Über den geistigen Gehalt der alten Religionen und Mythen: als Einleitung zur Erklärung der nordische Mythen ...

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Tengnagel, 1828 - Mythology, Norse - 88 pages
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Page 68 - Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.
Page 106 - ich erklärte religiöse Grundgedanken als das Wesen der Sage, und diese als eine verkörperte Überlieferung heidnischer Bildung und Religion.
Page 70 - Begirden wider die Stimme seines Gefühls zu folgen, sein Glück der Schlangenlist einschleichender Wollust aufzuopfern, und das Feuer, womit ihn der gütige Vater der Götter und Menschen beseelen und über alles nöthige aufklären wollte, sich selbst zuzueignen. Hingegen beschreiben andere, wie der Mensch aus dem Schlamm nach langer Arbeit der Natur endlich so, wie er ist, gebildet worden, aber erst nach mehreren Geschlechtsfolgen zu der Kraft und Schönheit gelangt, wodurch er allen anderen Thieren...
Page 108 - Der, so die Hitze sendet, ist der Gott in etatu abscondito , der nie in die Erscheinungswelt tritt und darum keinen Namen hat. Durch seine Kraft geht Licht, Wärme und Feuer in den Becher der Täuschung über, und darin werden denn aus Niflheims Nacht , Eis und Kälte Lebenstropfen und aus diesen der Weltleib Ymir. Sieht man auf den Grund der Sache , so ist das nichts anderes als die...
Page 108 - Othin nicht einen Menschen, sondern eine Religion zu verstehen habe, also nicht ein kurzes sterbliches Menschen- Leben, sondern eine feste dauernde Glaubenslehre, die natürlich nicht bey jedem Volke des Nordlands zu gleicher Zeit und mit gleichen Umständen aufkommen (oder in derselben Form sich erhalten) konnte, weshalb denn auch ebenso folgerecht Othin zu verschiedenen Zeiten und in veränderter Gestalt erscheinen musste: so erhält doch jene Glaubenslehre weder durch die eingemischten geistigen...
Page 108 - Finsterniss, oder Feuer und Wasser. In jeder Geburt ist der Tod schon gegeben, weil sie auf Täuschung beruht, und, wie diese aufhört, sich die Gegensätze, die das Leben gebildet haben, wieder trennen. In der nordischen Weltgeburt ist der Welttod schon gegeben. Warum die Gegensätze zur Vereinigung getäuscht werden, das ist ein Geheimm'ss, an welches die nordische Religion den Glauben an den einen, unbegreiflichen Gott anknüpfte.
Page 71 - Völker ganz wahre Vorstellungen und Kennt„nisse hatten, indess die Künste, welche zu den Bequemlichkeiten des Lebens gehören, viel jünger sind. In den höch„sten Sachen dachten die ältesten Menschen richtig, in Le„bensgeschäften waren sie Kinder.
Page 107 - Täuschung, wie oben (8.4 1 1 ) nachgewiesen. Wo die Täuschung aufhört , da verschwindet auch die Zeit und die Schöpfung, da beginnt die Ewigkeit und diese ist eine Folge der Wiedergeburt. Verbesserungen. S. 13. Z. 11.
Page 107 - Hvergelmirs und nsgtan der Wurzel des Lebens, dh er ist die Schwerkraft, die alles Materielle wieder 'hinabzieht und in seine Urstoffe auflöst. Darum zerreifst er die Leichen, er löst die Körper auf. Hieraus folgt : die Materie selbst wird in ihrem Wesen verändert, wenn ihre Eigenthümlichkeit aufhört; weil die Schöpfungskraft in einen andern Zustand eingeht , so stirbt auch die Materie ; •wann der Drache fliegt, dann verschwindet die...
Page 84 - Skandinaviern (die spätern hatten Bilder) auf eine reinere Religion zu schliessen glaubten. Auch die ältesten Griechen hatten noch keine Götterbilder, und nehmen darauf doch einen Pfahl oder Stein als das repräsentierende Zeichen ihrer Gottheiten an. (also doch nicht als Gottheiten). Bey den Deutschen waren es Bäume, Felsen und Flüsse. So auch bey den ältesten Bewohnern des Nordens. (?) Selbst nachdem die Odinische Religion den Sieg gewonnen hatte, finden wir noch häufig Erwähnung dieser...

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