Absolute Musik im Gesamtkunstwerk?: Sinfonische Strukturen in Richard Wagners "Parsifal"

Front Cover
GRIN Verlag, 2011 - 116 pages
0 Reviews
Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg (Institut fur Musikforschung), Sprache: Deutsch, Abstract: Richard Wagners letztes Musikdrama "Parsifal" entstand in den funf Jahren von 1877 bis 1882. Mehr noch als bei anderen seiner Werke legte Wagner wahrend der Komposition Wert auf musikalische Geschlossenheit und Eigenstandigkeit. Ein weiterer zentraler Gesichtspunkt, der den Parisfal von vorherigen Werken unterscheidet, ist der Stellenwert des Ritus darin. - Im Ergebnis schuf Wagner das wohl am wenigsten dramatische, jedoch am starksten von religiosem Kult gepragte musikalische Drama seines uvres. Die Musik aber ist ungemein stark vom Autonomiegedanken gepragt. Ausgehend von Wagners schopferischer Verfahrensweise, die fur die Arbeit am Parsifal Dank der Tagebuchaufzeichnungen Cosimas aussergewohnlich detailliert dokumentiert wurde, wird der Blick auf die Machart der Musik gelenkt. Der Schwerpunkt liegt also nicht auf dem musikalischen Drama als Gesamtkunstwerk, sondern auf seiner Musik als einer eigenstandigen Entitat. Eine solche Betrachtungsweise legitimiert sich bereits durch den dezidiert sinfonischen Anspruch des Komponisten. Im Parsifal kam dieser Anspruch besonders zum Tragen, denn je alter Wagner wurde, desto entschiedener verfolgte er instrumentalmusikalische Prinzipien. - Das vorliegende Buch stellt sich dem Versuch, die Musik des Wagnerschen Dramas nicht aus der Sicht des Musiktheaters zu beurteilen (was zwangslaufig ein Stehenbleiben bei den in ihrer Erklarungskraft beschrankten Leitmotiven zur Folge hatte), sondern sie aus einem Blickwinkel zu betrachten, der dem ideellen und qualitativen Anspruch der Musik gerecht wird. Versucht wird eine musikalische (Form-)Analyse des Parsifal unter Einbeziehung von Wagners Arbeitsweise und seiner bedeutendsten asthetischen Ansichten. Nicht nur die zahlreichen Abschnitte reiner Instrumentalmusik im Buhnenweihfestspiel zeigen, das
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

About the author (2011)

Die Herausgeber: Hans Gebhardt (Jahrgang 1950) hat an der Universit?t T?bingen studiert und promoviert, er arbeitete anschlie?end an der Universit?t zu K?ln als wissenschaftlicher Assistent und hat sich dort habilitiert. Im Jahre 1990 wurde er auf eine Professur f?r Geographie in T?bingen berufen, 1996 auf den Lehrstuhl f?r Anthropogeographie an der Universit?t Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geographie der Verdichtungsr?ume, der Wirtschaftsgeographie und der Politischen Geographie, regional im Vorderen Orient und in S?dostasien. R?diger Glaser (Jahrgang 1959) hat an der Universit?t W?rzburg studiert, promoviert und habilitiert. Im Jahr 2001 wurde er auf eine C3-Professur f?r Physische Geographie an die Universit?t Heidelberg berufen, seit November 2004 ist er Lehrstuhlinhaber am Institut f?r Physische Geographie in Freiburg i. Br. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Klimatologie, in der Global-Change-Forschung, der Umweltplanung und im Bereich der digitalen Verfahren sowie regional in Nordamerika. Ulrich Radtke (Jahrgang 1955) hat in D?sseldorf studiert, dort in Geographie 1983 promoviert und 1988 habilitiert. 1992 ?bernahm er eine Professur f?r Bodengeographie und Geomorphologie in Karlsruhe und wurde 1993 auf einen Lehrstuhl f?r Physische Geographie an die Universit?t zu K?ln berufen. Seine Forschungsgebiete sind K?stenmorphologie, Quart?rforschung, Geochronologie und Landschafts?kologie; aktuelle regionale Schwerpunkte liegen in Argentinien und Chile, in der Karibik, in Australien und Mitteleuropa. Paul Reuber (Jahrgang 1958) hat an der Universit?t K?ln studiert und promoviert, er arbeitete anschlie?end an den Universit?ten Heidelberg (Habilitation) undMainz. Im Jahr 2001 wurde er auf einen Lehrstuhl f?r Anthropogeographie an die Universit?t M?nster berufen. Seine inhaltlichen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Politischen Geographie sowie der Kultur- und Sozialgeographie mit einer regionalen Konzentration auf Europa und S?dostasien. Beteiligt sind circa 120 Autoren aus dem deutschsprachigen Raum.

Bibliographic information