Über Arthur Schnitzlers ́Reigen ́ mit Fokus auf das Thema Zensur

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GRIN Verlag, 2007 - 88 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 13 Punkte, Universitat Augsburg (Lehrstuhl Prof. Becker), Veranstaltung: Seminar zur Rechtsgeschichte, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Sehr dicht - einzeiliger Zeilenabstand. 984 KB, Abstract: Mit der Zensur geht immer der Skandal einher. Fast immer - zumindest in der Kunst - setzt der Skandal, das schockierende, anstossige Verhalten, das Argernis, das Aufsehen und Emporung hervorrufende Ereignis, der schamlose Verstoss gegen die guten Sitten oder Gesetze"3) neue Massstabe. Es wird mit bestehenden Wertvorstellungen auf kunstlerischer, asthetischer, moralischer, religioser oder politischer Ebene gebrochen. Verkrustete Traditionen werden schmerzhaft verletzt. Die Gesellschaft als Ganzes wird aufgeruttelt und irritiert. Aus all diesen Grunden dient der Skandal so vorzuglich dazu, Zeitgeschichte zu reflektieren. Und eben unter diesem Gesichtspunkt mochte der Verfasser die folgenden Ausfuhrungen verstanden haben wissen: Der Skandalon4) um Reigen" als Spiegel seiner Ze
 

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Contents

Einführend
8
Der Autor
13
Der Reigen um den Reigen
23
Die ReigenProzesse
28
Der zweite ReigenProzess
33
Nachlese Schluss mit dem Reigen
39
Copyright

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Common terms and phrases

Popular passages

Page 12 - Es war nicht möglich, insbesondere für einen Juden, der in der Öffentlichkeit stand, davon abzusehen, daß er Jude war, da die ändern es nicht taten, die Christen nicht und die Juden noch weniger.
Page 9 - Ich habe mich mit der Frage gequält warum ich eigentlich in all diesen Jahren nie den Versuch gemacht habe Ihren Verkehr aufzusuchen und ein Gespräch mit Ihnen zu führen (wobei natürlich nicht in Betracht gezogen wird, ob Sie selbst eine solche Annäherung von mir gerne gesehen hätten).
Page 9 - So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber in Folge feiner Selbstwahrnehmung - alles das wissen, was ich in mühseliger Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe.
Page 23 - Druck gegeben; denn ich glaube, ihr Wert liegt anderswo als darin, daß ihr Inhalt den geltenden Begriffen nach die Veröffentlichung zu verbieten scheint . Da Jedoch Dummheit und böser Wille immer in der Nähe sind. füge ich den ausdrücklichen Wunsch bei. daß meine Freunde, denen ich dieses Manuskript gelegentlich übergeben werde, es durchaus in diesem Sinne behandeln und als ein bescheidenes, ihnen persönlich zugedachtes Geschenk des Verfassers aufnehmen mögen" . Die erste Buchausgabe öffentlicher...
Page 3 - Alle Spekulation, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen; wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter. Und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich...
Page 23 - Lebensaspekten und der komischen Gestaltung. Die komische Kraft ist ein neuer Zug an Schnitzler. Er hat eine Schauspielerin auf zwei, nicht immer geschlossene Beine gestellt, deren Wesen in dunklen Situationen erschütternd wirkt. Er giebt einen kostbaren Poeten, der sich pseudonym Biebitz nennt und das süße Mädel als Unterlage für Betrachtungen ansieht. Man schreit beim Lesen. Es ist ein kleiner Dekameron unserer Tage.
Page 9 - ... ich mich über die Differenz der Begabung hinwegsetzen wollte, die mich von Ihnen trennt, sondern ich habe immer wieder, wenn ich mich in Ihre schönen Schöpfungen vertiefe, hinter deren poetischem Schein die nämlichen Voraussetzungen, Interessen und Ergebnisse zu finden geglaubt, die mir als die eigenen bekannt waren.
Page 23 - Manuscript in Druck gegeben ; denn ich glaube. ihr Wert liegt anderswo als darin, daß ihr Inhalt den geltenden Begriffen nach die Veröffentlichung zu verbieten scheint. Da jedoch Dummheit und böser Wille immer in der Nähe sind, füge ich den ausdrücklichen Wunsch bei, daß meine Freunde, denen ich dieses...
Page 15 - Rede, in der ich sie das gemeinste, Canaille etc. nannte, ihr die Infamie ihres Wesens vorhielt, und in dieser Zeit eine ausgesprochene Befriedigung empfand. Sie war anfangs regungslos, irrte dann im Zimmer herum und bekam endlich ihre Anfälle.- Dann wieder Ruhe; plötzlich, indem ich ihr wieder ihre Ludereien vorhielt, überkam es mich übermächtig und ich schlug sie mit den Fäusten und Füßen. Sie...
Page 18 - Gedankenstrichen wiedergab; die Dirne und der Soldat, der Soldat und das Stubenmädchen, das Stubenmädchen und der junge Herr, der junge Herr und die junge Frau, die junge Frau und der Ehemann, der...

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