Andrea Palladio und der venezianische Palast

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GRIN Verlag, May 5, 2008 - Architecture - 35 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 2,0, Universität Wien (Kunstgeschichte), Veranstaltung: Architektur der Renaissance in Oberitalien, Sprache: Deutsch, Abstract: Zehn Jahre vor seinem Tode veröffentlichte Andrea Palladio seine Überlegungen zur Architektur und prägte damit weite Bereiche der europäischen Architektur für sehr lange Zeit. Die „Quattro Libri dell’Architettura“ erschienen 1570 in Venedig, im selben Jahr, als er zum offiziellen Architekten der Republik ernannt wurde. Zusammen mit seinen Studien zum antiken Rom, „le Antichità di Roma“ (1554) bildeten die vier Bücher der Architektur die Grundlage für die große Verbreitung von Palladios Ansichten in ganz Europa. Vor allem Frankreich, Holland und England prägte der so genannte „Palladianismus“ nachhaltig. Seine Schriften wurden bereits kurze Zeit nach ihrer Veröffentlichung neu gedruckt und später in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihrer großen Verbreitung verdankt es der 1508 wahrscheinlich in Padua geborene Architekt, zum Lehrmeister des europäischen Klassizismus geworden zu sein. Palladios Schaffen wurde somit über Jahrhunderte hinweg und in den meisten Ländern Europas rezipiert. Kritik an Palladios Konzepten und Überlegungen wird dort am Lautesten, wo seine Vorschläge mit den lokalen Traditionen kollidierten, wo seine Entwürfe abgelehnt wurden. Zwei solcher Entwürfe finden sich in den oben erwähnten „Quattro Libri dell’Architettura“. Sie enthalten neben Betrachtungen zu den fünf Säulenordnungen, welche an Sebastiano Serlios Veröffentlichungen erinnern, Skizzen und kurze Kommentare zu Triumphbögen, Brücken, Basiliken, antiken Bauten und Privathäusern, darunter zwei Projekte für Palazzi in Venedig. Palladio lag viel daran, Entwürfe zu veröffentlichen, welche – laut eigener Aussage - bereits realisiert sind oder dies kurze Zeit nach Veröffentlichung sein sollten. Die zwei venezianischen Paläste bilden eine der Ausnahme dieser Behauptung. Die Beantwortung der Frage, warum es nicht zur Realisierung der Entwürfe, nicht zum Bau dieser Palazzi kam, wird einen argumentativen Raum (wieder-)eröffnen, der es ermöglichen soll Palladios Werk kritisch zu durchleuchten.
 

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