Analyse der motivationalen Effekte schulischer Leistungsbeurteilung auf der Grundlage von zwei Motivationsmodellen

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GRIN Verlag, Feb 20, 2006 - Education - 29 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, Note: 1,0, Universität zu Köln, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Motivation bildet eine ganz entscheidende Grundlage für das Lernen. Ohne Motivation, welcher Art auch immer, würde dieser Prozess nicht ablaufen. Der Mensch hat von Natur aus den intrinsischen Wunsch, seine Umwelt zu erforschen, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Diese Anlage ist bereits in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung gegeben und bildet die wesentliche Grundlage für den Erwerb kognitiver Fähigkeiten. Ab einem bestimmten Alter finden gesteuerte Lernprozesse zu sehr großen Teilen in der Schule statt. Dort wird nicht mehr nur aus „Spaß an der Sache selbst“ gelernt, sondern es müssen vielfach langweilige Strecken zum Erwerb von Grundkompetenzen zurückgelegt werden. Zudem steht das Lernen in der Schule unter dem Druck einer ständigen Beurteilung, wobei Beurteilung den Vergleich eines Ergebnisses mit einem gewissen Standard meint. (RHEINBERG 2001, S. 59) Die Leistungsbeurteilung vollzieht sich in Deutschland in der Regel in Form einer Zensurengebung. Neben einer Informations- und Rückmeldefunktion, der Selektions- und Sozialisationsfunktion sowie einigen weiteren Funktionen wird auch eine motivierende Funktion von Noten erhofft. Besonders mit Blick auf PISA, die Lern-standserhebungen und das Zentralabitur, die alle eine überregionale Vergleichbarkeit von Leistungen anstreben, ist das Thema Leistungsbeurteilung aktueller denn je. Leider werden dabei meist die Auswirkungen der traditionellen Notengebung vernachlässigt. Daher wird in der vorliegenden Arbeit untersucht, welche motivationalen Effekte die Leistungsbeurteilung auf Schüler hat. Zuerst werden zwei Motivationsmodelle als theoretische Grundlage für die Analyse schulischer Leistungsbeurteilung ausführlich dargestellt. Anschließend wird an-hand von zwei Untersuchungen zu motivationalen Effekten von Noten und der Theorie der Bezugsnorm-Orientierung der Zusammenhang zwischen Lernmotivation und Leistungsbeurteilung erläutert und die Auswirkungen der Leistungsbeurteilung auf die intrinsische Motivation werden dargestellt. Es geht in dieser Arbeit nicht darum, ein Plädoyer gegen Zensuren zu halten. Vielmehr soll untersucht werden, inwieweit Noten in den Lernprozess von Schülern eingreifen, sie die Motivation und Lernleistung hemmen oder vielleicht auch fördern.
 

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Aktivation Aktivitäten Anreizwert Anstrengung und Ausdauer Attribuierung Attribution Attributionsmuster Attributionsstile Attributionstheorie Aussagenlogische Auswirkungen der Leistungsbeurteilung besonders DECHARMS Deutscharbeit bei Hauptschülern eigenen Befähigung entsprechend Entwicklungspsychologie Erfolg eher Erfolg und Misserfolg Erfolgserwartung Erfolgsmotivierte Erfolgswahrscheinlichkeit Ergebnis Ergebnis-Folge-Erwartung Erklärung Erweitertes kognitives Motivationsmodell extrinsische Anreiz extrinsische Folge F. E. Weinert fremdthematisch geringe Fähigkeit GRAUMANN Handeln Handlungsepisode Handlungsergebnisse Handlungstendenzen HECKHAUSEN & RHEINBERG HECKHAUSEN 1984 Heckhausen und Rheinberg hohe Fähigkeit hohe Handlungs-Ergebnis-Erwartung hohe Verbesserungsmotivation individuelle Bezugsnorm-Orientierung individuellen Bezugsnorm internale Ursache intrinsisch motivieren intrinsische Motivation Kausalattributionen Kausalfaktoren kognitiv-motivationalen Effekten KRAMPEN & HERRIG Lehrer Leistungen Leistungsbild Leistungsergebnissen Leistungsmotiv Leistungsmotivation Lernen Lernmotivation Menschen Metakognition MIETZEL Misserfolgsmotivierte Motivationspsychologie motiviert Noten Oberziele Pädagogische Psychologie PAM-Strategie Pech positiv prognostischen Bedeutung kognitiv-motivationaler Regel RHEINBERG 1980 RHEINBERG 2001 schulischen Leistungsbeurteilung Schwierigkeit Selbstbekräftigung selbstbezogene selbstwertdienlichen sozialen Bezugsnorm stabile Ursachen stark stattdessen Stimulation Theorie der Kausalattribuierung Überveranlassung Unterricht Unterrichtsgüte Untersuchung variable vation Verhalten Verschiedene Erwartungen vorgestellt Weinheim zeitstabilen zeitvariablen Faktoren Zensuren zweckgerichtete

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