Ich will sie hier der Vollständigkeit wegen kurz b> schreiben.

Dienerst« oder große Herzvene (Vena Mg8N3 Oor6iz(,gleni, oder die eigentliche Vena coronaria ^or6ia) empfangt ihre Ursprungsaste aus der Oberfläche der Aortenkammer, und nimmt noch andere Aeste auf, so, daßdrey, vier oder fünf un« ter einander verbundene, größere Aeste entstehen. Diese verbinden sich in einen großen Stamm, wel« cher zwischen der Aortenkammer, und dem Ohr der Lungenvenenkammer von hinten nach vorn geht, und sich in der Hohlvenenkammer öffnet. An ihrer Oeffnung ist die oben beschriebene Valuula liebeln.

Die mittlere Blutvene des Herzens anasta

mosirt an der Einkerbung der Spitze des Herzens mit der vorigen, geht in der Furche von der Scheidewand der beyden Arterienkammern an der untern Flache des Herzens, nimmt auf diesem Wege mehrere Aeste auf, und senkt sichln die Oeffnung der großen Herzvene.

Die kleinsten Herzvenen bringen ihr Blut sowohl in andere Kammern des Herzens, als auch vorzüglich in die Hohlvenenkammer.

Es sind viele lymphatische Venen des Herzens. Sie lausen in Begleitung der Blutgefaße zu den lymphatischen Drüsen, welche am Bogen der Aorce und bey der iungenjlhlagader liegen.

.,''.'' . ', '§.»5.

-^ V §'''25.'

Die Nerven des Herzens werden Nervt

CKr6iuci genannt. Nach genauern Untersuchungen verlieren sie sich in der größern Menge mit und in den Gefäßen, als in den Muscelfasern desselben» Sie kommen thcils aus dem so genannten achten Paare der Gehirnnerven, dem Nervo vazo und (3Io5lopKarvnzeo, theils aus dem Nervo IntercoitM oder 8MpatKico ma^no, und zwar vorzüglich aus dessen (3anKlii8 0ervicalibu5.

11. Kurze physiologische Abhandlung.

Von der Bewegung des Herzens und dem Krepßlaufe des Bluts durch dasselbe.

§. 26.

Alle Theile des Herzens im weltlauftigen Ver« stande sind entweder in Ruhe — wie nach dem To< de — oder in einer steten abwechselnden Bewegung — wie im Zustande des lebens.

Zur Zeit der Ruhe fügen sich die Muscelfasern und die Gefäße und Nerven desselben, nach den Ge« setzen der in ihnen zurückbleibenden Elasticität, und sind entweder noch reizbar — (Ruhe mit verbor« gener Thatigkeit der lebendigen Kräfte oder scheinbare Ruhe), oder ganz unreizbar (wirk« «che Ruhe).

Die stete abwechselnde Bewegung der Theile des Herzens besteht in ihrer Erweiterung

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(Oi«Nole) und in ihrer ZusamMenzi(hunF(8/

Während der Erweiterung ist die Oberflache der Theile des Herzens eben, stach, lang und weich. Die Muscelfasern, Gefaße und Nerven sind hier, in Rücksicht auf ihre lebendigen Kräfte, in den Au« genblicken der Erweiterung nicht gereiht und folglich erschlafft. So strömt in diesem Zustande das Blut in die Höhlen dieser Theile.

Bey der Zusammenziehung der Thelle.des Herzens sind diese ungleich, runder, verkürzt und hart. Von dem warmen und ausdehnenden Blute gereizt befinden sie sich in großer Reaction. Durch diese wird das Blut in die erschlaffte Nebenhöhle ge, trieben.

§. 2?. Diese Bewegungen folgen auf einander.

Die Erweiterung geschieht zwar eben so, wie die Zu« sammenziehung in gewissen Theilen zu gleicher Zeit; aber erst muß das Blut, während der Erweiterung, einströmen, und dann erfolgt die Zusammenziehung und der Forttrieb desselben. Wenn sich die Hohlve. nen und iungenvenen in der Erweiterung befinden, und die Anfüllung des Bluts erlauben; sind die Kammern derselben in der Zusammenziehung, und pressen das vorher von jener erhaltene Blut in die Arterienkammern. Während der Zusammmziehung der Venenkammern sind dl« Arterienkammern in ihrer Erweiterung. Geschieht diese, st ,' sind

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sind die Lungenarterie und Aorte in ihrer Zusammenziehung. So wechselt Erweiterung und Zu« sammenzlehung in den Behältern des Herzens für die Aufnahme und den Forttrleb des Bluts zweck« maßig ab.

Diese abwechselnde Bewegung des Herzens wird der Puls desselben genennt — ?uiluz (Üorlliz, der Herzschlag. Er ist von außen fühl« bar. Bey der Zusammenziehung der Arterienkam« mern biegt sich die Spitze des Herzens nach vorne etwas um, und schlagt an den Knorpel der fünften oder sechsten Ribbe an.

§. -8.

Der Kreyßlauf des Bluts geschieht durch das Herz auf eine andere Art, wenn die iungen athmen, und wieder auf eine andere, wenn sie nicht athmen sollten. Wenn ich die erstere Art be« schrieben habe, werde ich die Abweichung anzeigen, die in der zwoten vorkommt.

I.

Die beyden Hohlvenen führen alles Blut

aus dem Körper, die obere von dem Kopf, dem Halfe, den beyden Oberertremitaten und der Brust, und die untere von den Unterextremitäten und dem Unterleibe in die eben vom vorher eingeflossenen Blute entleerte — alfo erweiterte — Hohlvenenkammer. Zu der Zeit, daß sich diese anfüllt, entleert sich die unter ihr liegende iungenarterienkam,

mer. mer. Die blutvolle Hohlvenenkammer zieht sich nun zusammen, und treibt das Blut theils zurück, Heils vorwärts durch die venöse Oeffnung der iungenarte. rienkammer. Der Rückstuß in die Hohladern kann nicht erfolgen, da die Blutsaule derselben dem zurück« strömenden Blute widersteht. Mit Gewalt geht es vielmehr in die itzt wegen der Entleerung der iun« genarterientammer erschlaffte Klappe der venösen Oeffnung derselben in die Lungenarterienkammer selbst. Sobald diese vom Blute angefüllt worden ist, zieht sie sich zusammen. Das Blut wirb an jedem Punkt der Seitenwand gepreßt, und es findet keine Oeffnung, als die venöse und arteriöse. Beyder venösen Mündung versperrt es sich den Weg selbst, indem es die hier liegende Klappe vorpreßt, und sie dadurch völlig verschließt. Folglich strömt es in die arteriöse Oeffnung der Lungenschlagader. Denn die Klappen derselben sind itzt wegen der Erweiterung dieser Schlagader erschlafft. Indem diese es durch ihre Zusammenzichung zu den iungen treiben will; so preßt sie das Blut zwischen die äussere Fläche der halbmondförmigen Klappen derselben und die inner? Fläche ihrer Seitenwand. Dadurch werden diese Val« veln an einander gedrückt, und sie verschließen sich, wegen ihrer Knötchen, noch genauer. Sq muß es zu den Lungen strömen. Von diesen bringen es Vier oder fünf Luugenvenen wieder zum Herzen in die Lungenvenenkammer. Dich>von dem vorher erhaltenen Blute entleert, nimmt es auf, und es wird sich in dieser Zeit die

1s« ihrer Blut«

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