Affecte und Leidenschaften: nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft und Gesetzgebung. Für Aerzte und Rechtsgelehrte

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J.H. Heuser, 1866 - Emotions - 51 pages
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Page 3 - Alles, was das Vermögen eines Menschen, mit Freiheit und Ueberlegung zu handeln, mehrt oder mindert, das mehrt oder mindert auch den Grad der Strafbarkeit.
Page 17 - Tit. 20. §. 16.) gesagt wird: „wer frei zu handeln unvermögend ist, bei dem findet kein Verbrechen, also auch keine Strafe statt...
Page 47 - Jetzt mußten alle Messer u. dgl. entfernt werden, auf die hinterlistigste Weise suchte er die Umstehenden zu verletzen, und wenn er nichts anders haben konnte, versteckte er wenigstens eine Nadel unter eine Blume, womit er seinen kleinen Bruder, als wenn er ihn wollte an die Blume riechen lassen, listig tückisch stach.
Page 47 - Ein sonst stiller, gleichgültiger Junge, den ich in den ersten Monaten meiner Praxis an einer Art von Veitstanz zu behandeln hatte, war, sobald der Anfall kam, wie von einem boshaften Teufel besessen. Die Augen blickten wild und tückisch, dabei lachte er entsetzlich behaglich, als wenns ihm bei seinen tanzenden Bewegungen ganz besonders wohl wäre. Jetzt mußten alle Messer u.
Page 4 - Willenserklärung, mit dem Schaden desselben, sich zu bereichern sucht. §. 28. Personen, welche durch den Trunk des Gebrauchs ihrer Vernunft beraubt worden, sind, so lange diese Trunkenheit dauert, den Wahnsinnigen gleich zu achten (§. 23.). §. 29. Ein Gleiches gilt von Denjenigen, welche durch Schrecken, Furcht, Zorn, oder andere heftige Leidenschaft in einen Zustand versetzt worden, worin sie ihrer Vernunft nicht mächtig waren.
Page 15 - Wahnsinnige, und überhaupt solche Personen, welche den Gebrauch ihres Verstandes durch Melancholie oder andere schwere Gemüthskrankheit völlig verloren und in diesem Zustande ein Verbrechen begangen haben...
Page 44 - Seelenkrankheit entspringt, muss sie eben deshalb eine längere Verstörung des Gemüths zur Folge haben, welches erst sehr allmälig in das Gleichgewicht seiner Kräfte und Antriebe zurückkehrt und die freie Thätigkeit derselben zum Bewusstsein gelangen lassen kann. Der wahnsinnige Mörder wird daher jedesmal erst nach langer Zeit über die wesentliche Bedeutung seiner blutigen That zur Besinnung kommen können, und bis dahin sie auf eine Weise beurtheilen, welche eine Störung seines religiösen...
Page 22 - Uebcrmafs seiner Lebendigkeit bis zum Affekt gesteigert worden, den Menschen plötzlich zu etwas Anderm macht, als er gewöhnlich ist, ihn anders zu handeln gezwungen hat, als er, wenn er seiner mächtig gewesen wäre, gehandelt haben würde.
Page 4 - Thäter ohne eigene Schuld durch eine ihm selbst oder seinen Angehörigen zugefügte Misshandlung oder schwere Beleidigung von dem Verletzten zum Zorn gereizt und dadurch auf der Stelle zur That hingerissen worden, oder wird festgestellt, dass andere mildernde Umstände vorhanden sind, so ist im Falle der Tödtung (§§. 194 195) auf Gefängniss nicht unter sechs Monaten, im Fall...
Page 4 - Thater nur aus Bestürzung, Furcht oder Schrecken über die Grenzen der Verteidigung hinausgegangen ist.

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