Scolopendra planipes.

Tab. LXXXVIII. Fig. 179.

Olivenfarbiggelb mit braunen Seitenkanten, die vier hintern Rückenschilde mit einer Furche am Seitenrande; die zwei vordem Glieder der Hinterbeine oben spiegelartig vertieft, das erste oben einwärts mit 5, unten mit 9 Zähuchen.

Länge 2 Zoll.

Koch, System d. Myriap. S. 168. 28.

Der Kopf, Körper und Beine glänzend, erster flach und dünn, an der Einfügung der Fühler etwas verdickt, an der Spitze abwärts gedrückt und verengt mit sehr feinen Furchenstrichelchen auf dieser. Die Augen etwas gross, in ziemlich gleicher Entfernung von einander, die drei vordem im Dreieck stehend. Das Kinn mattglänzend, breit, etwas gewölbt, ohne Eindrücke, an der Spitze fast gerade, au der Einlenkung der Fresszangen fast etwas ausgehogen; die Lefze von gewöhnlicher Gestalt, am Aussenrande gezähnt. Die Fresszangen stark, übrigens wie die Fühler ohne Auszeichnung. Die Rückenschilde ziemlich viereckig, nämlich mit ziemlich geraden Seiten, nur die zwei Endschilde an den Seiten etwas gerundet; an den vier hintern Schilden eine Seitenfurche, die erste dieser etwas unvollständig; die Rückennähtchen sehr fein, in ganz gewöhnlicher Lage; der Endschild der Länge rinnenförmig eingedrückt. Die Bauchschilde von nicht ungewöhnlicher Form, die zwei Furchenstriche deutlich und weit voneinander. Der Afterschild breiter als gewöhnlich, an der Spitze stumpf, mit abgerundeten Seitenwinkeln. Das Endpaar der Beine ziemlich dick, das vordere Glied oben an der Spitze mit der gewöhnlichen Randkerbe, und von dieser ausgehend eine furchenartige Vertiefung mit der obern äussern Seitenkante gleichlaufend bis zur Einfügung; der Seitenrand an dieser etwas erhöht; an der Innenseite der obern Fläche eine ähnliche Furche aber viel schwächer, daher im Mittelfeld eine spiegelartige Längsfläche vorstellend; oben an der Innenseite fünf Zähne, unten neun zu drei in drei Reihen; der daumenartige Fortsatz am Innenwinkel der Spitze kurz, und mit vier sehr kleinen Zähnchen an der Spitze. Das zweite Glied oben mit etwas schärfern Randerhöhungen an den Seiten, daher die spiegelförmige tiefere Längsfläche deutlicher als auf dem ersten Gliede; die zwei folgenden Glieder ziemlich walzenförmig, doch das dritte oben mit schwacher Anlage der Spiegelfläche, durch ein vertieftes Strichelchen an beiden Seiten bemerklich gemacht; die übrigen wie gewöhnlich. Die Beine etwas kurz und ganz ohne besonderes Merkmal.

Kiípf und die Rückenschildf gelb, aufs Olivenfarbige ziehend, die zwei Endschilde verloren reiner gelb, alle Schilde mit Ausnahme des Hals- und Endschildes mit braunschwarzen Seitenrändern. Kinn und Fresszangen gelb, die Fangkralle der letztern schwarz. Die Fühler hell olivenfarhig oder gelb. Bauchschilde und Beine gelb, das Endpaar der letzter n dunkler gelb, mit rothbrauner Kralle.

Vaterland: Egypten.

Fig. a. Das Thier vergrössert. b. Ein Schleppbein ebenso, с Natürliche Grösse.

Scolopendra infesta.

Tab. LXXXVIII. Fig. 180.

Ockergelb, Kopf, Halsschild und die zwei Hinterbeine dunkler; die eilf hintern Rückenschilde mit einer Furche an den Seiten; die zwei vorder n Glieder der Hinterbeine oben mit vertieften Randstrichen, das erste oben mit fünf, unten mit neun Zähnen.

Länge Ц bis 4 Zoll.

Koch, Syst . d. Myriap. S. 169. 29.

Mit Sc. planipes nahe verwandt, doch kaum dieselbe Art. Ich habe vier Exemplare vor mir, die sich einander gleich sind.

Die Unterscheidungszeichen bestehen darin:

dass gegenwärtige Art doppelt so gross ist,

dass die eilf hintern Rückenschilde mit einer Seitenrandsfurche versehen, und

dass die zwei Hinterbeine kürzer und dicker sind, und dass dem dritten Gliede oben die zwei Furchenstriche an den Seitenrändern fehlen; die Zähne sind indessen dieselben.

