lebensbild, mit benutzung der familienpapiere entworfen von Heinrich Düntzer ... (Google eBook)

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J.G. Cotta, 1874
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Page 336 - Wie sehr ich Dich liebe, wie sehr ich meine Pflicht gegen Dich und Fritzen kenne, hab ich durch meine Rückkunft aus Italien bewiesen. Nach des Herzogs Willen wäre ich noch dort...
Page 26 - Es wäre ein herrliches Schauspiel zu sehen, wie die Welt sich in dieser Seele spiegelt. Sie sieht die Welt wie sie ist, und doch durchs Medium der Liebe.
Page 67 - Die Welt wird mir wieder lieb", schreibt sie, „ich hatte mich so los von ihr gemacht, wieder lieb durch Sie. Mein Herz macht mir Vorwürfe; ich fühle, daß ich Ihnen und mir Qualen zubereite. Vor einem halben Jahre war ich so bereit zu sterben, und ich bin's nicht mehr.
Page 78 - Und ich geh meinen alten Gang Meine liebe Wiese lang. Tauche mich in die Sonne früh, Bad ab im Monde des Tages Müh, Leb...
Page 54 - Ihre Gegenwart würde mich traurig machen. Wenn ich mit Ihnen nicht leben soll, so hilft mir Ihre Liebe so wenig als die Liebe meiner Abwesenden, an der ich so reich bin. Die Gegenwart im Augenblicke des Bedürfnisses entscheidet alles, lindert alles, kräftiget alles.
Page 305 - Leider warst du, als ich ankam, in einer sonderbaren Stimmung und ich gestehe aufrichtig : daß die Art wie du mich empfingst, wie mich andre nahmen, für mich äußerst empfindlich war.
Page 276 - Wie lesbar mir das Buch der Natur wird kann ich dir nicht ausdrücken, mein langes Buchstabiren hat mir geholfen, ietzt ruckts auf einmal, und meine stille Freude ist unaussprechlich. So viel neues ich finde, find ich doch nichts unerwartetes es passt alles und schliest sich an, weil ich kein System habe und nichts will als die Wahrheit um ihrer selbst willen.
Page 339 - Kombinationen alles bei uns inkonsistent und folgenlos ist und wird, wenn man fast keinen Menschen nennen kann, der in seinem Zustande behaglich wäre, so gehört schon Kraft dazu, sich aufrecht, in einer gewissen Munterkeit und Tätigkeit zu erhalten, und nicht einen Plan zu machen, der einen nach und nach loslösen könnte; wenn nun aber gar ein übles Verhältnis zu den Nächsten entsteht, so weiß man nicht mehr, wohin man soll.
Page 108 - Es ist mir fast unangenehm dass eine Zeit war wo Sie mich nicht kannten, und nicht liebten. Wenn ich wieder auf die Erde komme will ich die Götter bitten dass ich nur einmal liebe, und wenn Sie nicht so feind dieser Welt wären, wollt ich um Sie bitten zu dieser lieben Gefährtinn.
Page 60 - Es bleibt ewig wahr: Sich zu beschränken, Einen Gegenstand, wenige Gegenstände, recht bedürfen, so auch recht lieben, an ihnen hängen, sie auf alle Seiten wenden, mit ihnen vereinigt werden das macht den Dichter den Künstler — den Menschen — Addio, ich will mich an den Felsenwänden und Fichten umsehen.

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