FÜR

NORMALE ANATOMIE UND MIKROTECHNIK

JAHRGANG II HEFT 11 1905

Normale Anatomie.

991) Bordaye, A. Recherches anatomiques et biologiques sur l'autotomie et la regeneration chez divers arthropodes. (Bull, scient. de la France et de la Belgique 1905.)

Le chapitre IV de ce travail est consacre ä la déscription des phénomenes histologiques de la régeneration (histolyse et histogenese). Soulie, Toulouse.

992) Giard, A. La pœcilogenie. (Congres de Zool. Berne 1904, et Bull. scient. de la France et de la Belgique 1905).

La pœcilogenie, est „la particularité par laquelle les divers individus ou les diverses generations d'une meme espece considerées en des points varies de la distribution geographique, aux diverses saisons, dans des conditions de nutrition différentes, ont des larves qui ne se ressemblent pas alorsque l'adulte reste constamment semblable ou n'a que des modifications tres légéres: les larves sont divergentes en s'adaptant ä des milieux differents, l'herédité a maintenu les similitudes des adultes". La pcecilogenie montre les processus par lesquels s'est opére le passage de l'embryogenie dilatee (palingenie) ä l'embryogenie condensee (ccenogenie) dans les groupes nombreux ou ces deux modes de reproduction se rencontrent dans des genres voisins. La pcecilogenie peut etre due ä des variations dans le milieu, dans la tomperature, dans la nourriture etc.

Cette etude genérale et philosophique est accompagnee de la déscription des faits de pcecilogenie connus chez les invertebres et chez les vertébres.

Soulie, Toulouse.

993) Benedikt, M. Les origines des formes et de la vie. (Revue scient. 30. sept. 1905.) Soulie, Toulouse.

994) Zoologische Annalen. (Ztschr. f. Gesch. d. Zool., herausgeg. v. Max Braun. Bd. 1. H. 4. Würzburg, 1905.)

Das 4. Heft der Annalen bringt an erster Stelle einen Artikel von Rudolf Burckhardt: Zur Geschichte und Kritik der biologie-historischen Literatur. Der Verf. will in demselben orientierende und kritische Besprechungen einiger der wichtigsten Werke der biologie-historischen Literatur bringen. Als erstes bespricht B. die Geschichte der Zoologie von J. B. Carus und kritisiert hier unter anderem die Unzulänglichkeit des Abschnittes, der die antike Zoologie behandelt.

Der zweite Artikel von H. B. Ward behandelt: The earliest record of filaria loa. Es wird nachgewiesen, daß dieser Parasit zuerst von Mongin 1770 erwähnt wurde, die früheren Erwähnungen beziehen sich auf Dracunculus medinensis. Kr.

995) Gaupp, E. Ueber die sogenannte antike Beckenlinie. (Naturforsch.Gesell. Freiburg i. Br. 30. Mai 1905.)

Die typische antike Beckenlinie ist fünfteilig. Der horizontale Schenkel ist der obere querverlaufende Rand der Schambehaarung oder eine Hautfurche, die auch beim Lebenden den Bauch von der Schamgegend absetzt. Der laterale Knickpunkt liegt in nächster Nähe der Spina iliaca anterior superior, und der absteigende Schenkel kann somit nur die Leistenfurche darstellen. Der laterale horizontale Schenkel wird gebildet durch die untere Begrenzungslinie des aus dem Musc. obliquus abdom. externus und der Haut gebildeten Weichenwulstes. Die antike Beckenlinie kommt dann zustande, wenn neben guter Muskelentwicklung (z. B. bei Athleten) das Labium laterale der Crista iliaca in seinem vorderen Abschnitt stark nach außen und abwärts vortritt und das Tuber glutaeum anterius stark ausgebildet ist. Kr.

Jahrgang II.

21

998) Facaut. Note sur l'amitose dans les épithéliums stratifiés normaux des mammifères. (1er Congr. fédér. des anat. Genève août 1905.)

Dans les épithéliams de revêtement des mammifères et en particulier dans les épithéliums malpighiens des rongeurs, on observe la présence de cellules avec deux ou plusieurs noyaux (noyaux géminés). Ces systèmes nucléaires proviennent, d'après l'auteur, d'amitoses, car on rencontre un grand nombre de ces figures dans le Stratum germinativum. Le processus amitosique débute par un sillon circulaire dont les lèvres s'accolent à mesure que, la profondeur augmente: et le noyau se trouve ainsi subdivisé en deux. Le processus peut se produire sur chaque deminoyau et on peut constater l'existence de systèmes nucléaires polygéminés. Ces formations, qui se rencontrent chez l'homme et chez la plupart des mammifères, sont particulièrement abondantes dans l'épithélium de la muqueuse œsophagienne du cobaye où elles existent dans la proportion de 25 à 30 pour 100. Ces formations avaient été observées sur des tissus pathologiques ou soumis à l'expérimentation mais elles n'avaient pas encore été signalées dans les tissus normaux. Soulié, Toulouse.

