Arbeiten an der Identität: Zur Medialität der "cura monialium" im Kompendium des Rektors eines reformierten Chorfrauenstifts. Mit Edition und Abbildung einer Windesheimer 'Forma investiendi sanctimonialium' und ihrer Notation

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Walter de Gruyter, Oct 19, 2010 - Literary Criticism - 309 pages

Dieses Buch befasst sich mit der spirituellen Identität der Nonnen des niedersächsischen Frauenklosters Heiningen in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es stützt sich auf eine Gruppe von Handschriften, die im Zuge der windesheimischen Reformierung des Chorfrauenstifts entstanden und die textlichen Grundlagen der Seelsorge und die neuen liturgischen Gewohnheiten festhielten. Im Zentrum steht einerseits das Kompendium eines Seelsorgers, das in der fruchtbaren Spannung zwischen der Sicherung von Grundlagen und dem Bemühen um ihre Aktivierung steht, um das Vermitteln der Texte, das sie erst zu lebendigem Besitz und integralem Bestandteil der „forma vivendi“ werden lässt. Der Codex repräsentiert damit ein Bewusstsein, das Seelsorger und Frauen verbindet, und ein gemeinsames Arbeiten an der Festigung der verbindenden Identität, die ganz im Sinne der informacio weitergegeben und zugleich gelebt werden soll.

Andererseits werden hier Auszüge aus dem Heininger „Ordinarius“ und die vollständige „forma investiendi“, die Liturgie der Aufnahme der Novizinnen und der Profess mit ihren Gesängen einschliesslich der Notationen, erstmals ediert und abgebildet und im Zusammenhang der Ausbildung und der Lebensform der Nonnen untersucht.

 

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Contents

Die Zeichnungen der letzten Doppelseite
3
2 Die Entstehung der Handschrift und ihre Ordnung
14
3 Voraussetzungen der Konzeption der Handschrift Bedingungen ihres Gebrauchs
33
4 Dynamische Verfahren der Erschliessung der Itinera aeternitatis Rudolfs von Biberach
91
Diagramme und diagrammatische Federzeichnungen
105
Edition
136
Auszug
185
Auszüge
217
Backmatter
229
Copyright

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About the author (2010)

Eckard Conrad Lutz, Universität Freiburg, Schweiz.

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