^nnorariones. 5

Dieweilm dan solche Teöfflische Verkleinerung meiner Person, nicht allein itzunder / noch bey mei, nem teben/schädlich ist: Sondern auch nach mei. nem Tobt / meinem Ehrlichen hinterlassenenNah, men/viel schädlicher sein könte.

Als habe ich für gut angesehen / alsolche meint Wahr, vnd iehrhaffte nützliche Schrifften / noch bey meinem leben zu 6e5encliren, vnd solchen Nei, dlschcn Ignoranten, die Mättler also zu stopffen/ daß sie dadurch vor aller Weldt zu schanden wer, den müssen / welches auff solche weise geschehen win / wann ich nemblich vor jedermänniglich / der die Wahrheit liebet / vnnd solche zu äekenäirev be, gchrt/ dartyue/vnd beweise / daß alles dasjehnige/ was ich durch meine Schrifften heraus geben / die pure lautere Wahrheit sey/ vnd daß es von jeder, man / der nur ein wenig inFeüer erfahren / sich lnchtlich nachthuen lasset; Alßdan nicht notig sein wirt'/ meine Schrifften gegen einem jedwedem Oälumniänren weiters zu aetena'iren: Sondern es werdenö (geltebts GOTT) viel andere thlm., Die mit Augen gesehene/vnd mit Handen getastete Wahrheit/lieben/vnd krZfftig 6e5en<üren.

Solches nun Werckstellig zu machen/ werde ich es meines erachtens nicht besser angreiffen können/ als wann ich einen bequehmen Ort aussehe / vnd ein geraumes (mit aller Notturfft versehenes )

l^Korarorium auffrichte / «NM gUttN I.aooranren darzu insormire , welcher conrinuirlich dar« in l.2borire, vnnd die Wunderwercke GOT

A nj ttS ltS dehnen / die solche zu sehen /luft haben/äemo^ Krite.

Es sollen nicht allein alle diejehnige Künstliche

DiKillier sefftN / davon mein I^iKer purdorurn

M^irer, imgleichen der gebrauch meiner Hol«,

pressen/ vNd circülier Inttrumenten, den 8alz>erer

leichtlich zu ZeSgen/darin tu sehen sein; Sondern <s sollen auch die jenige Stücke davon in meinem Hliraculo KluntZi, wie auch in deroselbm Oonti^ nuarion gehanvelt/vnd vielmehr/als was ich jhnen zugeschrieben habe/ gezeiget / vnd wahr gemache yxrden.

Obwohlen min ich solche äemonlrrauon gahx wohl vnterlassen könte/gestalt mir nichts daran ge, legen / ob es von vngefchickten Esels.köpffen geglallbt/oder nicht geglaubt / gelobet / oder verachtet wurde, So beweget mich aber darzu / solches zu chun / die liebe gegen meinem Nähesten / selbigem darmit vollkomlich also zu dienen / vnd zu helffett/ gleich wie ich gern wolte/daß mir oder den meinigen geholffen würde.

Bieweilen ich aber ein solch bequehmes l.»K«rArorium in einem Monat nicht werde ausstichte« können / sondern leichtlich etwan z.4. oder mehr verlauffen/ehe daffelbige in volliger poiirur zustehen kommen möchte; Als habe ich unterdessen gut be, funden/dem Liebhaber Götlichen / vnd natürlichen Uchtes zu ermahnen / das Er sich von den vnwift finden Ignoranten, von der Wahrheit nicht ver. stiten/vnd abfuhren lassen / sondern mit gedult di« ^.nnotätio»«.' ^

ttetne angewiesene zeit / zu der Verfertigung meines l»ab«rarorii, erwarten wolle.

Auff daß man aber auchwissen möge / auffwas, ftrley wege ich die Wahrheit zu 6emonKnren ge' sinnet. So berichte ich / daß erstlich in meine« Künstlichen?Kilo5opKischenOejftn/ vielerhande

Künstliche pr«r,arariones ^leäi«menrc>rum,vNd auch nützliche rranlmutationes ^elällorurn vNter,

Handen genommen/vnd lakorirr werden sollen.