997) Schreiner, A. u. K. E. Antwort an Herrn Professor Dr. Th. Bovert in Würzburg. (Anat. Anz. Bd. 27. Nr. 16/17. 1905.)

Polemisches über die Priorität in der Zentrosom- und Zentriolenfrage.

Poll, Berlin.

998) Nakai, M. Ueber die Entwicklung der elastischen Fasern im Organismus und ihre Beziehungen zu der Gewebsfunktion. (Virch. Aren. Bd. 182. H. 1, Okt. 1905.)

Verf. gelangt zu folgenden Ergebnissen: „Die nach Weigertscher Elasticafärbung färbbare Substanz nimmt ihre erste Entstehung in der embryonalen Zeh bei Hühnern am fünften Brüttage, zwei Tage nachdem das Herz seine rythmische Tätigkeit begonnen hat. Sie entsteht zuerst in der Wand der Aorta und der Arteria pulmonalis und zwar in dem Anfangsgebiete dieser Gefäße dicht oberhalb der Semilunarklappen in der peripherischen Schicht der Gefäßwand und zwar als eine Gruppe der feinen, nach einem Ende dünner werdenden, in der Gefäßwand zirkulär, leicht wellenförmig verlaufenden Fasern, welche sich als die Fortsätze der sternförmigen oder spindelförmigen Mesenchymzellen darstellen. Die Entwicklung der elastischen Fasern setzt sich in der Wand der beiden großen Gefäße von ihren Ursprüngen nach der Peripherie zu und zwar auch nach ihren Verästelungen immer weiter fort, indem die Fasern an Zahl und Dicke zunehmen. Am neunten Brüttage findet man zuerst die elastischen Fasern im Epikardium, dann an den Gelenken der Extremitäten und im interstitiellen Gewebe, welches sich in der Umgebung der Insertion der Extremitäten am zehnten Brüttage findet. Am vierzehnten Brüttage sind die elastischen Fasern im interstitiellen Gewebe weit verbreitet, aber die Organe (z. B. auch die Lungen) sind noch frei von elastischen Fasern. Aus diesen Befunden kann man den Schluß ziehen, daß die elastischen Fasern in demjenigen Gewebe früher entstehen, welches in embryonaler Zeit früher der physikalischen Eigenschaft bedarf, vermöge deren es nach der Ausdehnung durch irgend eine Kraft bei dem Nachlaß der Kraft wieder von selbst auf seinen ursprünglichen Umfang sich zurückzieht: der Elastizität im Chwalsonschen Sinne". Beitzke, Berlin.

999) Bardeen, C. B. Stndies on the development on the human skeleton (A). The development of the lumbar, sacral and coecygeal vertebrae (B). The curves and proportionate regional lengths of the spinal oolumn during the flrst three months of embryonio development (C). The development of the skeleton of the posterior limb. (Tho Am. Journ. of Anat. Vol. IV, 1905.)

The author has used the Born wax plate method of reconstruction in making numerous models for his studies. The article is illustrated with 13 plates. During the blastemal stage there are only slight regional différences between the thoracic, lumbar, sacral, and coecygeal vertebrae, but during the chondrogenous period the chief regional features appear. The blastemal vertebrae arise each from the contiguous halves of two original segments of the axial mesenchyme. The eartilagenous vertébral bodies and the intervertébral disks are all formed in a similar manner and cxoept for size manifest comparatively slight differences in form. The lumbar pedicular processes are thicker than the thoracic and the sacral thicker than the lumbar in their cartilagenous conditions. The transverse processes of the adult lumbar vertebrae represent at the base a fusion of embryonic cartilagenous costal and transverse processes, but in the blade an ossification of the membraneous costal process. In the sacral vertebrae the separate cartilagenous costal centers are developed but they soon become fused with the transverse processes of the neutral plates. The extremities of the costal processes fuse later to form the auricular plate. Centers of ossification correspond in general with centers of chondroflcation. During the second and third months the lumbar region increases from about 40 per cent to about 50 per cent of the length of the thoracic region and the sacral region from 33 to 43 per cent. In the new-born the lumbar region is about 55 and the sacro - coccygeal region about 50 per cent of the length of the thoracic region, while in the adult the lumbar is about 69 and the sacro-coccygeal region about 65 per cent of the length of the thoracic. The author considers in detail the blastemal and cartilagenous development of the pelvis, femur, tibia, fibula and foot. There are no «vidences of phylogenetic structures discarded during ontogeny.

