Anwendung neuronaler Netzwerke und Matrixspeicher zur Erklärung von Umlernvorgängen während des Tragens einer Umkehrbrille

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GRIN Verlag, May 13, 2008 - Psychology - 161 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 1993 im Fachbereich Psychologie - Biologische Psychologie, Note: 1,2, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Psychologie), 60 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Brillenversuche haben eine lange Tradition und demzufolge gibt es eine Fülle von Abhandlungen zu diesem Thema. Diese Arbeiten befassen sich jedoch hauptsächlich mit der Beschreibung der kontinuierlichen Adaption des Menschen an den - durch Prismen- und Spiegelbrillen - veränderten Input an das visuelle System auf rein verhaltensbeobachtender Ebene. Der Frage, wie sich diese Adaption auf neuronaler Ebene vollzieht, wurde bisher noch nicht nachgegangen. Zu diesem Zweck müssten visuelle Systeme von Individuen, die sich erfolgreich an die veränderten Umweltbedingungen angepasst haben, mit solchen verglichen werden, bei denen ein Umlernen nicht stattgefunden hat. Nun sind solche Untersuchungen aber mit erheblichem methodischen Aufwand verbunden, da man ja die Veränderungen in der zellulären Struktur des visuellen Systems in erster Linie mit Hilfe histologischer Methoden beschreiben müsste. Als Alternative bietet sich nun eine Technologie an, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat und sich in ihrer vergleichsweise einfachen Handhabung möglicherweise für diese Art von Untersuchungen eignet: Die Nachbildung menschlicher Wahrnehmungssysteme mit Hilfe computersimulierter neuronaler Netzwerke. Obwohl die simulierten Netzwerke im Vergleich zu ihren natürlichen Vorbildern meist drastisch vereinfacht sind, so lassen sich in Bezug auf Aufbau, Funktionsweise und Verhalten gewisse Parallelen nicht leugnen. Diese Ähnlichkeiten gehen so weit, dass einige der führenden Netzwerk-Forscher der Meinung sind, dass solche Simulationen durchaus eine hohe explikative Potenz aufweisen. Zumindest stellen die Erkenntnisse aus Netzwerk-Simulationen eine sinnvolle Ergänzung zu den traditionellen Untersuchungsmethoden dar. In diesem Sinne wurde Im Rahmen dieser Diplomarbeit ansatzweise versucht, bestimmte Teilaspekte des neuronalen Umlernvorgangs während des Tragens einer Umkehrbrille, mit einem computersimulierten neuronalen Netzwerk nachzubilden und die entstandenen neuronalen Strukturen auf Unterschiede zu untersuchen.
 

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Abbildung Aktivierungsfunktion Aktivitätsmuster Antwortmatrix Antwortvektor Anzahl Assembly Assoziation aufgrund Aufrechtsehen Ausgabematrix Ausgabemuster Ausgabeschicht Ausgabevektor Axon Backpropagation Backpropagation-Netzwerke begin write(ch1 besetzten Zellen bestimmten Buchstabe clrscr Computersimulierte neuronale DAVID HUBEL Dec(Proz Eingabe Eingabemuster Empfängerzelle end end END Fehlton(1 folgenden Funktion Ganglienzellen Gehirn Gr do begin Gr*Gr do begin Häfele Hinton Hubel input Input-Schicht integer internen Repräsentationen Kohonen Komplexe Zelle konnte kreuzenden Verbindungen Lashley Lernen Lernmusterdateien LERNREGEL Lernschritt Lernvorgang Matrix Menüpunkt Mittelwert Modelle modifiziert Multiplikation musterassoziierender Matrixspeicher Mustererkennung Mustern trainierten Netzwerks negativen Gewichte neti Netzhaut Neurobiologen neuronale Netze neuronale Netzwerke NEURONALEN UMLERNVORGANGS Neuronen Normalverteilung Objekte okulären output Palm Prismenbrille PROCEDURE Prozessorelement Pudel readkey Rezeptiven Feld Schöneburg Screenshot Sehrinde Sektglas siehe das Kapitel Simulation simuliert somit Speichermatrix Spektrum der Wissenschaft synaptischen Gewichte synaptischen Verbindungen T-Tests textbackground(blue textbackground(red textcolor(lightred textcolor(white Tragens einer Umkehrbrille Vektor vema Verbindungsgewichte verdeckten Schicht verkehrten Mustern trainierten visuellen Kortex visuellen System Wahrnehmungssysteme Zeilenvektor Zielmatrix Ziffer ООООООООООООООООО

About the author (2008)

Geboren in Hohenems, Vorarlberg. Verheiratet mit Kornelia, zwei Kinder (10 und 14 Jahre) - wir wohnen im schönen Bergdorf Fraxern. Studium Psychologie und med. Informatik. Postgraduelle Ausbildung zum systemischen Familientherapeuten. Forschungsprojekte im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk) zu den Themen "Evaluation von Learning Management Systemen", "Evaluation von Content Management Systemen" (virtual-learning.qualifizierung.com), "Neue Medien in der Lehre" sowie "E-Learning an Schulen und Hochschulen" (www.bildung.at). Lehre an der Universität Innsbruck (E-Learning, Social Software, Evaluation & Statistik, Neue Medien in der Lehre, Soft-Skills), der Donau-Universität Krems (Learning- und Content Management Systeme, Social Software), an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg (Content-Entwicklung, E-Learning im Schuleinsatz, Online- Didaktik & Methodik, Open Source) und am Erwachsenenbildungsinstitut in Strobl (E-Learning für ErwachsenenbildnerInnen). Publikation von bisher sechs Fachbüchern (aktuell: "Legasthenie" - Booksite: www.lernpraxis.org, "101 E-Learning Seminarmethoden" - Booksite: www.learnbits.com sowie "Open Source Werkzeuge für E-Trainings" - Booksite: e-education.qualifizierung.com) und diversen Fachartikeln. Durchführung von EU-Projekten zu den Themen „Distance Learning“, „Telearbeit“, „Unternehmensentwicklung“ in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice Tirol & Osttirol sowie der Ibis Acam und der Wirtschaftskammer Tirol. Gesellschafter des Institutes für Design, Entwicklung und Evaluation von Erwachsenenbildung (www.qualifizierung.com), Leitung des Usability-Labors Montafon (www.learnabit.com). Partner von SoVal, dem Netzwerk für Beratung, Lernen & Entwicklung (www.soval.org). Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: E-Education, Neurodidaktik, Sprachentwicklungsstörungen, Medienpädagogik, Design und Durchführung bildungsrelevanter Untersuchungen, Evaluation von Projekten und Prozessen.

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