Auch soll klährlich äemonlirirr, vnd bewiesen «erden/daß dasjehnige/soich meinem ^uro?«r^ bilizugeschrieben/wchrseyRembiich, dasein ^ercuriu, cru6u8. innerhalb ein/oder zweyer stun, dm lang/dardmch realiter in beständiges GoldtM rin^iren, oderrransmuriren müglich. Vnd Nicht allein dieses / sondern es soll auch bewiesen werden/ daß durch ermeltes/mein ^urum p«tzbile verum, nachdehme der^lercurius dardurch einmahl albe> reit in Kftenvig Goldt rmgirer worden / solches eben wohl noch grosse kräffem besitze. Nernblich diese/ das man einen jedwederen Weissen oder Gel, ben ärlenicum, wann er etliche stunden darin älverirr, also darmit vmbkehren / vnd seine gifftige Zitaten / invnschädliche^ecttcinalische/ vee. wandten kan/daß hinsühro solches ärlenicum kein gifft mehr/ sondern eine Herzliche Xleäicm. gegen andere gtfften / worden ist. Vnd nicht allein ein gute üleäicin. auffgisstjge harttingewurtzelte vW hetlbahre Kranckheiien / welche sich weder durch rurgiren. Aderlassen/Schwitzen/ vnd dergleichen A iiij gebrauch' gebräuchlichen Kleäicamcnren außjagen / öder vertreiben lassen / selbige böse Kumor« im geblött)/ vnd andern Ortten des ieibs darmit zuringiren, vnd in gUtebumor«5zn rränlmuriren, daß sie dem Menschen zur stärcke/ vnd nicht zur Kranckhe«/ da sie sein / bleiben / vnd die vorige Kranckheit ver, treiben. Sondern dieses vmbgekehrte / vnd in em ^leäicin verwandlete Gisse / läst darneben auch seine Tilgenden in Klerallicis sehen. Wann es nemblich aussein geflossen Kupffer geworffen wirt/ vnd man solches auß gossen / vnnd auff einer Oupellen Mit8amrnc> ablauffen lässet/ das etwas we< «ige gut D vnd S stehen bleibt / welche beede ja immer / zu meines Spor,b. ne5enüoo, proben genug wehren.

Auff das man aber der Sachen noch gewisser seyn möge / so soll nach diesen zweyen gechanen pro.

den, nemblich des Ktercurii tinÄur , oder coaßularion IN beständig S; Vndhernacher des giffti, gen^rsenici'l'ransmurztion in ein sichere k^eäi»

ein z Noch eine unglaubliche prob, mit dem albe< reit zweymahl gebrauchten T poräbüi, gethan wer. den/ vnd das nicht auffgeringe giffte / sondern auff das allergrösseste / vnd gefahrlichste gifft der Menschen / Viehes / vnd alles / was da jeben hat.

Nemblich aUff einen Klercuriurn sublimarum,

wann selbiger etliche Stunden damit ^crirr, all sein grausam/ vndschöcklich gifft gZiitzlichbenom. wen / vnd in ein sicher vur^2N5, oder Diapborcricum mit verlierung seiner vorigen weissen gestalt /

farb/ farb/ vnd corrottvischen Gifft / in ein rothes sües,

sts Pulver, damit Po6«ßra, ^orbu8 <Zal!icu5, I^epra, vnd andere abschewliche hart eingewurtzelt« Kranckheiten / zu purgiren / vnd auch 8ammus et, licher Massen Güldlschdarmit zu rinZiren / ver, wandelt wirt. Wiedan der weisse Griemen, eben, messig nach außgestandener äigettion nicht mehr weis/ vnd corrolZvisch verbleibet/ sondern zu einem süssen gelben Pulver worden ist.

Diese md dergleichen proben sollen dem Äeb, Haber guter ^eäicin, nicht verborgen bleiben/son, dern zur Twigen unsterblichen Zeügnüß der wahr, heit/gegen aller 8opbilren , vnd Ignoranten lü,

genvndverleümbdungen/ offenbahrlich gezeiget werden.

Da liegt nun vor Augen das scharffe Schwerd der Wahrheit / lüstet nun falschen gifftigen Zun, gen herbey zu tretten / ein Gänglein mit der wahr, heit zu thun / wird mir liebvnd auch leicht seyn/ die. selbe zu verthätigen / wann auch die gantze böse Weldt sich dargegenlegen solle. Werden dan hier, mit heraus gefordert alle die jehnigen c^Iumnian". reo, die sich wegen Teüfflisckem Neid vnd Haß/ gegm meine wahrhaff« Sckrifften gelegt / vnd noch zn legen gesinnet seyn / das sie mit ihren lü' gen / ins offene iiecht/ für aller Weldt Augen/ her, furtretten /vndeinesolche probe thun/ gleichwie ich alhier zu thun mich erbitte / als dan man sehen wird / wie kaell die Finsternuß vor der hellen Sow nenschein bestehet. Wofern sie aber eim solche A V prob

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