Analyse und Kritik der medizin-ethischen Diskussion zur Präimplantationsdiagnostik: Eine Übersichtsarbeit zum Diskussionsstand bis 2003

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GRIN Verlag, 2010 - 168 pages
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Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medizin - Gesamtmedizin, allgemeine Grundlagen, Note: summa cum laude, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Die medizinethische Diskussion zur Praimplantationsdiagnostik ist massgeblich bestimmt durch zwei sich gegenuberstehende Argumentationstypen. Die Befurworter bedienen sich vornehmlich eines pragmatisch-nutzenorientierten Argumentationstyps. Hierbei werden die Interessen und Bedenken moglicher Patienten aus einer subjektiven und situativen Perspektive heraus nach Pro- und Kontraargumenten gegeneinander abgewogen. Auf der anderen Seite folgen die Kritiker der Praimplantationsdiagnostik einem gesellschaftspolitisch-folgenorientierten Argumentationstyp. Sie weisen neben dem moglichen Schaden fur die Patienten auf das Negativpotential dieser Technik hin. Dabei werden in den abwagenden Bewertungsprozess neben den technikspezifischen Aspekten weitere heterogene Diskussionsfelder integriert. Die vorliegende Arbeit gibt zunachst einen Uberblick uber die naturwissenschaftlichen, klinischen und rechtlichen Aspekte zur Praimplantationsdiagnostik. Anschliessend wird der beschriebene Diskurs in seinen spezifischen Argumentationsstrangen analysiert. Die ebenfalls beteiligten Diskussionsfelder zum humangenetischen Krankheitsbegriff, zur Patientenautonomie, zum Embryonenstatus und zur Eugenik-Debatte werden in Beziehung gesetzt zur Thematik der Praimplantationsdiagnostik. Ich stelle fest, dass die unterschiedlichen Ansatze der beiden wichtigsten Argumentationstypen eine grundlegende Asymmetrie bedingen. Aufgrund der hochgradigen Komplexitat des Bewertungsprozesses ist der gesellschaftspolitische Argumentationstyp anders als der pragmatische mit einem latenten Vermittlungsproblem belastet. Trotz inhaltlicher Relevanz der gesellschaftspolitischen Argumente konnte sich dieses strukturelle Ungleichgewicht zugunsten der pragmatischen Argumente in der politischen Entscheidungsfindung nieders
 

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Abschnitt Abtreibung allerdings Anwendung der PGD Argumentation Argumentationstypen Argumente Aspekte aufgrund Autonomie BÄK Bayertz befruchtete Eizelle Befruchtung Begriff beispielsweise Belastungen Beratung beschrieben besonders besteht bestimmten Bewertung Bezug Bioethik-Kommission Biopsie Birnbacher Chorea Huntington Chromosomenaberrationen Diagnostik Diskriminierung Diskussion zur PGD Diskussionsfelder Eizelle Eltern Embryo Embryonenstatus Entscheidung entsprechenden Entwicklung Erbkrankheiten Erbleiden ESchG ESHRE PGD Ethik ethischen Faktoren Fall folgenorientierte Frage Frau Genanomalien Gendiagnostik genetischen Genpool Gentechnologie Gesellschaft gesellschaftspolitischen Argumentationstypen Gründe Handyside hierbei Humangenetik ICSI in-vitro Indikation Individuum Interessen jeweiligen Kind klassischen Eugenik Kollek 97 konkret könnte Kontext Krankheit Krankheitsbegriff Kriterien Kritik medizinethischen medizinethischen Diskussion medizinischen Menschen Menschenwürde menschlichen Möglichkeit moralischen Mukoviszidose muss negative neuen Eugenik normativen Patienten PGD-Anwendung PGD-Diskussion pragmatischen Präimplantationsdiagnostik primär Problematik psychosozialen Druck Rahmen der PGD rechtlichen relevant Reproduktion Reproduktionsmedizin Risiko scheint Schutzstatus Schwangerschaft Schwangerschaft auf Probe Schwangerschaftsabbruch SE-Argumente Selektion Situation somit Statusdiskussion Stelle Technik Testart Totipotenz Überlegungen Umgang Universität zu Lübeck unterschiedlichen Verfahren wesentlichen Zellen zukünftigen

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