Lewis, Baltimore.

1000) Adachi, B. und Y. Die Handknochen der Japaner (anatomische Untersuchungen an Japanern, VIII). (Mitt. der mediz. Fakult. d. Kais. - Jap. Universität zu Tokyo Bd. VI, Nr. 4, 1905.)

Die Handknochen der Japaner unterscheiden sich von denen der Europäer im wesentlichen dadurch, daß sie in proximo-distaler Richtung kürzer sind. Außerdem sind sie auch dicker. Das gilt sowohl von den Röhrenknochen, als auch von den kurzen Knochen. Die Gelenkflächen sind, vor allem beim weiblichen Geschlecht, stärker gekrümmt, ausgedehnter, seltener zweigeteilt und berühren häufiger benachbarte Gelenkflächen, als bei den Europäern. Grund- und Endphalanx sind beim Japaner relativ länger, Metacarpale und Mittelphalanx kürzer als beim Europäer. Sehr charakteristisch für den Japaner ist die schlanke, zarte und zugespitzte Endphalanx, an der die Tuberositas unguicularis und der Höcker des Sehnenansatzes nur schwach entwickelt ist.

Die unvollkommenere Ausbildung der Gelenkflächen bei den Europäern führen die Verfasser auf die gröbere und schwerere Arbeit derselben zurück. „Jene (die Europäer) arbeiten männlich, diese (die Japaner) weiblich." Bänder und Kapseln der Europäerhand sind härter und straffer, die Gelenke steifer. Trotz der relativen Dicke ihrer Handknochen haben die Japaner schlanke Hände, die relative Plumpheit der Europäerhand muß deshalb auf stärkerer Entwicklung der Weichteile beruhen. Er.

1001) Charnock Bradley, O. A contribution to the development of the skeleton of the Iion. (Anat. Anz. 1905, Bd. 27, Nr. 18/19.)

Als Beitrag zur Kenntnis der postnatalen Entwicklung des Skelets der Feliden beschreibt V. die Knochen zweier junger, zwei Jahre und fünf Monate (Nr. 1) und zwei Jahre acht Monate (Nr. 2) alter Löwen in ihren Einzelheiten. Es geht aus ihnen hervor, daß zwischen Löwe und Mensch in den allgemeinen Zügen Uebereinstimmung herrscht, ob indessen alle menschlichen Ossifikationszentren beim Löwen vertreten sind, kann nicht sichergestellt werden; z. B. hat der Mensch 2, die Feliden nur ein Zentrum in Verbindung mit dem Akromion. In der Symphyse finden sich keine gesonderten Knöchelchen. Ein Löwe von 2'/2 Jahren entspricht etwa einem Menschen von 17—18 Jahren. Die for. nutricia der Gliedmaßenknochen entsprechen in ihrer Richtung denen beim Menschen.

Poll, Berlin.

1002) Chaine, J. Le depresseur de la machoire inferieure. Son e'tude comparative chee les vertebres, sa signiflcation morphologique. (Bull. scient. de la France et de la Belgique 1905.)

Ce travail comprend deux parties. La premiere est consacree ä la déscription du depresseur de la machoire inferieure chez diverses especes de batraciens, de reptiles et d'oiseaux et ä la déscription du digastrique dans les principaux groupes de mammiferes. La deuxieme est reservee ä la morphologie generale du déprésseur. Ce muscle très étendu chez les ophidiens et les sauriens et chez les batraciens, s'insère sur le crâne, sur les apophyses épineuses des premières vertèbres et le fascia dorsalis d'une part, sur la mâchoire inférieure d'autre part; il se compose donc d'un faisceau crânien et d'un faisceau rachidien (ce dernier est décrit par quelques auteurs comme un muscle distinct). Chez les crocodiliens et les chéloniens, ainsi que chez les oiseaux le faisceau crânien existe seul; on trouve d'ailleurs des formes de passage entre le type à un et à deux faisceaux. — Le digastrique des mammifères est un muscle tout différent du déprésseur; le ventre postérieur du digastrique ne dérive pas, comme le croyait Gegenbaur, du déprésseur, car ce dernier donne le mandibulo-auriculaire, muscle en voie de régression qui peut disparaître complètement ou persister à l'état de mince aponévrose. Soulié, Toulose.