Das ganze Thier ist ockergelb oder olivengelb, Fühler und Beine heller, die zwei Hinterbeine, Kopf, Halsring, Kehle und Fresszangen sind dunkler gelb; die drei vorder n Augen sind braun, das hintere aber gelb.

Zwei andere Exemplare ziehen aufs Olivenbraune und haben eine gelbe Rückenlinie; an diesen sind die zwei Hinterbeine braunroth.

Vaterland: Unbekannt.

Notiphilus taeniatus.

Tab. LXXXIX. Fig. 181.

Ockergelb; Kopf, Körper und Bauchschilde glatt, massig glänzend, mit einem Grübchen auf letztern. Jederseits 100 bis 154 Beine.

Länge 'H bis 5.J Zoll.

Koch, System d. Myriap. S. 180. 1.

Der Kopf etwas breiter als lang, oben flach, an den Seiten rund gewölbt, am Hinterrande fast gerade, ziemlich glänzend. Die Kehle flach, etwas eingedrückt, merklich breiter als lang, am Vorderrande geschweift, am Hinterrande halbrund, glatt,* wenig glänzend, mit einer deutlichen Längsrinne. Die Lippentaster stark, ziemlich glänzend, glatt, mit der Fangkralle etwas über den Vorderrand des Kopfes hinausragend. Die Fühler ohngefähr doppelt so lang als der Kopf, dick kegelförmig, mit gedrängten Gliedern, durchaus nackt . Der Halsring kurz, nicht breiter als der Kopf hinten. Der Körper sehr flach, bandförmig, der Vordert heil gegen den Kopf allmälig etwas schmäler, Hauptund Zwischenringe deutlich von einander abgesetzt, alle glatt, mässig glänzend, durchaus ohne Furchenstriche, die Hauptringe ohngefähr doppelt so breit als lang, die Zwischenringe kaum halb so breit als die Hauptringe. Die Bauchschilde sehr flach, glatt, mässig glänzend, mit einem seichten, aber deutlichen Mittelgrübchen; der Endschild länger als breit, ziemlich gleichbreit, an der Spitze etwas ausgebogen, mit scharfen Hinterrandswinkeln, auf der Mitte eine Längsrinne. Der Afterring halbrund, oben gewölbt, unten wie gewöhnlich fächerförmig abgetheilt, die Ritze sehr klein. Die Beine etwas kurz. Das erste Hüftenglied der Schleppbeine sehr dick, fast so dick als lang, an der Spitze stumpf, durchaus glatt und ziemlich glänzend; das zweite Glied klein, kurz, nieЫ so lang als dick, die vier vorder n Glieder dieser Beine nicht dick, etwas länger als dick, gegen die Spitze allmälig verdickt, daher verkehrt kegelförmig, das Endglied länglich eiförmig, ohne Endkralle, alle glatt und nackt.

Durchaus ockergelb, mit etwas bräunlichem Anstriche, die Spitze des Kopfes, die Fühler und Beine heller als der Körper; zwei Punkte an den Lippentastern und die Fangkralle röthlich kastanienbraun, letztere sehr glänzend.

Vaterland: Griechenland, nicht gemein.

Fig. a. Das Thier vergrössert. b. Kopf und Ein Fühler vergrössert. с Natürliche Grösse.

Geophilus impressus.

Tab. XC. Fig. 182.

Ockergelb, Kopf, Halsring und Fühler rostgelb. Der Kopf etwas länger als breit, der Körper in der Mitte etwas spindelförmig verdickt, mit vier Längskielen auf den Bauchschilden; jederseits 45 Beine.

Länge 11 Linien.

Koch, Syst. d. Myriap. S. 187. 4.

Mit Geoph. electricus sehr verwandt und hauptsächlich darin verschieden, dass die Bauchschilde nicht mit fünf, sondern nur mit vier Längskielen versehen sind.

