Geschichte der orientalischen Kirchen von 1453-1898 (Google eBook)

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A. Deichert (G. Böhme), 1902 - 280 pages
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Page 2 - Konstantinopels, trotz aller Unmöglichkeit, theologische Wissenschaften zu pflegen, — wodurch sie vordem sich so herrlich auszeichnete — das Christentum der ersten Jahrhunderte rein bewahrte, während die römische Kirche dasselbe verderbte und verfälschte und so in zahllose Irrtümer fiel. Die von der orthodoxen Kirche getrennten Kirchen der Nestorianer, Armenier, Jakobiten, Kopten und Abessinier führten in diesem Zeitraum ein unbedeutendes und schattengleiches Leben. Teil I. Geschichte der...
Page 34 - Gesamtheit dieser autokephalen Schwesterkirchen, die an Rang einander gleich und nur durch gleichen Glauben und gegenseitige Liebe verbunden waren.
Page 171 - Die orthodoxe Kirche von Hellas erkennt unsern Herrn Jesus Christus als ihr Haupt an, ist in der Lehre unzertrennlich mit der Kirche von Konstantinopel und jeder anderen glaubensgleichen christlichen Kirche verbunden; sie ist autokephal, sie übt unabhängig von jeder anderen Kirche ihre souveränen Rechte und wird von den Mitgliedern der heiligen Synode verwaltet»1).
Page 109 - Ausbildung genossen oder sonst von ihnen protegiert wurden, nur wenige den protestantischen Glauben angenommen. Ihre Zahl ist verschwindend klein. Ein Hellene wird — und wenn er noch so schlecht erzogen ist und über religiöse Fragen noch so kühl denkt, nie von seiner Kirche abfallen. Was den Orthodoxen am Protestantismus missfällt und sie von ihm zurückhält, liegt darin begriffen, dass die Protestanten die alte kirchliche Tradition der ersten christlichen Jahrhunderte verwerfen, ferner in...
Page 259 - Bürgschaft einer besseren Zukunft in sich. Die orientalische Kirche darf an die theologische Unterweisung und eine ordentliche aufgeklärte Bildung ihres Klerus die Hoffnung ihrer Wiedererneuerung und den Beginn der Blütezeit, .wie sie einst in den ersten Jahrhunderten war, mit gutem Rechte knüpfen.
Page 59 - III., der 1614 Patriarch von Konstantinopel wurde. Gegen diesen stellte ein syrischer Bischof nach dem Tode des Athanasios dessen Bruder Kyrillos, der in Tripolis (Syrien) lebte, als Patriarch auf. Aber obwohl dieser Kyrillos auch von Kyrillos Lukaris protegiert wurde, gewann Ignatios den Sieg, Kyrillos wurde von der Regierung festgenommen, in Fesseln geworfen und starb elendiglich im Gefängnis. Durch diese Schismen erreichten die Verhältnisse Syriens den Höhepunkt der Anomalie und Verwirrung....
Page 37 - Rettungshafen des ökumenischen Stuhles. So flüchteten sie in die Arme der grossen Kirche Christi und zeigten in einem Schreiben voll Bitten und Flehn dem Patriarchen ihre Unterwerfung und ihren Gehorsam an." Die Kirche von Montenegro ist serbisch, denn auch die Sprache der Montenegriner ist serbisch. Der Erzbischof von Montenegro, der seinen Sitz in Cetinje hat, ist autokephal, früher war er zugleich das weltliche Oberhaupt dieses Landes, das wegen seiner unzugänglichen Berge von den Türken...
Page 130 - Macht (z. B. auf den Ionischen Inseln) trat für die orthodoxe Kirche eine Zeit der Ruhe und Erleichterung ein, da jede äussere Bedrängnis aufhörte. Und als der Ruhm Venedigs erlosch und sein so bedeutender Handel aufhörte, verliessen auch die dort ansässigen Hellenen diese Stadt, und heute finden sich dort von jener einst so blühenden hellenischen Kolonie nur spärliche Überreste. Unter der Regierung Österreichs und später nach der Einigung Italiens genossen die orthodoxen Hellenen in Venedig...
Page 207 - J. 1844 berief man ihn wieder zum Schriftführer der Synode. Als die Synode und die Regierung i. J. 1850 die Anerkennung der Unabhängigkeit der hellenischen Kirche beim Patriarchen von Konstantinopel nachsuchten, gab er aus Besorgnis, Hellas möchte dabei eine Demütigung erleiden, seiner Missbilligung über diesen Schritt offen Ausdruck. Daraufhin entsetzte man ihn seiner Stellung als Schriftführer der Synode, er aber vereitelte durch seine aufsehenerregende Schrift „Der Tomos der Synode oder...
Page 248 - Rübeln, ihr unbewegliches Vermögen setzt sich aus Schulen, Fremdenherbergen, Kirchen usw zusammen und beträgt über eine Million. Ihre Mitgliederzahl beträgt circa 1800, die meisten von ihnen gehören den höchsten Ständen der russischen Gesellschaft an, der Zar selbst hat das Protektorat übernommen. Ausser den Zwecken rein religiöser Art hat die Gesellschaft auch der russischen Politik im Orient zu dienen. In Palästina und Syrien beobachtet die Gesellschaft die Hellenen, die zwei Patriarchate...

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