Antisemitismus vor Gericht: Debatten über die juristische Ahndung judenfeindlicher Agitation in Deutschland (1879-1960)

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Campus Verlag, Sep 12, 2011 - History - 475 pages
Die immer neu aufflammende Diskussion, wie Rechtsextremismus zu bekämpfen sei, hat lange Tradition. Christoph Jahr untersucht, wie zwischen 1879 und 1960 antisemitische Diffamierungen geahndet wurden. Welche Reaktionen löste die jeweilige Ahndung in der Gesellschaft aus? Erkennbar wird, dass antisemitische Agitation mal als Straftat wahrgenommen wurde, mal lediglich moralische Empörung nach sich zog. Im Nationalsozialismus war antisemitische Agitation sogar das normativ erwünschte Verhalten. Christoph Jahr beleuchtet außerdem, inwieweit es notwendig bzw. erwünscht schien, die angefeindete Bevölkerungsgruppe vor Angriffen zu schützen, und wenn ja, warum und mit welchen Mitteln das geschehen sollte. Ausgezeichnet mit dem Richard-Schmid-Preis 2012, vergeben vom Forum Justizgeschichte.
 

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Contents

Danksagung
11
I Einleitung
13
II Staat Recht Emanzipation
40
III Antisemitische Agitation und Straftat im Kaiserreich 18791914
116
Das Zeitalter der Weltkriege
245
Deutschland 19451960
320
Ende gut alles gut?
399
VII Abkürzungen
405
VIII Quellen und Literatur
410
Copyright

Common terms and phrases

About the author (2011)

Christoph Jahr ist Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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