Der Kopf nicht gross, etwas länger als breit, glatt, der Quer nach ziemlich gewölbt, ohne eingestochene Punkte. Die Unterlippe sehr gross, breit, breiter als lang, etwas aufgeblasen, glatt, mit einem vorn und hinten spitz ausgehenden Längsgrübchen. Die Lippentaster mit der Spitze ein wenig über den Kopf hinausragend, von gewöhnlicher Gestalt, glatt und ohne sichtbare Punkte. Die Fühler ziemlich lang, an der Innenseite mit längem, an der Aussenseite mit kurzen Borsten besetzt. Der Halsring kurz, die Haupt- und Zwischenringe des Körpers deutlich, der Körper in der Mitte allmälig, doch nicht auffallend, spindelförmig erweitert, der Quer nach ziemlich gewölbt, glatt und glänzend, auf den Häuptiingen zwei Furchenstrichelchen in gewöhnlicher Lage, nicht bis zum Hinterraude reichend und hinten etwas erweitert; der Endring an der Spitze eiförmig ausgehend, gewölbt, mit einem seichten Rückengrübchen; der Afterring sehr klein. Die Bauchschilde flach, mit deutlichen Zwischenschilden, auf erstem drei Längsrinnen oder vier Längskiele, in der Mitte des Körpers deutlicher als vorn und hinten ausgedrückt. Der Endschild etwas aufgetrieben und glatt, breit und die Hüften der Schleppbeine an der Wurzel bedeckend; der Afterschild von unten gesehen etwas grösser als oben, ziemlich halbrund, mit dem gewöhnlichen Eindruck der AfteröfTnung. Das erste Hüftenglied der Schleppbeine an der Wurzel verborgen, am Ende ziemlich dick und aufgetrieben, das zweite klein und sehr kurz, die fünf Beinglieder dünn, stufenweise länger und dünner, das Endglied am längsten, etwas nadelförmig, mit deutlicher Kralle, einzelne ziemlich lange Borsten ohne Ordnung mehr an der Spitze und auswärts als an der Innenseite stehend; die übrigen Beine dünn, nicht lang, kaum so lang als die Breite des Körpers.

Der Kopf rostgelb, eben so der der Hals- und ersten Körperringe, aber verloren in die Grundfarbe übergehend; Körper und Beine ockergelb; Unterlippe und Lippentaster rostgelb, etwas heller als (1er Kopf, eben so die Fühler, aber noch heller als die Lippentaster; die Bauchschilde ganz von der Farbe der Rückenschilde.

Herr Prof. Dr. v. Siebold in Erlangen entdeckte diese Geophilide in der Gegend von Pola am adriatischen Meere, fand aber nur ein weibliches Exemplar, von dein ich die hier beigegebene Abbildung entnommen habe.

Fig. a. Das Thier vergrössert. b. Der Kopf mit einem Fühler, c. die Endringe mit einem Schleppbeine, Alles vergrössert. d. Natürliche Grösse.

Julus Londinensis.

Tab. XCI. Fig. 183 u. 184.

Pechschwarz, der Hintertbeil der Körperringe dunkelbraun, Kopf, Halsring und Afterklappe bräunlich, erster mit einer braunschwarzen Stirnbinde; die Ringe fein, nicht sehr dicht gefurcht, der Endring ohne Schwänzchen.

Länge 1} bis Ц Zoll.

Leach, Zool. Mise. Sp. 2.

Koch, System d. Myriap. S. 108. 7.

Das ganze Thier sehr glänzend, der Körper mit 44 bis 47 Ringen, und bis fast zur Spitze walzenförmig, im Verhältniss zur Länge mässig dick, der Vordertheil des Körpers in der Halsgegend etwas kolbig verdickt, daher der Kopf etwas klein, die vier Endringe stufenweise etwas dünner. Der Kopf gewölbt, besonders auf der Stirn, am Vorderrande ausgebogeu, sehr glatt, die Stirn fein und sehr dicht runzelig, fast wie fein eingestochen punktirt, auf der Mitte eine feine kerbartige Längsfurche; die Fühler in einer Grube eingefügt, diese unten muschelförmig erweitert. Die Augen in sehr gedrängten Reihen und sehr klein, zusammen eine etwas nierenförmige Beule vorstellend. Die Fühler nicht lang, etwas dünn, das Wurzelglied kugelförmig, das zweite am längsten, die drei folgenden ziemlich gleichlang, stufenweise etwas dicker, und mit dem kleinen Endgliede mit kurzen Härchen besetzt. Der Halsring breit, glatt, an den Seiten etwas bis über die Augen hinunter reichend, mit gerundeten Seitenwinkeln und einzelnen kurzen Furchenstrichen unten am Hinterrande. Die Körperringe glatt, der Vordertheil derselben bei guter Vergrösserung ungemein fein nadelrissig, doch kaum sichtbar, der Hhitertheil mit feinen I'm с heust riehen, nicht gedrängt, die Zwischenräume viel breiter als die Furchen

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