Allokations- und Verteilungsregeln in internationalen Umweltabkommen

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Mohr Siebeck, 2002 - Political Science - 225 pages
English summary: What are the possibilities for sovereign states to realize cooperative gains through international environmental agreements? Which criteria are used to distribute these joint gains among the negotiating parties? In a comprehensive study of international environmental agreements, Ilka Meyne takes into account the incentives of the negotiating parties to cooperate, the perceived potential for conflict in relation to the chosen rule for allocating cooperative gains as well as the fact that the negotiating parties cannot be considered as monolithic blocks and are not certain that the agreement will actually be applied in national environmental policies. She comes to the conclusion that if there is any uncertainty concerning the ratification of an international treaty a sufficiently flexible agreement will increase the incentives to cooperate on an international basis. German description: Wie konnen souverane Staaten durch internationale Umweltabkommen Kooperationsgewinne erzielen? Nach welchen Kriterien werden diese Gewinne unter den Verhandelnden aufgeteilt?Die Autorin untersucht zunachst, wie die Anreizsituation internationaler Umweltprobleme in einem allgemeinen Modellrahmen angemessen abgebildet werden kann und welche Schlussfolgerungen sich daraus fur Stabilitats- und Verteilungsfragen bei internationalen Umweltverhandlungen ableiten lassen. Dabei zeigt sich, dass Verteilungsfragen fur die Stabilitat eines Umweltabkommens nur eine untergeordnete Rolle spielen.Deshalb analysiert sie anschliessend, welchen Einfluss die gewahlten Allokations- und Verteilungsregeln auf das von den Verhandelnden wahrgenommene Konfliktpotential hat. Sie geht von der These aus, dass die Verwendung bestimmter Regeln dazu dient, die Komplexitat der Verhandlungssituation zu reduzieren, um so den Verhandelnden die Beurteilung moglicher Verhandlungsergebnisse zu erleichtern.Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Zusammenspiel nationaler und internationaler Entscheidungsprozesse. Unter der Annahme nicht-monolithischer Verhandlungsparteien besteht die Moglichkeit des 'unfreiwilligen' Scheiterns von Verhandlungen, weil die Verhandlungsfuhrer nicht mit Sicherheit wissen, ob das Abkommen auch tatsachlich in nationale Umweltpolitik umgesetzt wird. Ilka Meyne zeigt, dass diese Unsicherheit bei entsprechender Flexibilisierung der Abkommensausgestaltung die Kooperationanreize auf internationaler Verhandlungsebene erhoht.

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About the author (2002)

Ilka Meyne, Geboren 1969; Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftlehre an der Universitat-Gesamthochschule Siegen; Wissenschafltliche Mitarbeiterin an der Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg; 2001 Promotion; seit 2000 Referentin fur Regulierungsverfahren bei der Deutsche Post AG.

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