1003) Bouvière. Note sur le développement phylogénique du muscle digastrique. (I" Congrès fédér. des anat. Genève, août 1905.)

Le muscle digastrique, tel qu'on le trouve chez l'homme, résulterait, d'après Rouvière de la réunion plus ou moins complète de deux muscles primitivement distincts. Chez les reptiles, le ventro antérieur est représenté par la partie interne du plan musculaire longitudinal superficiel dont la partie externe, contrairement à l'opinion de Chaîne, serait en rapport avec les mouvements de la tête et avec la reptation (sauriens et ophidiens). Quelques groupes d'oiseaux possèdent nettement le ventre antérieur du digastrique. Chez les mammifères on observe plusieurs dispositions. A part quelques exceptions, chez les primates, le ventre antérieur et le ventre postérieur sont réunis, partiellement ou entièrement, par un tendon intermédiaire (type I de Lèche): chez les carnassiers (type II de Lèche) le tendon est uniquement représenté par une intersection tendineuse; cette intersection n'existe même pas (type III de Lèche) chez les monotrèmes et chez les chiroptères. Soulié, Toulouse.

1004) Wollenberg. Die Arterienversorgung von Muskeln und Sebnen. (Zeitschr. f. orthopfid. Chirurgie Bd. XIV, H. 2, 1905.)

Verf. benutzte das von Opitz und Hildebrandt inaugurierte, von Lexer zur Darstellung der Knochenarterien verwendete Verfahren (Quecksilberterpentinemulsion in ein grOBeres KSrpergefaB injiziert, mit nachfolgender Rôntgendurchleuchtung ûber photographischer Platte), um die GefâBversorgung der Muskeln und Sehnen zu studieren, und zwar beschr&nkten sich die Versuche des Verf. auf die untere Extremitât von Erwachsenen und Neugeborenen.

Im allgemeinen zeigten sich die Beugemuskeln, entsprechend ihrer grôBeren MaBe, ausgiebiger mit Gef&Ben, d. h. HauptgefâBen, versehen, wâhrend das Netz der feineren und feinsten Arterien bei Flexoren wie Extensoren gleichm&Big reichlich war. Im besonderen konute Verf. die alte anatomische Tatsache bestâtigen, daB jeder Muskel sein abgeschlossenes GefâBgebiet besitzt, mit Ausnahme der in naherem Zusammenhang stehenden Muskeln, wie z. B. des Extensor digitorum und Peronaeus tertius, bei denen ein ausgedehntes, gemeinsames GefâBsystem besteht. In Bezug auf den Verlauf der GefaBe lassen sich an den Muskeln zwei Typen unterscheiden:

1. Die HauptgefâBe verlaufen vorwiegend quer zur Langsrichtung der Muskeln

oder umgreifen dièse. 2" Die HauptgefâBe sind ausgesprochen lângsgerichtet (M. gracilis, M. semitendinosus).

Was die Versorgung der Sehnen anbetrifft. so konnte Verf. feststellen, daB die gesammte Ernahrung der Sehnen nur durch Vermittlung des Peritendineum erfolgte, dessen GefâBe mit denen des Muskels zahlreiche Anastomosen eingingen und rings um die Sehnen ein dichtes Netzwerk bildeten, wfthrend an den von ihrer bindegewebigen Umkleidung froi prâparierten Sehnen niemals weder vom Muskel noch vom Ansatzpunkte her, ein Gefafi aufzufinden war.

An den langen platten Sehnen sah Verf. an der Stelle, wo dieselben mit Sehnenscheiden in Beziehung traten oder sich an Knochen ansetzten, wieder durch Vermittlung des Peritendineum stftrkere GefaBe an die Sehnen herantreten.

Die feinere Ausbreitung der GefaBe innerhalb der Sehne studierte Verf. an 1 mm diinnen, auf die Rôntgenplatte gebrachten Querschnitten der Achillessehne, und zwar ziehen hier von den Muskelgefäßen Ausläufer an das Peritendineum externum heran, umspinnen die Sehne mit feinen zirkulär oder arkadenartig verlaufenden Aesten und entsenden, die Sehne quer durchbrechend, Ausläufer in das die einzelnen Sehnenfaserbündel umgebendo Peritendineum internum; die Ernährung der Sehnen geschieht somit ausschließlich durch das letztere, das ein reiches eigenes Gefäßsystem und Anastomosen mit der Nachbarschaft besitzt.

Engelmann, Berlin.

