Anthony Downs: Zur Ökonomie des Wählens

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GRIN Verlag, Jun 12, 2008 - Political Science - 22 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Seminar für Wissenschaftliche Politik), Veranstaltung: Demokratietheorien, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Empörung war groß, als Richard von Weizäcker in seiner Eigenschaft als deutscher Bundespräsident 1992 den Parteien und Politkern vorwarf, „(...) machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen politischen Führungsaufgabe“ zu sein. Und spätestens seit der CDU-Spendenaffäre dürfte deutlich sein, dass das auch stimmt. Liest man Anthony Downs „An Economic Theory of Democracy” wird schnell deutlich, dass es sich hier nicht um eine anachronistische These aus den Anfängen moderner Politikwissenschaft handelt, sondern diese Schrift einen funda-mentalen staatsrechtlichen Grundsatz falsifiziert: „Die durch das Amt definierte und disziplinierte Staatsgewalt richtet sich ausschließlich aus auf das Wohl des staatlich verfaßten Volkes (...). Sie ist resistent gegen den Eigennutz der Amtsinhaber wie gegen Gruppen-interessen (...).“ Eine Aussage, die ins Zentrum der Überlegungen des amerikanische Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Downs geht, der mit seinem Modell rationales Verhalten in der Politik - freilich von einem ökonomischen Standpunkt aus - zu erklären versucht. Um jedoch Downs Argumentation folgen zu können und seine Schlüsse zu verstehen, ist es nötig, sich zunächst mit den Annahmen zu befassen, die seinen Modellen zu Grunde liegen. So gilt seine 1957 publizierte Schrift “An Economic Theory of Democracy” als eine der grundlegenden Beiträge in der Rational-Choice-Forschung. In seinem Buch untersucht er, wie sich Wähler und Parteien verhalten, wenn man sie als Anbieter und Nachfrager betrachtet. Downs selbst schreibt in der Einleitung zu seinem Text, er wolle „Verhaltensregeln für eine demokratische Regierung“ aufstellen, da bis zu dem Zeitpunkt der Niederschrift seiner Arbeit noch niemand derartige Regeln verfasst habe, sich jedoch schon viele mit dem Verhalten von Konsumenten und Produzenten beschäftigt hätten. Hier sieht Downs ein Defizit, welches er beheben möchte, jedoch ohne vorzugeben alle Probleme lösen zu können. Bereits zu Beginn der „Ökonomischen Theorie der Demokratie“ legt Downs das Ziel seiner Untersuchung eindeutig fest: „Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, derartige [Anm.: generalisierte und doch realistische] Verhaltensregeln für eine demokratische Regierung aufzustellen und die durch sie implizierten Schlussfolgerungen zu entwickeln.“
 

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