Alternativen in der Raumzeit: eine Studie zur philosophischen Anwendung multimodaler Aussagenlogiken

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Logos, 2007 - Logic, Symbolic and mathematical - 408 pages
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Ist der Indeterminismus mit der Relativitatstheorie und ihrer Konzeption der Gegenwart vereinbar? Diese Frage lasst sich beantworten, indem man die fur das alte Problem der futura contingentia entwickelten Ansatze auf Aussagen uber das Raumartige ubertragt. Die dazu hier Schritt fur Schritt aufgebaute relativistische indeterministische Raumzeitlogik ist eine erste philosophische Anwendung der multidimensionalen Modallogiken. Neben den ublichen Zeitoperatoren kommen dabei die Operatoren "uberall" und "irgendwo" sowie "fur jedes Bezugssystem" und "fur manches Bezugssystem" zum Einsatz. Der aus der kombinierten Zeit- und Modallogik bekannte Operator fur die historische Notwendigkeit wird in drei verschiedene Operatoren ("wissbar", "feststehend", "beeinflussbar") ausdifferenziert. Sie unterscheiden sich bezuglich des Gebiets, in dem mogliche Raumzeiten inhaltlich koinzidieren mussen, um als Alternativen zueinander gelten zu konnen. Die Interaktion zwischen den verschiedenen Operatoren wird umfassend untersucht. Die Ergebnisse erlauben es erstmals, die Standpunkt-gebundene Notwendigkeit konsequent auf Raumzeitpunkte zu relativieren. Dies lasst auf einen metaphysisch bedeutsamen Unterschied zwischen deiktischer und narrativer Determiniertheit aufmerksam werden. Dieses Buch erganzt das viel diskutierte Paradigma der verzweigten Raumzeit ("branching spacetime") um eine neue These: Der Raum ist eine Erzahlform der Entscheidungen der Natur.

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Contents

Tempomodales Kontinuum
49
Welcher Indeterminismus und warum?
81
Alternativen in der klassischen Raumzeit
105
Copyright

15 other sections not shown

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