1005) Carlson, A. J. Die Ganglienzellen des Bulbus arteriosus und der Kammerspitze beim Salamander (Necturus maculatus). (Pflügers Archiv Bd. 109. H. 1 u. 2.)

Der sich bei jedem Herzschlag kontrahierende Conus arteriosus steht durch Muskel- und Nervengewebe anatomisch mit dem Ventrikel in Verbindung. Im Conus sowie an der Herzspitze konnte Carlson zahlreiche Ganglienzellen nach Methylenblaufärbung beobachten (bipolare, multipolare und unipolare Zellen). Als Entscheidung dafür, daß die gefärbten Zellen wirkliche Nervenzellen darstellen, diente ihm der Nachweis des Uebergangs der Zellfortsätze in marklose Nervenfasern. Die Ueberleitung der Erregung vom Ventrikel zum Conus, und die nach zweiter Stanniusscher Ligatur auftretende rhythmische Kontraktion des Conusteiles, die sich jetzt in antidromer Richtung dem Ventrikel mitteilt, hält Carlson durch Nervengewebe vermittelt, doch gibt er zu, daß er einen strongen Beweis für die neurogeno Theorie, wie am Limulus-Herzcn, hier nicht liefern konnte.

Garten, Leipzig.

1006) Auburtin, G. Die beiden Arteriae circumflexae femoris des Mensehen.

<Anat. Anz. Bd. 27, Nr. 10/11, 1905,)

Auburtin will wesentlich untersuchen, wie oft die einzelnen Verzweigungen der Arteriae circumflexae femoris vorkommen, welches Bild das am regelmäßigsten "wiederkehrende ist und welche Schlüsse man aus dem vorhandenen Material ziehen kann. Er faßt seine Ergebnisse etwa dahin zusammen, daß von den Aesten der A. circ. lat. am meisten die Arterie des M. vast. int. im Verlauf variiert, dann die des M. vast. med. Am konstantesten verlaufen die Arterien der Mm. tens. fasc. lat., glut. med. und min., und die untere Hauptarterie des M. vast. ext. Entweder entspringen alle Aeste gemeinsam aus einem Stamm, der durchschnittlich 6,9 cm unter dem Leistenbande aus der Profunda (58 von 100), der Femoralis (14 von 100) entspringt. Nach kurzem Verlaufe Scheidung in ein oberes Arteriengebiet (Mm. tens. fasc. 1., glut. med. und min., vast. ext., med., int., und rectus) und ein unteres (Mm. vast. ext., rectus, vast. med. und int.), einen Ramus circumflexus (jetzt R. ascendens) und einen descendens. Oder es finden sich zwei getrennte Stämme, von denen der eine dem R. circumflexus durch Herkunft und Ursprungshöhe des gemeinsamen Stammes, der andere dem R. descendens ähnelt, sich aber in Höhe und Herkunft von diesem unterscheidet, z. B. oft den anderen Stamm kreuzt. Die Circumfl. med. entspringt in 30% aus der Femoralis, 70% aus der Profunda. Diese entspringt meist zwischen 4,1—5,0 cm vom Leistenband, in keinem Fall näher als 2 cm, die Körpergröße ist ohne Einfluß, bei Männern und auf der linken Seite entspringt sie in der Regel tiefer. Am häufigsten entspringen die Aa. circumfl. aus der Profunda, und dieses bei ziemlich hohem Ursprung dieser Arterie. Die Circumfl. med. entsteht häufiger aus der Femoralis als die Lateralis, und meist tiefer als diese. Poll, Berlin.

1007) D'Este, S. Sui rapporti tra la branca infraorbitalis della arteria maxillaris interna ed il nervo supramaxülaris. (La Clinica chirurgica Anno 12. Milano.)

Verf. hat 70 Leichen einer Prüfung unterworfen, um die Frage nach den Beziehungen zwischen den zwoi Organen zu entscheiden, worüber sich seine Vorgänger verschieden aussprechen. Einige behaupten, die Arterie nehme die Außenseite des suborbitären Sulcus ein, und liege unterhalb und lateral vom Nerven (Henle, Poirier, Romiti u. a.). Andere lassen sie wiederum unterhalb und medial von ihm liegen (Bock, Krause u. a.). Cuneo und Funke betrachten dagegegen die Arterie zuerst als lateral, dann als medial liegend, und Zander zufolge soll sie den Nerven selbst perforieren. Die Perforation des Nerven ist nach Merkel Ausnahme, Funke zufolge aber die Regel. Die von injizierten

« PreviousContinue »