Öffentlichkeit als Dogma? Eine öffentlichkeitstheoretische Annäherung an das Phänomen WikiLeaks

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GRIN Verlag, 2011 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,0, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Theorien der offentlichen und der politischen Kommunikation, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum ein Thema hat die gesellschaftlichen und politischen Diskurse der letzten Monate so stark gepragt wie die Veroffentlichungen der Enthullungsplattform WikiLeaks. Die Organisation kann mit Recht als Phanomen' bezeichnet werden, verandert sie durch ihre Enthullungen doch sowohl den Blick auf welt- und wirtschaftspolitische Prozesse als auch die Vorstellung davon, was Offentlichkeit' ist bzw. sein kann: WikiLeaks will den Regierungen dieser Welt nicht die politische Kontrolle entrei-ssen, wohl aber die Kontrolle uber ihr Herrschaftswissen. Plotzlich gibt es einen neuen Akteur, der sich das Recht herausnimmt, daruber mitzuentscheiden, was geheim bleibt." Man kann die Organisation schlicht als neuen Akteur auf der Buhne massenmedialer Offentlichkeit begreifen, oder aber in WikiLeaks eine neue Evolutionsstufe, ja eine logische Konsequenz in der Entwicklungskette politischer Offentlichkeit von der antiken Versammlungs- uber die neuzeitliche massenmediale Offentlichkeit bis hin zur modernen Netzoffentlichkeit sehen - beide Betrachtungsweisen werden dem Phanomen WikiLeaks aufgrund seiner Komplexitat und seiner vielschichtigen Beziehungen zu bestehenden Formen von Offentlichkeit und deren Akteuren jedoch nicht gerecht. Im Zuge der folgenden Analyse wird davon ausgegangen, dass WikiLeaks eine eigene Form von Offentlichkeit schafft, die zwar mit den bekannten Erscheinungsformen politischer und massenmedialer Offentlichkeit interagiert, jedoch grundsatzlich eigenstandig ist und sich in zentralen Merkmalen von diesen unterscheidet. Ziel dieser Arbeit ist eine offentlichkeitstheoretische Annaherung an das vieldiskutierte und gleichwohl umstrittene Phanomen WikiLea"
 

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