Abre los ojos - Und die Zukunft wird sichtbar: Die Rückkehr zum mündigen Subjekt in Abre los ojos und Vanilla Sky

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GRIN Verlag, Sep 18, 2008 - Performing Arts - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Komparatistik), Veranstaltung: Anthropologische Ursprungsmodelle in der Literaturwissenschaft (Girard und Gans), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In vorliegender Hausarbeit werde ich drei – mehr oder weniger – anthropologische Modelle betrachten, die aufeinander aufbauen und sie danach auf die Interpretation der Filme Abre los ojos (1997) des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar sowie dessen Hollywood Remake Vanilla Sky (2001) von Cameron Crowe anwenden. Theoretisch wäre es auch möglich, sich nur auf einen der Filme zu beziehen. Da Crowe plagiatmäßig auf Amenábar aufbaut, aber dennoch interessante eigene Akzente setzt, habe ich es schließlich vorgezogen, beide Filme in die Interpretation einzubeziehen. Die drei Theorien sind folgende: Zuerst kommt die Opfertheorie des französischen Literaturwissenschaftlers und Kulturanthropologen René Girard zum Tragen, die den Ausweg aus der Krise eines menschlichen Kollektives mit der gewaltsamen Beseitigung eines Sündenbockes beschreibt, sowie menschliches, mimetisches Verhalten in triangulären Begehrensstrukturen erklärt. Mit Hilfe dieser Dreiecke werde ich mich an die Handlungsstrukturen der Filme annähern, um dann mit der zweiten Theorie des amerikanischen Literaturwissenschaftlers Eric Gans eine tiefere Interpretation anzustreben. Gans ergänzt Girards These und verknüpft sie mit der Entdeckung des ersten, ostensiven Zeichens in einer rekonstruierten Urszene. In dieser Urszene wird schließlich nicht „nur“ die menschliche Kultur gegründet, sondern gleichzeitig auch die Sprache. Schließlich werde ich den Versuch unternehmen, die Performatismus-Theorie von Raoul Eshelman auf die beiden Filme anzuwenden. Es wird zu klären sein, ob sich in der Handlung schon das Ende der Postmoderne und der Übergang in eine neue Zeit, bestimmt vom performativen Prinzip, erkennen lässt, wie es in Eshelmans Aufsatz „Der Performatismus oder das Ende der Postmoderne. Ein Versuch“ entworfen wird. Ich werde mich in den Kapiteln jeweils zuerst mit der Theorie auseinandersetzen und diese schließlich auf die Filme übertragen. Hierbei versuche ich, mich auf jeweils immer nur einen Film mit den dazugehörigen Hauptfiguren zu konzentrieren.
 

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