Altern und Zeit: Der Einfluss des demographischen Wandels auf Zeitstrukturen

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, Jan 15, 2008 - Education - 230 pages
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Der bereits begonnene, sich allmählich deutlich sichtbar vollziehende Wandel der Gese- schaft zu einer insgesamt kleiner werdenden in ihrer Gesamtbevölkerungszahl und mit zunehmend höheren Anteilen älterer Menschen, wird die gegenwärtig geltenden und dur- gesetzten, faktisch über Erwerbsarbeitsstrukturen dominierten Zeitstrukturen funktional umbauen. Darin liegen Chancen zur bewussten aktiven Veränderung tradierten Zeitempf- dens, Zeitverständnisses und Zeitgebrauchs über reflektierte, sinngebende Gestaltung. Gleichzeitig bietet das Phänomen ,,Zeit" dem Menschen eine tiefreichende, weitvernetzte Ansatzmöglichkeit für existenzielles Nachdenken und Auseinandersetzung, die zum Thema Zeit in jeglicher Hinsicht und jeder historischen Phase in unterschiedlichen Wissenschaf- disziplinen und kulturellen Zusammenhängen wie Musik, Literatur, Theater Tradition hat. Die Fülle aktueller Publikationen zum Phänomen Zeit, von der Ratgeberebene bis poli- schen wie zu philosophischen Abhandlungen erweist sich als kaum überschaubar, all- dings auch als redundant. Zeit an sich besitzt die besondere Eigenschaft bereits im Moment der Auseinanders- zung über den Versuch, ihr näher zu kommen oder sie begreifbar zu machen, zugleich im Schwinden begriffen zu sein. Zeit wird mit jedem Moment unsichtbarer, indem ihr jemand über reflektierende Bestimmung näher kommen möchte. Und dennoch wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens zum Philosophen im Sinne des Nachdenkens über seine Stellung im Universum oder des Zusammenhangs seines Lebens und der Dinge in der Welt. V- herrschendes Thema des Alltagsphilosophierens ist die Zeit. Gerade das Phänomen Zeit hat in besonderer Weise dazu herausgefordert, sich mit dem Subjekt-Objekt-Verhältnis aus- nanderzusetzen und damit die Unauflösbarkeit über dieses nur wieder und wieder zu rep- duzieren.

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About the author (2008)

Dr. Christine Meyer ist Hochschulassistentin im Institut für Sozialpädagogik an der Universität Lüneburg.

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