Anti-Janus: eine historisch

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Herder, 1870 - 188 pages
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Page 21 - ich freue mich, dass damals noch Ein Mann in Europa gefunden wurde, der gegen jenen Westphälischen Frieden im Namen Gottes und des christlichen Gewissens Protest einlegte, und dass dieser Mann gerade der Träger des höchsten kirchlichen Amtes auf Erden war. Denn wahrlich nicht desshalb hat der Papst protestirt, weil er etwa überhaupt keinen gerechten Frieden zwischen Protestanten und Katholiken wollte, — die ganze nachherige Geschichte hat das Gegentheil bewiesen — , sondern, weil es galt...
Page 161 - Erst hieß es bei den Byzantinern: nur Patriarchen, deren jeder ein Stück der Kirche regiert, erkennen wir an, aber keinen Papst, kein Haupt der Patriarchen. Dann kam die englische Kirche und sagte: weder Papst noch Patriarchen, bloß Bischöfe.
Page 37 - Der Stuhl Petri sollte eine Stätte der Wahrheit, eine allen zur Stärkung gereichende Burg des festen Glaubens bleiben. Denn die Worte wie die Gebete des Herrn waren nicht bloß auf die einzelne Person, auf den nächsten Moment gerichtet, sondern sie waren grundlegend und bauend, sie galten vor allem der Kirche und deren zukünftigen, von ihm im Geiste geschauten Be256 Die Papst-Fabeln des Mittelalters, München 1863, 52.
Page 161 - Endlich erschienen die .Freunde' (Quäker) und mehrere andere neue Genossenschaften und hatten die Entdeckung gemacht: auch die Prediger sind vom Uebel; jeder sei sein eigener Prophet, Lehrer und Priester. Einen Schritt noch weiter hinab zu thun, ist bis jetzt noch nicht gelungen; doch soll man in den Vereinigten Staaten bereits daran studiren.
Page 40 - ... sollte auf ihn, diesen Mann mit seinem felsenfesten Charakter, die Kirche erbaut werden, die, wie sie ganz aus Personen, lebendigen Wesen besteht, so auch ein lebendiges persönliches Fundament damals bedurfte und immerdar bedarf. Da das Gebäude der Kirche ein für alle Zeiten bleibendes sein soll, so ging dieser Vorzug des Petrus, kraft dessen mit ihm als dem Fundamente alles in der Kirche zusammenhängen muß, notwendig auf andere nach ihm durch Vererbung über.
Page 141 - Interessen opferte: die Idee der Unabhängigkeit der Kirche und des von ihr über alle andern menschlichen Verhältnisse auszuübenden Gerichts, die Idee von der durch das Papstthum zu verwaltenden religiös-sittlichen Weltherrschaft.
Page 63 - Iahrhundert an, eine weitere, mehr künstliche und krankhafte als gesunde und natürliche Fortbildung des Primats zum Papat erfolgt ist, mehr eine Umwandlung als eine Entwicklung, welche denn auch die Zerreißung der bis dahin vereinigten Kirche in drei große, feindlich geschiedene Kirchenkörper zur Folge gehabt hat.
Page 40 - Bekenntnisses follte auf ihn, diesen Mann mit seinem felsenfesten Charakter, die Kirche erbaut werden, die, wie sie ganz aus Personen, lebendigen Wesen besteht, so auch ein lebendiges persönliches Fundament damals bedurfte und immercar bedarf.
Page 68 - Thätigkeit des römischen Bischofs. Die Päpste sind schon in der Zeit des römischen Reiches die Wächter der ganzen Kirche, welche nach allen Seiten hin mahnen und warnen, verfügen und richten, binden und entbinden.
Page 29 - Die Kirche hat die Macht äußeren Zwang anzuwenden; sie hat auch eine directe und indirecte zeitliche Gewalt."") Dieser Satz wäre wenigstens kein absolut neuer, er beruht, wie auch Ianus (S.

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