Aggressives Verhalten als externalisierende Problemverarbeitung männlicher Jugendlicher

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GRIN Verlag, Apr 14, 2008 - Psychology - 42 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für pädagogische Psychologie), Veranstaltung: Probleme des Jugendalters, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Jugendalter gilt als eine der schwierigsten Entwicklungsstufen. Zum einen muss ein Kind innerhalb weniger Jahre starke körperliche Veränderungen durchmachen, die aus ihm schließlich einen Erwachsenen machen sollen, und zum anderen macht es natürlich auch innere Entwicklungen durch. Jugendliche in der Pubertät wirken oft sehr eigenwillig, verhalten sich scheinbar seltsam und durchleben extreme Gefühlsschwankungen. Als Rebell erlebt der Jugendliche in seiner Pubertät die so genannte "Sturm und Drang" Zeit. Auch aus diesem Grund sind, nicht nur an den Schulen, zunehmend aggressive Verhaltensweisen zu beobachten. In Zeiten erhöhter Jugendkriminalität, gestiegener Zahlen gemeldeter Gewalttaten an Schulen, wachsendem Auftreten von organisierten Jugendbanden, hohem Level an gezeigter Gewalt in den Medien und der im Alltag zu spürenden gestiegenen Zahl von gewalttätigen Übergriffen unter Gleichaltrigen im allgemeinen, ergibt sich die Frage nach dem „Warum?“ und damit die Relevanz, sich mit dem Thema Gewalt unter Jugendlichen auseinander zusetzen. Den Hauptanteil gewalttätiger Übergriffe verbuchen dort die männlichen Jugendlichen für sich, wobei die Entwicklung gestiegener Mädchengewalt, auch organisiert an Schulen, auffällt. In dieser Arbeit soll demnach aufgrund der höheren Auftretungsdichte das Hauptaugenmerk auf die Gruppe der männlichen Jugendlichen gelegt werden. Es ergeben sich also, speziell nach Vorkommnissen wie sie unlängst an der Rütli-Schule in Berlin passierten, folgende Fragen: Wie können wir aggressives Verhalten generell versuchen zu erklären? Welche psychologischen Theorien gibt es, die aggressives Verhalten zu erklären versuchen? Wie äußert sich Jugendgewalt im Alltag? Wie kann man der Ausübung von Gewalt entgegenwirken, bzw. vorbeugen oder wenn der Punkt des „Vorher“ bereits überschritten ist, wie kann man möglichst erfolgreich intervenieren? In der vorliegenden Arbeit soll sich zusammengefasst mit dem aggressiven Verhalten männlicher Jugendlicher befasst werden, wobei die gewalttätigen Handlungen unter dem Aspekt der externalisierenden Problemverarbeitung betrachtet werden. Unter Heranziehung der verschiedenen Aggressionstheorien soll erörtert werden, in welchem Maße aggressives Verhalten angeboren, erlernt oder als Verarbeitungsmittel von Frustration benutzt wird. Zunächst werden die Begrifflichkeiten, mit denen wir uns in dieser Arbeit auseinandersetzen, abgegrenzt definiert und erklärt.
 

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Aggression Aggressionshandlungen aggressive Energien aggressive Triebenergie aggressive Verhaltensweisen aggressiven Handlung aggressives Verhalten Aggressivität Alltag angeboren anhand Anti-Aggressivitäts-Trainings Aspekt aufgestauter aktionsspezifischer Energie aufgrund Auslösemechanismus Auswirkungen BANDURA Begriff Gewalt beispielsweise bereits bestimmten Betroffenheit Bezug BIEDERMANN BIEDERMANN/PLAUM BJÖRKQVIST BRÜNDEL/HURRELMANN Chromosom Chromosomenanomalie dargestellt Definition demnach direkte eigenen emotionale Emotionen Empirische Befunde erklären ethologische Folgenden FREUD Frustration Frustrations-Aggressions-Theorie Genetik GERRIG Geschlechterrolle Gesellschaft Gewaltbegriff gewaltbereiten Jugendlichen Gewaltdarstellungen gewaltfrei Gewaltprävention gewalttätigen Jugendlichen gewalttätiges Verhalten Gewaltverhalten Gleichaltrigengruppe Gruppe HANKE häufig Heißer Stuhl hierbei hinaus hohe impulsiv Instinkthandlung Intervention Jahren jährigen Jugendalter kathartischen KAUKIAINEN Kinder Konditionierens KONRAD LORENZ Konzepte KORNADT körperliche KUNCZIK LAGERSPETZ lässt Lernen am Modell Lerntheoretische Ansätze LORENZ männlichen Jugendlichen Menschen Misshandlung Modell-Lernens Möglichkeit MUMMENDEY MYSCHKER negativen Neurotransmitter pädagogischer PLAUM Politik Prävention Probanden projektbezogene Jugendarbeit psychoanalytischen PULKKINEN Reaktionen Rechtfertigungsstrategien Rolle Schlüsselreize Situation soll heißen somit sozialen speziell Stichprobe temporäre Verschiebung Todestrieb triebtheoretischen Ansätzen Unterschiede verdeutlichen verschiedene WEIDNER weiterer WIDOM zielgerichtet ZIMBARDO Zusammenfassung und Weiterführung Zusammenhang

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