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Wom gesunden und kranken Lebenszustande des Weibes in seinem Werhältniß zu einem Erzeugtm.

Erster physiologisch-diätetischer Abschnitt.

I.

Physiologie der Schwangerschaft, der Geburt, sowie der Wochen- und Stillungsperiode.

I. Physiologische Geschichte der Schwangerschaft.
§. «37.

Der merkwürdige Cyklus des weiblichen Lebens, welchen wir, entsprechend den drei großen Stadien des allgemeinen Lebens, eingetheilt haben in Schwangerschaft (Entwicklung), Geburt (Wendepunkt), und Wochenperiode (Rückbildung), beginnt mit dem geheimnißvollen Acte der Empfa'ngniß (Oonoepti«), und wir verstehen unter Empfängniß denjenigen Borgang, wo unterZusammenwirkung eines weiblichen und männlichen Organismus, durch Befruchtung des ursprünglich im Ovarium entstandenen und vorhandenen Keimes (s. Thl.1. §.26.) derGrund zu einer nachfolgenden Schwangerschaft gelegt wird; dahingegen unter Schwangerschaft (6r»viait»s) derjenige Zustand des menschlichen und zwar hauptsächlich des weiblichen Körpers verstanden wird, wo eine durch Empfängniß begründete und im Innern des Organismus durch Wechselwirkung fortgebildete Frucht in diesem Innern verweilt, — Regelmäßig ist die Empfängniß, wenn sie durch eine vollkommene Begattung vermittelt, und dsr Grund zu einer regelmäßigen Schwangerschaft dadurch gelegt wird. Regelmäßig ist die Schwangerschaft, wenn die entstandene Frucht in die Höhle des Uterus ge, leitet und dort fortgebildet wird, selbst in allerHinsicht normal gebildet ist, und in der gesetzmäßigen Zeit ihre vollkommene Entwicklung erreicht.

Anmerkung. Die Wahl des Ausdrucks für eine vollkommne Begriffsbestimmung des Zustandes der Schwangerschaft überhaupt, ist mit nickt geringer Schwierigkeit verbunden, und zwar wegen der äußerst mannigfaltigen Abnormitäten, welche in diesem Zustande vorkommen, und welche dessenungeachtet in dieser Definition mit einbegriffen werden müssen. So können wir z. B. den Zustand der Schwangerschaft nickt füglich auf den weiblichen Körper allein beschränken, sobald sich (wie dies nun bereits einigemal beobachtet worden) Fälle vorfinden, wo ein männlicher Fetus oder ein Knabe einen andern Fetus in sich trug '), von welchem letztern angenommen werden mußte, daß er in und durch jenen ersten Körper noch einige Zeit fortgebildet worden sei, und so zu diesem ungefähr in demselben Verhältniß gestanden habe, wie ein Fetus im weiblichen Körper bei einer Schwangerschaft außerhalb der Gebarmutter. Ferner können wir die Schwangerschaft auch nicht auf das Tragen und Ernähren eines Kindes beschränken, da oft gar kein wirklich gebildetes Kind vorhanden ist, oder auch der Fall vorkommt, wo ein wirklicher Fetus zwar sich vorfindet, aber als abgestorbene Frucht längere Zeit im Körper verweilt und sonach nicht mehr ernährt wird.

1. Von der Empfängniß.
§. «38.

Auf welche Weise die Bildung eines neuen thierischen und besonders eines neuen menschlichen Körpers begründet werde, hat von jeher die Forschungen der Physiologen rege gemacht und zu den verschiedenartigsten Zeugungstheorien Veranlassung gegeben, welche hier durchzugehen nicht der Ort ist, und welche man anderwärts ^ ausführlich zusammengestellt vorfinden kann. Gewöhn

1) S. ein Beispiel dieser Art in der Salzb. med. chir. Zeitung, !L04, Nr. 94. — Das Weitere davon f. unten in der Pathologie des Fetus.

L) Sehr vollständig ist die Uebersicht der Seugungstheorien, welche in Pierer's anatom. physiol. Real - Wirterb., Äh. UI., S. S0Z. ge° geben wird.

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